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	<title>Die Veranda &#187; ludwig tieck</title>
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	<description>literarisches Weblog/poetisches Hauptquartier</description>
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		<title>September, Sechs, Zehn</title>
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		<pubDate>Mon, 06 Sep 2010 15:16:58 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Michael Perkampus</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Begonnen mit der Niederschrift des Claudius. (Tinkerbell 1-3) &#8211; Simon Tinkerbell findet 77 Notizb&#252;cher, aus denen er die Geschichte des Alchemisten rekonstruiert. Es gibt wesentliche Anhaltspunkte daf&#252;r, warum ich ausgerechnet zur Nachtseite der Naturwissenschaft, zu Romantik, Surrealismus, Tiefenpsychologie und Hypnose &#8230; <a href="http://veranda.michaelperkampus.net/20100906/die-themen-mitgegeben-2/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Begonnen mit der Niederschrift des <a href="http://veranda.michaelperkampus.net/kategorie/prunus-spinosa/">Claudius</a>. (Tinkerbell 1-3) &#8211; Simon Tinkerbell findet 77 Notizb&#252;cher, aus denen er die Geschichte des Alchemisten rekonstruiert.</p>
<p>Es gibt wesentliche Anhaltspunkte daf&#252;r, warum ich ausgerechnet zur Nachtseite der Naturwissenschaft, zu Romantik, Surrealismus, Tiefenpsychologie und Hypnose tendierte, die allesamt nicht zugeeignet, sondern bereits vorderhand noch nicht dechiffriertes Ideen- und Zeichengut im Kelch der Blume waren.</p>
<p>Ich also wurde bereits in der <a title="Vogelbeeren und Novalis' Grossonkel" href="http://veranda.michaelperkampus.net/20090406/vogelbeeren-und-novalis-grossonkel/" target="_blank">romantischen Urlandschaft</a> geboren, und keine andere Umgebung w&#228;re mir f&#252;r meine Niederkunft Wert gewesen, in ihr zu sein, zu krabbeln, zu kriechen, und sp&#228;ter zu gehen, bis hin zur reichen Wanderschaft, die ich mit meinem Gro&#223;vater teilte. Die Tiefe des Waldes lebt in mir fort, wie sie sich eben nur dort finden l&#228;sst, mit ihren verborgenen Feenauen, Zaubersteinen und ihrer allbeseelten Gegenwart. Mit dem ber&#252;hmtesten Literaten meines Landkreises, mit Jean Paul, mag ich es ausdr&#252;cken:</p>
<blockquote><p>Ach welche Lichter und Schatten, H&#246;hen und Tiefen, Farben und Wolken werden drau&#223;en k&#228;mpfen und spielen und den Himmel mit der Erde verkn&#252;pfen – sobald ich hinaustrete (noch ein Augenblick steht zwischen mir und dem Elysium), so stehen alle Berge von der zerschmolzenen Goldstufe, der Sonne, &#252;berflossen da &#8211; Goldadern schwimmen auf den schwarzen Nacht-Schlacken, unter denen St&#228;dte und T&#228;ler &#252;bergossen liegen – Gebirge schauen mit ihren Gipfeln gen Himmel, legen ihre festen Meilen-Arme um die bl&#252;hende Erde, und Str&#246;me tropfen von ihnen, seitdem sie sich aufgerichtet aus dem uferlosen Meer.</p></blockquote>
<p>Oft bin ich gestanden vor seinem <a title="Jean-Paul Geburtshaus" href="http://www.fichtelgebirge-oberfranken.de/wunsiedel/jean-paul-geburtshaus_3.jpg" target="_blank">Haus in Wunsiedel</a>, wenn mich die Beine wieder weiter trugen, denkend: Dort lebte ein Dichter wie du, und er konnte all das Gleiche betrachten, wenn auch er sp&#228;ter ganz wo anders lebte – wie ich nun eben auch. Und ob die Vielfalt der Sprache sich im <a title="Am Ewigen Rauschen" href="http://veranda.michaelperkampus.net/20090223/am-ewigen-rauschen/" target="_blank">Fichtelgebirge bereits in seine Dichter legt</a>, ob es die Erde selbst ist, die Wassergewalt – das Element Seele, oder ob dort alles, was wir schauen, bereits die Poesie selbst ist, mit der Natur identisch, und wir darob nichts mehr ben&#246;tigen als auf das Str&#246;men der Poesie in uns selbst zu lauschen – f&#252;r mich die <a title="Eger I" href="http://cestovani.kr-karlovarsky.cz/de/pronavstevniky/Priroda/Vodstvo/PublishingImages/reky/ohre2.jpg" target="_blank">Poesie ist Eger</a>, f&#252;r mich der Klang der <a title="Eger II" href="http://static.panoramio.com/photos/original/17696315.jpg" target="_blank">Sprache ist Eger</a>, und das Duften von Harz und das Bl&#246;ken der Schafe, das Schw&#228;rmen der Bienen, das Pochen des meinen Herzens. Erst von hier fort schleicht sich ein weiterer Bestandteil ein, der aus dem Heim die ganze Welt macht. Das Sehnen nach dem Urschoo&#223;.</p>
<p>Aber es waren Ludwig Tieck und Wackenroder, die auf ihren Wanderungen dieses Franken mit seinen mittelalterlichen St&#228;dten, W&#228;ldern, Burgruinen, Residenzen und Bergwerken erstmals zum gelobten Land der deutschen Romantik verkl&#228;rten. Dort in einer Mondnacht, so erkl&#228;rt Tieck, ging ihm das Wunder der <a title="Mondbegl&#228;nzte Zaubernacht" href="http://www.gedichte-lyrik-poesie.de/Tieck_Mondbeglaenzte_Zaubernacht/index.html" target="_blank"><em>mondbegl&#228;nzten Zaubernacht </em></a>auf, als schwebende T&#246;ne eines Waldhorns her&#252;berklangen. Hier kam ihm die Idee zum Tannh&#228;user, dem Venusberg und wie sehr die Umgebung <a title="Das gemachte Bett" href="http://veranda.michaelperkampus.net/20090410/das-gemachte-bett/" target="_blank">den Eros entfacht</a>, daf&#252;r sind meine Schriften ein pr&#228;gnantes Beispiel.</p>
<p>Hier trieb ichs mit dem Moos, hier trieb ichs mit den Nymphen, und hier im Wald war ich selbst nur Gew&#228;chs, mit der Heftigkeit der J&#252;nglinge ergie&#223;end.</p>
<p>Was kann pr&#228;gender sein als der fr&#252;he Mythos, hier aufzuwachsen, aber auch mit den weiterf&#252;hrenden Themen, mit Liebe und Tod. Da bekam ich schnell alle relevanten Themen mit mir. Nichts Aufkl&#228;rerisches konnte meine Atmosph&#228;re vergiften, und jeder Versuch eines indiskreten Lichtstrahls wurde von der Nacht verschluckt. Das Leben war Zauberei, die M&#228;dchen schwebten &#252;ber dem Erdboden, und in die N&#228;he der <a title="Schloss Unteraufseess" href="http://www.burgenstrasse.de/upmedia/Aufsess_Schloss_UnteraufsessKlein.jpg" target="_blank">Schl&#246;sser</a> wollte man sich nachts kaum mehr wagen, denn dort ging es in die Erde hinunter, aber niemand f&#252;hlte sich noch dazu bereit; es waren ja kaum die R&#228;tsel des Tages zu l&#246;sen.</p><p class="postmetadata">Im Rückspiegel:&nbsp;<a title="Sekundenstudium (13. 09. 2009)" rel="bookmark" href="http://veranda.michaelperkampus.net/20090913/sekundenstudium/">Sekundenstudium</a> (13. 09. 2009)<!-- wprvm cached --></p>]]></content:encoded>
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		<title>Das Unendlichkeitsprinzip</title>
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		<pubDate>Fri, 19 Feb 2010 12:16:38 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Michael Perkampus</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Mallarmé hat das Lesen immer wieder in ganz pr&#228;gnanter Weise zum Thema gemacht. Er hat f&#252;r die Poesie demonstrativ ein Geheimnis reklamiert und ihre Rezeption einer Extensivierung und Beschleunigung der Lekt&#252;re gegen&#252;bergestellt. Mallarmé k&#228;mpfte als Dichter auf verlorenem Posten um &#8230; <a href="http://veranda.michaelperkampus.net/20100219/das-unendlichkeitsprinzip/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Mallarmé hat das Lesen immer wieder in ganz pr&#228;gnanter Weise zum Thema gemacht. Er hat f&#252;r die Poesie demonstrativ ein Geheimnis reklamiert und ihre Rezeption einer Extensivierung und Beschleunigung der Lekt&#252;re gegen&#252;bergestellt. Mallarmé k&#228;mpfte als Dichter auf verlorenem Posten um Resonanz bei einem b&#252;rgerlichen Publikum, das er bereits zu einem gro&#223;en Teil an die Massenpresse und die wohlfeile Feuilletonliteratur verloren hatte. Er wies darauf hin, da&#223; die Zweckorientiertheit eine ganz spezifische Lesehaltung ein&#252;be: die Sprache wird nur mehr als Instrument wahrgenommen und die Texte auf ihren Informationsgehalt reduziert. Dadurch w&#252;rden Lesetechniken und Lesehaltungen verdr&#228;ngt, die poetische Texte eigentlich fordern: ein Lesen, das den Zeitaufwand der Lekt&#252;re und ihren Nutzwert nicht gegeneinander aufrechnet, das das Geschriebene nicht auf einen konkreten Sinn hin festzunageln sucht und das einen gewissen Respekt der Sprache und dem eigenwilligen oder abseitigen sprachlichen Ausdruck gegen&#252;ber voraussetzt. Wer die Poesie liebt, k&#246;nnte man folgern, hat Zeit.</p>
<p>Von hier aus gel&#228;ngen wir schnell zu Borges, der einmal sagte, da&#223; man sich ein Buch wie die <em>Ilias</em><em> </em>oder die <em>Kom&#246;die</em> hernehmen k&#246;nnte und allein ein Leben mit der Lekt&#252;re dieses Buches zubringen k&#246;nnte, weil darin alles enthalten sei. Das gilt nat&#252;rlich insbesondere f&#252;r die Lyrik Mallarmés.</p>
<p>In diesem kurzen Vorspiel zeigt sich die Romantik von ihrer st&#228;rksten Seite. Mallarmés hermetischer Symbolismus als auch Borges‘ „Unendlichkeitsprinzip“ tragen die aufgegangene Saat ins 20te Jahrhundert hinein, ausgehend davon n&#228;mlich, da&#223; bereits Schlegel und Novalis einen Entwurf des Lesers einer romantischen, d.h. „unverst&#228;ndlichen“ Literatur durchaus auf Langsamkeit und Wiederholung anlegten. Freilich reagierte man hier mit einer Abgrenzung gegen&#252;ber der un&#252;berschaubar gewordenen Buchproduktion mit der Forderung einer statarischen anstelle einer cursorischen Lekt&#252;re, in dem man diese zur Voraussetzung der erfolgreichen Entzifferung ihrer Texte erkl&#228;rte. Bis zum heutigen Tage ist die im 18ten Jahrhundert beginnende Massenschwemme nicht zum Stillstand gekommen. Daher ist es keineswegs verwunderlich, da&#223; diese Abgrenzung heute von einem zwar noch kleineren Kreis, daf&#252;r aber vehementer denn je – nicht wieder, sondern immernoch – ihr Recht einfordert.</p>
<p>Aber diese „Abgrenzung“, also der romantische Versuch, die Rationalisierungssch&#252;be des ausgehenden 18ten Jahrhunderts – die Mechanik naturwissenschaftlicher Weltbilder sowie den analytischen Rationalismus der Philosophie – mit ganzheitlichen Vorstellungen zu &#252;berwinden, k&#246;nnen vor diesem Hintergrund als Kompensationen verstanden werden. Trotz des bis heute nicht verklungenen Beharrens auf einem substantiellen Zusammenhang von Ich und Welt, Mikro- und Makrokosmos, Natur und Geschichte, darf man jedoch nicht vergessen, da&#223; sich diese &#228;sthetische Einheitsvision allenfalls mit der Kunst als Medium verwirklichen l&#228;&#223;t. Man mu&#223; kaum erw&#228;hnen, da&#223;, wenn diese „Einheit“ einer &#228;sthetischen Differenz untersteht, dadurch bereits ein neuer Bruch auf den Fu&#223; folgt – n&#228;mlich zwischen literarischer Differenz und erstrebter, aber immer nur momentan zu erreichender Identit&#228;t.</p>
<p>&#220;ber 200 Jahre tobt bereits der Zweck gegen das Ganze. Der Grund, warum der Zweck so stark ist, liegt an seiner Massenorientierung und seiner v&#246;llig ausgereizten Effizienz. Dabei spielt es gar keine Rolle, ob dabei alles in die Katastrophe steuert, weil die L&#252;gen- und Manipulationsmaschinerie der Materialisten reibungslos funktioniert, die uns zu Land, Wasser und in der Luft – und mittlerweile auch im &#196;ther „unterhaltsame Durchhalteparolen“ rund um die Uhr liefern.</p><p class="postmetadata">Im Rückspiegel:&nbsp;<a title="Antiochia (24. 02. 2009)" rel="bookmark" href="http://veranda.michaelperkampus.net/20090224/antiochia/">Antiochia</a> (24. 02. 2009)<!-- wprvm cached --></p>]]></content:encoded>
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		<title>Vogelbeeren und Novalis&#8217; Gro&#223;onkel</title>
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		<pubDate>Mon, 06 Apr 2009 15:08:00 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Michael Perkampus</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Die Spuren der Romantiker zogen sich, wenn man aufmerksam war, wie ein roter Faden konstant durch mein Leben. Am offensichtlichsten war meine eigene Geburt im Fichtelgebirge, das Land das Ludwig Tieck w&#228;hrend einer Wanderung so besang: Mondbegl&#228;nzte Zaubernacht, die den &#8230; <a href="http://veranda.michaelperkampus.net/20090406/vogelbeeren-und-novalis-grossonkel/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a title="Am Ewigen Rauschen" href="http://veranda.michaelperkampus.net/20090223/am-ewigen-rauschen/" target="_blank">Die Spuren der Romantiker</a> zogen sich, wenn man aufmerksam war, wie ein roter Faden konstant durch mein Leben. Am offensichtlichsten war meine eigene Geburt im Fichtelgebirge, das Land das Ludwig Tieck w&#228;hrend einer Wanderung so besang:</p>
<dl>
<dd><small></small></dd>
<blockquote><dd><small>Mondbegl&#228;nzte Zaubernacht,</small></dd>
<dd><small>die den Sinn gefangen h&#228;lt,</small></dd>
<dd><small>wunderbare M&#228;rchenwelt</small></dd>
<dd><small>steig’ auf in der alten Pracht.</small></dd>
</blockquote>
</dl>
<p>Die Geschichte, die jedoch zu weben ist, und die ich bereits f&#252;r das Buch nach der <span style="font-style: italic;">Mitte der Unendlichkeit</span> skizziere, ist jene des Cornelius Schlehenfeuer. Angesiedelt sein wird sie zu jener Zeit, da der Gro&#223;onkel Friedrich von Hardenbergs (der sich Novalis nannte) den Hauptfl&#252;gel des Schlosses Kaiserhammer abrei&#223;en lie&#223;. Im &#252;briggebliebenen &#8220;K&#252;chenfl&#252;gel&#8221; lebten noch meine Urgro&#223;eltern, und dort spielte ich bereits mit heute unbezahlbarem Holzspielzeug. Zum ersten mal thematisiert habe ich das Schloss in <span style="font-style: italic;">Seelen am Ufer des Acheron</span>, im Kapitel des G&#228;nseh&#252;ters.</p>
<div style="text-align: center;"><a href="http://4.bp.blogspot.com/_xUo5mh7pnlI/SdohGFTLbKI/AAAAAAAAAek/vR8wL0UZhmk/s1600-h/schloss+kaiserhammer.jpg" onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}"><img id="BLOGGER_PHOTO_ID_5321602298077211810" style="margin: 0px auto 10px; display: block; text-align: center; cursor: pointer; width: 400px; height: 255px;" src="http://4.bp.blogspot.com/_xUo5mh7pnlI/SdohGFTLbKI/AAAAAAAAAek/vR8wL0UZhmk/s400/schloss+kaiserhammer.jpg" border="0" alt="" /></a><span style="color: #660000; font-size: 85%;">*Schloss Kaiserhammer, der K&#252;chentrakt, rechts ab hinter der Br&#252;cke der Schulweg, wo ich aufwuchs.</span></p>
<div style="text-align: left;">Dieser Landstrich, in Oberfranken gelegen, eignet sich wie kein zweiter f&#252;r eine Romantisierung, nicht nur allein wegen der fr&#228;nkischen W&#228;lder. Morphologisch gliedert sich das Fichtelgebirge in einen aus mehreren Gebirgsz&#252;gen zusammengesetzten, hufeisenf&#246;rmig gelagerten Gebirgsstock. Neben dem Schwarzwald ist das Fichtelgebirge wohl die romantische Urlandschaft schlechthin. Daf&#252;r sprechen (abgesehen vom Wald und der Form des Hufeisens) die Bedeutung der Eberesche, die unter anderem auch als Vogelbeere bekannt ist und die hier zu einem Kr&#228;uterschnaps vergoren wird, sowie der Ursprung der vier Quellen Eger, Saale, Main, Naab, die in alle vier Himmelsrichtungen hinausfliessen und das Fichtelgebirge zum Nabel der europ&#228;ischen Hauptwasserscheide machen. Diese verl&#228;uft von S&#252;dwesten nach Nordosten, von Spanien kommend bis hin zu den weiten Ebenen Osteuropas. Der eine Erdteil sendet dabei seine Fl&#252;sse ins Mittelmeer mit Schwarzem Meer, die andere H&#228;lfte in den Atlantischen Ozean mit Nord- und Ostsee.</p>
<p>Mit der Eberesche hat es noch eine weitere Bewandnis, da sie meinem Sternbild entspricht. Und unter diesem &#8220;Vogelbeerbaum&#8221; beginnt der <span style="font-style: italic;">Cornelius Schlehenfeuer</span> mit einem Pistolenduell.</p>
</div>
</div>]]></content:encoded>
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