Archiv der Kategorie: schlagloch marmelade

markus a. hediger

Nichts.

Das Spiel: Man suche sich einen beliebigen Menschen auf der Strasse aus. Die Teilnehmer stellen sich im Kreis um ihn herum und beginnen, ihm etwas wegzunehmen. Der Erste nimmt ihm die Uhr ab, der Zweite das Portemonnaie, der Dritte die … Weiterlesen

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Aller Tage.

Weshalb wir die Ewigkeit fürchten: Wir hätten alle Zeit nicht nur dieser Welt. Es gäbe keinen Grund, heute zu tun, was sich auch morgen erledigen liesse. Das Heute wäre dem Morgen gleich, und beide wären einander gleichgültig. Ewigkeit bedeutete Alltag. … Weiterlesen

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Verstrickt.

Kindheitserinnerungen. Im Lesesaal des Internats hocken Buben und die Mädchen bringen ihnen das Stricken bei. Das Strickmuster ist denkbar einfach. Immer rechtsrum. Nichts fallen lassen. Am Ende hängt ein monochromer Topflappen an der Stricknadel. Für einen Schal hat die Geduld … Weiterlesen

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Der Tod.

Der kleine. Eine letzte Kontraktion, eine letzte Verhärtung des Fleisches, eine letzte Zuckung. Dann Leere. Entleerte Lust, entleertes Glied, leerer Blick. Der Tod als befriedigte Begierde. Das Fleisch hat bekommen, was es wollte. Das Fleisch hat genug bekommen. Der alttestamentarische … Weiterlesen

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Der Stuhl (2.0)

(Ein zweiter Versuch.) Reise nach Jerusalem. Es stehen eine Menge Stühle in der Wüste. Wir drehen uns im Kreis. Pilgerreise zu Trompetenklängen. Religiöse Schwärmerei: die Hoffnung auf einen freien Stuhl im Himmel. Das Spiel ist nicht ohne Ironie: Will man … Weiterlesen

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