Bayern und das Erbe der NSDAP

Spätestens in den letzten Tagen dürfte klar geworden sein, dass man sich – insofern man in Bayern lebt – ernsthaft überlegen muss, das Land zu verlassen. Zu viele Tendenzen deuten darauf hin, dass dieses Bundesland die Absicht hat, sich mehr und mehr zu einem gefährlichen Polizeistaat zu entwickeln. Das ganze geht natürlich schleichend, aber die Politik in München lässt kaum einen Zweifel an ihrer menschenverachtenden Politik, wohin auch das neues Psychiatrie-Gesetz tendiert, das – man kommt nicht drumrum, das zu sagen – an die Euthanasiegesetze der NSDAP erinnert. Man könnte jetzt einwenden, dass es sich hier (noch) nicht um einen „angenehmen Tod“ handelt, den die bayerische Landesregierung anstrebt, sondern um Verfolgung, Diskriminierung und Entrechtung jener Menschen, die eigentlich der Hilfe bedürfen. Von da an ist jedoch nicht mehr weit zu denken, man braucht da gar keine großen Vergleiche ins Feld führen. Wahrscheinlich sind ihnen die an Depression erkrankten Menschen in diesem Land ein Dorn im Auge, schließlich hat Bayern im ganzen Bundesgebiet die meisten davon. Was aber tun gegen die verfassungsfeindlichen Tendenzen der Bayern? Die Vergangenheit hat gezeigt, dass man nicht viel tun kann, ausser, wenn es irgendwie möglich ist, zu gehen. Vielelicht ist es aber auch das, was der Kumpan Söder und seine Hampelmänner im Hinterkopf haben: entweder sie gehen oder wir lassen uns etwas einfallen. Gegend dieses widerliche Gesocks der CSU ist hierzulande ohnehin nicht anzukommen.

Michael Perkampus
Irgendwann einmal im Fichtelgebirge geboren (Zeiten sind nicht wiederholbar und müssen unbenannt bleiben, ich kann nicht wiedergeboren werden). Schreibkünstler, Tonkünstler, Transkribierer. Lebt im Allgäu (Keselground oder: Die alte Spinnerei). Buchveröffentlichungen: ja, aber unlesbar für die meisten.