30. April 2012 von Michael Perkampus
Händisch bin ich noch an diesem Kapitel. Wie einfangen den Hängenden, den Gepfählten – mit Nacht. Was darin sich rührt ist Monitor. Morgen wieder ausserhalb. Jetzt begutachten die Dörfler meine Leiche. Wenn ich aufhöre zu schreiben, stehen die Figuren still.
Lennie Tristano : Descent into Maelstrom, Straub : The Throat
Vor einem Jahr:: >Mai, Sieben, Elf - Regenschirm Session 1 (07. 05. 2011)
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30. April 2012 von Michael Perkampus
Das Bett ist der Ort, an dem man liebt und träumt, die wahre Werkstätte der Literatur, des Dichters eigentliche Heimat, oh Hesperos, Sohn der Eos, sanft und bescheiden und errötend wie ein junges Mädchen, dein Renaissance=Bett im wunderbaren Drang der Liebe, Trank der Liebe, graublaue Augen, oh Mensch, so graublaue Augen, ich kann doch kaum aus meinen Tagen Weiterlesen »
Vor einem Jahr:: >Mai, Sechs, Elf (06. 05. 2011)
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hundertprosa
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29. April 2012 von Michael Perkampus
Es ist dann doch so gekommen, daß sich die lapidare Erzählform konkreter angehen läßt. Führte das Begonnene seit zehn Uhr weiter fort und beschaue mir nun – wieder daheim – das Errungene. Dabei kollidiere ich mit den Sandsteinburg-Passagen gehörig. Alte Motive, die bisher sekundär belassen waren, treten ins Rampenlicht, aber es schreiben sich auch Figuren um. Ich sitze somit zwischen dem Possenspiel und einer dritten Version der Sandsteinburg. Die letzte Schicht – und somit eine vierte Fassung, trägt sich, was die Erzählmotivation betrifft, im Grunde von ganz alleine, bricht aber den Kern der Sandsteinburg-Themen auf, bricht sie auseinander, so daß ich mit zwei Hälfte dastehe und nichts zu Ende führen kann, zumindest nicht die Babylon-Passagen. Es macht nichts, ich beginne einfach noch einmal von vorne. Immer wieder. Ich komme mir bereits vor, als würde ich einen Mann ohne Eigenschaften daraus machen. Dabei habe ich so viele Figuren und sie alle bilden ein Orchester. Dieses Orchester ist jedenfalls das Possenspiel.
Vor einem Jahr:: >Mai, Sechs, Elf (06. 05. 2011)
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29. April 2012 von Michael Perkampus
Es war einmal ein Dorf, das man nicht kennt und an das man nicht denkt. Es lag in einer schlechten Wetterzone, Nebel stand hier selbst in den Sommermonaten, die kaum einmal wirklich heiß wurden, jeden Morgen sehr tief. Weiterlesen »
Vor einem Jahr:: >Mai, Sechs, Elf (06. 05. 2011)
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sandsteinburg
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28. April 2012 von Michael Perkampus
Wir tränten Wein bei diesem Gelage, als Gildenhalle das Theater, ein barocker Brocken rafft sich auf, Monument zu werden, eingefallene, verschlissene Gänge, feurige Winde trotz furchigem Finster, daß mit Lüstern sie schnell kamen, Kandelaber anzubringen wändens, maskiert sie alle, in Bilder eingefräßt, da rascheln sie sich ärmelnd an. Weiterlesen »
Vor einem Jahr:: >Mai, Vier, Elf (04. 05. 2011)
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hundertprosa
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28. April 2012 von Michael Perkampus

Traumzimmer
Die Woche der – sozusagen – Umstellungen, Umbauungen, Übungen und Wurzelsepp. Die Katzen bekamen einen neuen Spielplatz, beziwe das Grundgerüst hierfür, mehr Regale in die Wohnanlage, das Traumzimmer auch (das Studierzimmer ist voll, entbehrliches muß in die Außenbezirke abwandern). Das Labyrinth wächst. Weiterlesen »
Vor einem Jahr:: >Mai, Vier, Elf (04. 05. 2011)
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katzen
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27. April 2012 von Michael Perkampus
Helmut Schinner war der letzte, den man nackt an einen Baum gefesselt und mit dem Odel aus dem Güllefaß gleich unten, wo seine übervölkerte Patchworkfamilie mit Hasen und Mäuse hauste, übergossen eine ganze Nacht lang in der Kälte hängen ließ, aber er war der erste, der dabei draufging. Weiterlesen »
Vor einem Jahr:: >Mai, Drei, Elf (03. 05. 2011)
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possenspiel
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