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	<title>Die Veranda &#187; kleine knueller</title>
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	<description>literarisches Weblog/poetisches Hauptquartier</description>
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		<title>Untergang</title>
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		<pubDate>Thu, 14 Jan 2010 11:50:20 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Susanna</dc:creator>
				<category><![CDATA[gastbeiträge]]></category>
		<category><![CDATA[kleine knueller]]></category>
		<category><![CDATA[odysseus]]></category>
		<category><![CDATA[subway]]></category>

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		<description><![CDATA[Untergang: Subway to Heaven Der Chronist dieses Untergangs geht nicht den Highway to Hell. Warum sollte er? Der Highway ist &#252;berlaufen, sich der Menge in den Weg stellen Unsinn. Sie bedarf der L&#228;uterung, einer Selbsterziehung unf&#228;hig und unf&#228;hig, erzogen werden. &#8230; <a href="http://veranda.michaelperkampus.net/20100114/untergang/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><span style="font-size: x-small">Untergang:</span></p>
<p>Subway to Heaven</p>
<p><a href="http://veranda.michaelperkampus.net/wp-content/uploads/2010/01/Picture-18.jpg"><img class="alignnone size-medium wp-image-929" src="http://veranda.michaelperkampus.net/wp-content/uploads/2010/01/Picture-18-300x225.jpg" alt="haut und schmuck1" width="300" height="225" /></a></p>
<p><span style="font-size: x-small">Der Chronist dieses Untergangs geht nicht den Highway to Hell. Warum sollte er? Der Highway ist &#252;berlaufen, sich der Menge in den Weg stellen Unsinn. Sie bedarf der L&#228;uterung, einer Selbsterziehung unf&#228;hig und unf&#228;hig, erzogen werden.</span></p>
<p><span style="font-size: x-small">Der Chronist neigt sich. Er ist geneigt, sich zu beugen. Wie der Wind &#252;ber das Gras hinwegfegt, so will der Chronist das Gras sein. Aus Liebe. Auf den M&#252;ll geworfen, verrottet, eingesunken in die Erde, aus der er kam. Die geheimen Wege sind unterirdisch. Erst, wenn die Lagen vertauscht, die Rotte seltsam im Geruch, schillernd in Farbe, dem Leben verlockend weit entfernt, beginnt der Weg. SuB. Der Anfang. Das Kreissen. Die letzten Dinge, die Ersten. Durch die innersten Feuer, durch den Grund des Meeres der Antipoden. Himmel sind stets auf der anderen Seite. Ihnen b&#252;ckt man sich zu. Sie empfangen den Ungeborenen mit einem Kuss. Aleph. Betanien. Alphabetanisiert werde ich sein in den Armen der Neuen Frau. Mich in das Fell des neuen Mannes h&#228;ngen. Beider Augapfel in den Windeln der Dea Matuta. Die Welt wird auf dem Kopf stehen. Anders ist der Untergang nicht zu haben.</span></p>
<p><span style="font-size: x-small">Begleitet mich ein St&#252;ck. Es ist auch Euer Weg. Unruhig ist unser Herz. Bis es Ruhe findet.</span></p>
<p><span style="font-size: x-small">Vielf&#228;ltig ist der Untergang.</span></p>
<p><span style="font-size: x-small">Unz&#228;hlig in den Scho&#223; den Frau, unvordenklich der Sonne Eintauchen in das Meer. Das Reich der Zahlen und Figuren in jedem Einzelnen wie er dahinf&#228;hrt. M&#252;hsam rekonstruiert neu in Kinderk&#246;pfen. Das Jahr wie es sich in den Winter kehrt, als g&#228;be es kein zur&#252;ck. Der Tag, der keinem gewi&#223; ist. Familien, die sich selbst &#252;berleben, trotzig im Blut, aber vergessen im Bild. Staaten, die man auch h&#228;tte ausdenken k&#246;nnen. Gestirne, die verschwinden. Mauern unter dem Gras. Statuen tief im Sand. Gewissheiten, die noch bel&#228;chelt werden.</span></p>
<p><span style="font-size: x-small">Wir erz&#228;hlen vom Untergang. Es bleibt nichts. Wir malen das Nichts. Aus den Erinnerungen nehmen wir Farben und Pinselhaar. Wie sie gl&#252;hen!</span></p>
<p><span style="font-size: x-small">Sie sind so gl&#252;hend wie die Erz&#228;hlungen, die wir davon geben. Denkt ihr wirklich, sie stimmten? Narren. Auch ihr seid ausgedacht. Schon &#252;ber den &#220;bern&#228;chsten wissen wir nicht, ob er existiert. Den wir greifen, nehmen wir in uns auf. W&#228;hrend wir wachsen, ziehen uns unsere Wurzeln zur&#252;ck. Gegen den Sog leben wir. Bis die Kraft sich verbraucht hat. Tang und Algen ziehen dann in uns ein. Ununterscheidbares Los. Alle Himmel sind gleich. Gleich im Ununterschiedenen. Alles b&#228;umt sich dagegen auf. Aber es ist doch Eines.</span></p>
<p><span style="font-size: x-small">Dies ist die Lehre des Untergangs.</span></p>
<p><span style="font-size: x-small"> </span></p><p class="postmetadata">Im Rückspiegel:&nbsp;<a title="Brunchen mit der Feder (20. 02. 2009)" rel="bookmark" href="http://veranda.michaelperkampus.net/20090220/brunchen-mit-der-feder/">Brunchen mit der Feder</a> (20. 02. 2009)<!-- wprvm cached --></p>]]></content:encoded>
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		<title>Eine alte dame geht aus</title>
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		<pubDate>Mon, 11 Jan 2010 23:10:33 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Michael Perkampus</dc:creator>
				<category><![CDATA[guckkasten]]></category>
		<category><![CDATA[kleine knueller]]></category>

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		<description><![CDATA[Manchmal stellte sie das radio an. Es kam ihr dann so vor, als w&#228;re jemand bei ihr im raum und spr&#228;che sie an. Antworten m&#252;&#223;te sie ja nicht, aber sie tat es trotzdem. Oft sagte sie: „Ihnen auch!“ oder: „Das &#8230; <a href="http://veranda.michaelperkampus.net/20100112/eine-alte-dame-geht-aus/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://1.bp.blogspot.com/_xUo5mh7pnlI/Sz42nXNvm3I/AAAAAAAAAwI/XSmn_W5xC-I/s1600-h/guckkasten.jpg" onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}"><img id="BLOGGER_PHOTO_ID_5421831051275115378" style="margin: 0pt 10px 10px 0pt; float: left; cursor: pointer; width: 150px; height: 188px;" src="http://1.bp.blogspot.com/_xUo5mh7pnlI/Sz42nXNvm3I/AAAAAAAAAwI/XSmn_W5xC-I/s200/guckkasten.jpg" border="0" alt="" /></a>Manchmal stellte sie das radio an. Es kam ihr dann so vor, als w&#228;re jemand bei ihr im raum und spr&#228;che sie an. Antworten m&#252;&#223;te sie ja nicht, aber sie tat es trotzdem. Oft sagte sie: „Ihnen auch!“ oder: „Das haben sie wieder einmal fein ausgedr&#252;ckt!“<br />
Sie ging in der ganzen wohnung umher und betrachtete die w&#228;nde. Die figuren auf machen regalen, die teller in der vitrine. Manchmal gab es im radio ein lied, das sie kannte. Das akkustische fenster, das sie davon &#252;berzeugte, da&#223; es eine welt au&#223;erhalb ihrer k&#252;che gab. Lange war sie nicht mehr raus gekommen, woher sollte sie wissen, ob die stra&#223;e vor ihrer haust&#252;re &#252;berhaupt noch existierte? Vielleicht war da schon l&#228;ngst eine autobahn entstanden. Sie h&#228;tte televisionieren k&#246;nnen, damit kannte sie sich allerdings nicht besonders gut aus; sie wu&#223;te nicht, wie man zuschaut und deshalb gab es f&#252;r sie nie ein bild, dem sie folgen h&#228;tte k&#246;nnen.<br />
Das radio war die lebhaftigkeit in person, darin war die ganze welt vertreten, sogar das <em>wei&#223;e rauschen</em>, das sie sich manchmal ebenfalls einstellte. Und heute, heute wollte sie wieder einmal ausgehen. Daf&#252;r hatte sie ihr <em>einziges bestes kleid </em>im b&#252;gelofen b&#252;geln lassen.<br />
Manchmal aber wollte sie stille. Es kam ihr dann so vor, als sei sie die letzte &#252;berlebende eines gro&#223;en irrtums. Dann sagte sie in die stille hinein: „Ich habe es schlie&#223;lich gewu&#223;t!“ oder: „Es ist schon merkw&#252;rdig!“ In der stille h&#246;rte sie den boden an manchen stellen knarzen. Ab und zu, wenn ihr danach war, k&#252;&#223;te sie eine der w&#228;nde, anstatt sie nur anzusehen, die figuren in manchen regalen. Jetzt aber nahm sie ihr kleid, zog es an und auch ihre<em> einzigen besten schuhe</em>, die sie hatte, vergas sie nicht, bevor sie sich ins bett legte. Im radio lief ein altes lied.</p><p class="postmetadata">Im Rückspiegel:&nbsp;<a title="Leuchtspur vom Januar 09 (17. 01. 2009)" rel="bookmark" href="http://veranda.michaelperkampus.net/20090117/leuchtspur-vom-januar-09/">Leuchtspur vom Januar 09</a> (17. 01. 2009)<!-- wprvm cached --></p>]]></content:encoded>
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		<title>Vor uns die sintflut</title>
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		<pubDate>Thu, 07 Jan 2010 11:15:00 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Michael Perkampus</dc:creator>
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		<category><![CDATA[kleine knueller]]></category>

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		<description><![CDATA[Ich ging aus der wohnung. Vor der t&#252;r entdeckte ich minka, die irgendjemand mit ihren z&#246;pfen am eisengel&#228;nder festgebunden hatte. In geb&#252;ckter haltung, wie es ihre fessel nur zulie&#223;, versuchte sie mit den h&#228;nden &#252;ber ihrem kopf, den knoten zu &#8230; <a href="http://veranda.michaelperkampus.net/20100107/vor-uns-die-sintflut/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://1.bp.blogspot.com/_xUo5mh7pnlI/Sz42nXNvm3I/AAAAAAAAAwI/XSmn_W5xC-I/s1600-h/guckkasten.jpg" onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}"><img id="BLOGGER_PHOTO_ID_5421831051275115378" style="margin: 0pt 10px 10px 0pt; float: left; cursor: pointer; width: 150px; height: 188px;" src="http://1.bp.blogspot.com/_xUo5mh7pnlI/Sz42nXNvm3I/AAAAAAAAAwI/XSmn_W5xC-I/s200/guckkasten.jpg" border="0" alt="" /></a>Ich ging aus der wohnung. Vor der t&#252;r entdeckte ich minka, die irgendjemand mit ihren z&#246;pfen am eisengel&#228;nder festgebunden hatte. In geb&#252;ckter haltung, wie es ihre fessel nur zulie&#223;, versuchte sie mit den h&#228;nden &#252;ber ihrem kopf, den knoten zu l&#246;sen. Sie konnte sich nicht zu boden fallen lassen, obwohl ihre knie ihr immer wieder diesen befehl zu geben schienen, aber sich auch nicht strecken, was den reflex erkl&#228;ren w&#252;rde, der st&#228;ndig dahingehend in sie fuhr, da&#223; ihre kopfhaut schmerzlich rei&#223;aus zu nehmen trachtete, es aber, wie sie selbst nicht, f&#252;r unm&#246;glich befand. So hing sie da vor den rostigen streben.<br />
»Machst du mich los?« fragte sie manierlich, obwohl ich doch nur da stand und glotzte.<br />
»Ich glaube nicht, da&#223; ich das kann. Jemand mu&#223; dich losschneiden.«<br />
»Ist mir egal, dann schneid mich eben los!«<br />
Wie sollte ich ihr beibringen, da&#223; mir gefiel, wie sie da an dem gel&#228;nder angebracht war. Au&#223;erdem k&#246;nnte derjenige, der sie in diese &#228;sthetische figur gebracht hatte ja w&#252;tend werden, wenn man sein werk zerst&#246;rte. Ich sah mir ihre z&#246;pfe genauer an. Da war nichts zu machen, man ben&#246;tigte wirklich eine schere, so fest waren die beiden str&#228;nge ineinandergezurrt. Ich dachte mir, wenn man ihr jetzt die hose runterz&#246;ge, k&#246;nnte man ihren hintern und den rest ohne komplikationen untersuchen. Das dumme war nur, da&#223; jederzeit jemand h&#228;tte auftauchen k&#246;nnen, dem das ganze nicht gefiel. So eine art spielverderber.<br />
»Was bekomme ich daf&#252;r wenn ich dich losmache?«</p><p class="postmetadata">Im Rückspiegel:&nbsp;<a title="Leuchtspur vom Januar 09 (17. 01. 2009)" rel="bookmark" href="http://veranda.michaelperkampus.net/20090117/leuchtspur-vom-januar-09/">Leuchtspur vom Januar 09</a> (17. 01. 2009)<!-- wprvm cached --></p>]]></content:encoded>
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		<title>Garaus</title>
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		<pubDate>Sun, 03 Jan 2010 09:27:00 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Michael Perkampus</dc:creator>
				<category><![CDATA[guckkasten]]></category>
		<category><![CDATA[kleine knueller]]></category>

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		<description><![CDATA[Nat&#252;rlich konnte die steinb&#252;ste bei starker gef&#252;hlsschwankung auch von selbst zum, nunja, sagen wir, leben erwachen, ganz ohne diese kr&#228;uter, die man zu einem sud r&#252;hrt, um sie dem zu begeisternden &#252;berzusch&#252;tten. Aber da waren ein paar dinge zu beachten, &#8230; <a href="http://veranda.michaelperkampus.net/20100103/garaus/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://1.bp.blogspot.com/_xUo5mh7pnlI/Sz42nXNvm3I/AAAAAAAAAwI/XSmn_W5xC-I/s1600-h/guckkasten.jpg" onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}"><img id="BLOGGER_PHOTO_ID_5421831051275115378" style="margin: 0pt 10px 10px 0pt; float: left; cursor: pointer; width: 150px; height: 188px;" src="http://1.bp.blogspot.com/_xUo5mh7pnlI/Sz42nXNvm3I/AAAAAAAAAwI/XSmn_W5xC-I/s200/guckkasten.jpg" border="0" alt="" /></a>Nat&#252;rlich konnte die steinb&#252;ste bei starker gef&#252;hlsschwankung auch von selbst zum, nunja, sagen wir, leben erwachen, ganz ohne diese kr&#228;uter, die man zu einem sud r&#252;hrt, um sie dem zu begeisternden &#252;berzusch&#252;tten. Aber da waren ein paar dinge zu beachten, die gew&#246;hnlich nur in au&#223;ergew&#246;hnlichen f&#228;llen herbeigef&#252;hrt werden konnten. Und was hatte man denn auch davon? &#8211; Aber ja, die b&#252;ste konnte sprechen und gute ratschl&#228;ge erteilen, aber sie war doch auch an den gebunden, der sie besa&#223;. Einem anderen w&#252;rde sie lauter l&#252;gen erz&#228;hlt haben.<br />
Hatte man die notwendigen kr&#228;uter nicht parat, ben&#246;tigte man zu allererst ein opfer, ein symboltr&#228;chtiges tier, das allerdings nie und nimmer eine katze sein durfte. Auch ein alberner fisch oder ein vogel h&#228;tten am ende nichts gebracht. Besser waren da lamm, reh, oder wer darauf bestand: fasan.<br />
Zugegeben, diese opfer sind notgedrungen, auch wenn das ganze viehzeug adliger abkunft ist; man wird jedoch nicht wegen mordes verhaftet, wenn man ein huhn k&#246;pft oder von mir aus den hasen balgt. Schnappt man sich hingegen eine verlassene jungfrau, die gerade im schmerz darnieder liegt (ich denke da an den bauernschrank aus dem 18. Jahrhundert, der einen jungen mann zeigt, der sein m&#228;dchen in l&#228;ndlicher tracht verl&#228;&#223;t, um im orient auf abenteuer zu ziehen – ich h&#228;tte da zumindest auf die r&#252;ckseite das wimmernde weib gezeichnet &#8211; , ihr antlitz wie parischer marmor, die z&#228;hne nicht weniger marmorum), bekommt man die ganze magie des unheils aufgeladen. Da mag man das blut, s&#228;uselnd dampfend, in seinem besten pokal transportieren und &#252;ber das steintlitz der b&#252;ste rinnen lassen, so voller verkl&#228;rter augen der blick, sprich schon, oh sprich mich an, sprich oh zu mir, und die b&#252;ste spricht dann auch, ganz ohne kr&#228;uter, aber sie spricht, was willst du wissen, sie spricht, nun sag mir die zukunft voraus, sie spricht, du hast dir soeben den garaus gemacht.</p>]]></content:encoded>
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		<title>Aus allem tiefen schlaf</title>
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		<pubDate>Sat, 02 Jan 2010 15:08:00 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Michael Perkampus</dc:creator>
				<category><![CDATA[miszellaneen]]></category>
		<category><![CDATA[kleine knueller]]></category>

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		<description><![CDATA[Aus allem tiefen schlaf kommt regen, der das bettzeug feuchtet, von unter dem bett hochdr&#228;ngt, von unter dem ich dr&#252;ckt, die splitter findet, sie entfernt, eine fuge, die kunst der fuge, eine fuge entsteht, auch ein choral, wache, also w-aa-che, &#8230; <a href="http://veranda.michaelperkampus.net/20100102/aus-allem-tiefen-schlaf/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://1.bp.blogspot.com/_xUo5mh7pnlI/Sz9jsvJ1AcI/AAAAAAAAAwQ/Juugx8cCzcI/s1600-h/crypto.jpg" onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}"><img id="BLOGGER_PHOTO_ID_5422162096600449474" style="margin: 0pt 10px 10px 0pt; float: left; cursor: pointer; width: 164px; height: 124px;" src="http://1.bp.blogspot.com/_xUo5mh7pnlI/Sz9jsvJ1AcI/AAAAAAAAAwQ/Juugx8cCzcI/s320/crypto.jpg" border="0" alt="" /></a><br />
Aus allem tiefen schlaf kommt regen, der das bettzeug feuchtet, von unter dem bett hochdr&#228;ngt, von unter dem ich dr&#252;ckt, die splitter findet, sie entfernt, eine fuge, die kunst der fuge, eine fuge entsteht, auch ein choral, wache, also w-aa-che, ces bis f, komische quarte, diabolus in musica, bewegungs- und dialogszenen, grundelemente des dramas, das whisperherz, ein orakel, genauer &#8211; ein grau pulsierendes herz in einer goldenen kammer in einer blau luminierten fl&#252;ssigkeit schwimmend, so gro&#223; wie eine faust, so grau wie aus allem tiefen schlaf kommt regen, so grau wie das bettzeug feuchtet, so grau unter dem bett.</p>]]></content:encoded>
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		<title>Niemals war hier eine stadt</title>
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		<pubDate>Fri, 01 Jan 2010 22:29:00 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Michael Perkampus</dc:creator>
				<category><![CDATA[guckkasten]]></category>
		<category><![CDATA[kleine knueller]]></category>

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		<description><![CDATA[Es regnete. Schon war er aus dem bett und stand vor dem fenster. Einen vorteil hatte das zimmer da unten. Man konnte durchs fenster raus und rein wie man wollte, kam also gleich zu der breiten treppe, die unten vom &#8230; <a href="http://veranda.michaelperkampus.net/20100101/niemals-war-hier-eine-stadt/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://1.bp.blogspot.com/_xUo5mh7pnlI/Sz42nXNvm3I/AAAAAAAAAwI/XSmn_W5xC-I/s1600-h/guckkasten.jpg" onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}"><img id="BLOGGER_PHOTO_ID_5421831051275115378" style="margin: 0pt 10px 10px 0pt; float: left; cursor: pointer; width: 150px; height: 188px;" src="http://1.bp.blogspot.com/_xUo5mh7pnlI/Sz42nXNvm3I/AAAAAAAAAwI/XSmn_W5xC-I/s200/guckkasten.jpg" border="0" alt="" /></a>Es regnete. Schon war er aus dem bett und stand vor dem fenster. Einen vorteil hatte das zimmer da unten. Man konnte durchs fenster raus und rein wie man wollte, kam also gleich zu der breiten treppe, die unten vom garten nach oben zur stra&#223;e f&#252;hrte. Wenn er den schl&#252;ssel vergas, konnte er das gekippte fenster aushaken. Jetzt ging er hinaus um zu duschen. Nat&#252;rlich h&#228;tte er auch unten im flu&#223; baden k&#246;nnen, aber das wasser stank abscheulich, es h&#228;tte ihn wahrscheinlich nicht saubergemacht.<br />
Die schlafenden v&#246;gel wurden na&#223;, aber er sah sie nicht, weil sie einfach weiterschliefen und sich nichts daraus machten.<br />
Er stand auf der n&#228;chtlichen stra&#223;e und wurde jetzt auch na&#223;. Er hatte nur eine kernseife bei sich und begann, sich mit ihr abzureiben. Ab und zu blickte er zum haus, ob sich auch ja nichts r&#252;hrte. Feine nadelstreifen in der nacht, schmierseife, die an seinen f&#252;&#223;en vorbei hinab trottete. Tats&#228;chlich r&#252;hrte sich nichts im haus, aber weiter unten, wo die stra&#223;e mitsamt der schmierseife in die langgezogene dorfstra&#223;e m&#252;ndete, h&#246;rte er ein ger&#228;usch. Nur leise drang es durch den perkussiven klang des regens, aber es war eindeutig eine menschliche stimme. Nun w&#252;rde man ihn hier gesehen haben, bliebe er stehen und gaffte, also zog er sich in seine kammer zur&#252;ck, trocknete sich ab und dachte an das jauchzen, denn das glaubte er, war es gewesen. Da mochte sich noch jemand &#252;ber den regen gefreut haben.<br />
An manchen tagen spielten kinder im staub und blickten den fuhrwerken entgegen, die in die stadt einrollten. Sie spielten, da&#223; sie einen schatz f&#228;nden, sie spielten aber auch, da&#223; sie diese stra&#223;e bauten, da&#223; man ihnen daf&#252;r dankte, weil die h&#228;ndler ihre ware schneller liefern konnten. Wenn es regnete, f&#252;hrte die stra&#223;e, die nicht viel mehr als eine piste war, direkt in das gesammelte wasser hinein, so als l&#228;ge auf dem grunde in diesem zeitweiligen see ein geheimnisvoller ort, der unbedingt verborgen werden musste. Die kinder dachten sich dann abenteuer aus, mit sonderbaren gesch&#246;pfen, die dort hausten. Das taten sie w&#228;hrend der regen fiel und sie spielten. Die kutschen lagerten an den streckenposten und alle warteten. Die kinder warteten nicht, sie tr&#228;umten. Obwohl sie tr&#228;umten, kam ein neuer tag, an dem ihre eigenen kinder dort spielten, wo nun teermaschinen und walzen die erde erstickten. Nachdem die bauarbeiter ihre maschinen ausgestellt hatten und nach hause gegangen waren, spielten die kinder, da&#223; sie nun die stra&#223;e planierten und den kochenden teer verteilten. Sie spielten, da&#223; es gar keine baumaschinen mehr w&#228;ren sondern raumfahrzeuge. Wenn es regnete, dann roch es komisch. Es roch nach bitterer hitze, &#246;lige tropfen rannen von den d&#228;chern der fahrzeuge. Die arbeiter warteten in ihrer halle, bis der regen nachgelassen hatte. Die kinder warteten nicht, sie tr&#228;umten. Und w&#228;hrend sie tr&#228;umten, zog ein neuer tag herauf, und ihre kinder spielten am stra&#223;enrand.<br />
Wenn er da jetzt hinginge und nachs&#228;he, k&#246;nnte auch er von dem tr&#228;umen, was einst war. Er stand auf der dorfstra&#223;e und erblickte nichts als regen. Es war nacht und jemand kam ihm aus dem dunst entgegen.<br />
»Wo ist die stadt?« fragte er den fremden, denn er sah die h&#228;user nicht.<br />
»Die stadt? Niemals war hier eine stadt«, antwortete der fremde.</p>]]></content:encoded>
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		<title>Antic soccer</title>
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		<pubDate>Wed, 30 Dec 2009 19:15:00 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Michael Perkampus</dc:creator>
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			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://1.bp.blogspot.com/_xUo5mh7pnlI/Sz42nXNvm3I/AAAAAAAAAwI/XSmn_W5xC-I/s1600-h/guckkasten.jpg" onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}"><img id="BLOGGER_PHOTO_ID_5421831051275115378" style="margin: 0pt 10px 10px 0pt; float: left; cursor: pointer; width: 150px; height: 188px;" src="http://1.bp.blogspot.com/_xUo5mh7pnlI/Sz42nXNvm3I/AAAAAAAAAwI/XSmn_W5xC-I/s200/guckkasten.jpg" border="0" alt="" /></a>Erst klirrte es im untergeschoss bei den wilferds, aber der ball muss dabei am fensterkreuz abgeprallt und zur&#252;ck ins get&#252;mmel gesprungen sein, denn wenn die da drau&#223;en nicht zwei b&#228;lle in ihrer mangel hatten, was vorkam, h&#228;tte es nicht kurz darauf (und ich wei&#223; nicht mehr, wie viel zeit wirklich vergangen ist), auch bei uns einschlagen k&#246;nnen. Ich betrachtete den speckigen lederbatzen, der sich nicht aus dem scherbenregen befreit hatte, will hei&#223;en, der gespickt mit kristallsplittern auf unserem besten teppich sa&#223;, und schnappte ihn mir, bevor die t&#252;r aufgehen und (was war das) ich mich, als h&#228;tte ich den ball h&#246;chstselbst durch unser fenster geschossen, als einen verantwortlichen rede und antwort stehen s&#228;he. Sie, die dann doch die t&#252;r zu mir fand, versch&#246;nte das l&#228;uten und klopfen und gr&#246;hlen, das anschlie&#223;ende h&#228;mmern mit der faust, sowie weiteres klirren, als die meute auf der stra&#223;e versuchte, ins haus zu gelangen. Erstens, um uns zu t&#246;ten, zweitens, um sich den ball wieder zu holen.</p>]]></content:encoded>
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		<title>Schwerkraft zum halben preis</title>
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		<pubDate>Mon, 28 Dec 2009 00:16:00 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Michael Perkampus</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Nebenan, beinahe in der hinterstube, so aber doch noch im wintergarten, verkaufte frau emsrente schwerkraft zum halben preis. Es ist da in den letzten jahren geh&#246;rig etwas ins schwanken geraten, und da man zu keinem zeitpunkt wusste, was schwerkraft &#252;berhaupt &#8230; <a href="http://veranda.michaelperkampus.net/20091228/schwerkraft-zum-halben-preis/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://1.bp.blogspot.com/_xUo5mh7pnlI/Sz42nXNvm3I/AAAAAAAAAwI/XSmn_W5xC-I/s1600-h/guckkasten.jpg" onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}"><img id="BLOGGER_PHOTO_ID_5421831051275115378" style="margin: 0pt 10px 10px 0pt; float: left; cursor: pointer; width: 150px; height: 188px;" src="http://1.bp.blogspot.com/_xUo5mh7pnlI/Sz42nXNvm3I/AAAAAAAAAwI/XSmn_W5xC-I/s200/guckkasten.jpg" border="0" alt="" /></a>Nebenan, beinahe in der hinterstube, so aber doch noch im wintergarten, verkaufte frau emsrente schwerkraft zum halben preis. Es ist da in den letzten jahren geh&#246;rig etwas ins schwanken geraten, und da man zu keinem zeitpunkt wusste, was schwerkraft &#252;berhaupt ist, wusste freilich auch niemand, wie man ihr fehlen kompensieren sollte. Aber frau emsrente hatte einen schwerkraftmixer, eigentlich ein zylindrisches haushaltsger&#228;t, das von au&#223;en liegenden solarringen umschlossen wurde, und auf deren innenseite eine mit sauerstoff gef&#252;llte biosph&#228;re angelegt war.<br />
Man kaufte emsrentes schwerkraft, wenn man etwas im umland spazieren gehen wollte.</p>]]></content:encoded>
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		<title>Olga und der ring</title>
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		<pubDate>Sat, 26 Dec 2009 23:14:00 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Michael Perkampus</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Olga &#246;ffnete die t&#252;r und fand einen ring. Nat&#252;rlich, wird jetzt jeder sagen, nat&#252;rlich fand sie einen ring, das hier ist ein m&#228;rchen, und da findet irgendjemand, der dann vielleicht auch noch die hauptfigur ist (oder mit ihr in direktem &#8230; <a href="http://veranda.michaelperkampus.net/20091227/olga-und-der-ring/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://1.bp.blogspot.com/_xUo5mh7pnlI/Sz42nXNvm3I/AAAAAAAAAwI/XSmn_W5xC-I/s1600-h/guckkasten.jpg" onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}"><img id="BLOGGER_PHOTO_ID_5421831051275115378" style="margin: 0pt 10px 10px 0pt; float: left; cursor: pointer; width: 150px; height: 188px;" src="http://1.bp.blogspot.com/_xUo5mh7pnlI/Sz42nXNvm3I/AAAAAAAAAwI/XSmn_W5xC-I/s200/guckkasten.jpg" border="0" alt="" /></a><br />
Olga &#246;ffnete die t&#252;r und fand einen ring. Nat&#252;rlich, wird jetzt jeder sagen, nat&#252;rlich fand sie einen ring, das hier ist ein m&#228;rchen, und da findet irgendjemand, der dann vielleicht auch noch die hauptfigur ist (oder mit ihr in direktem kontakt steht), sogar ihr gegenspieler sein mag, immer einen ring oder ein ein anderes artefakt (sogar eine schlafm&#252;tze k&#246;nnte m&#246;glich sein).<br />
Und trotzdem hatte es etwas besonderes mit diesem ring auf sich: er war n&#228;mlich gew&#246;hnlich.</p>]]></content:encoded>
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