GrammaTau #61

Weil nun einmal jedes Auge auf dem anderen sitzt,
merkt man sich deinen Namen zur genüge. Andersherum
wäre es zugegebenermaßen peinlich. Aber deine
Strümpfe sind ein Unikat aus Gedankenverlorenheit
und Avocadoduft, das Atmen ist also noch
inbegriffen, aber was geatmet wird, davon
handeln Legenden, die, wie wir hörten, den
Horizont verstopfen.

Um die Ecke gebogen ist das Glas, das Nowhere
einer degenerierten Generation. Halt gibt ein
Schlips um den Hals, der Kopf eine Dimension des
Garnichts. Sollten wir Brüder sein, verzeihen wir
nicht das gemeinsame Blut, dass dem Individuum
widerspricht, dem glatten Sein, eine Burg im Himmel,
mit Toren aus Plüsch und geborgten Ansichten.

Die Torten aus dem Stall reiten stuckwärts
den Bächen entlang, so dass der Durst abgeschreckt
wird durch faustdicke Chemikalien, die im Nebel
schwimmen, sich Tropfen leisten
                          (und diese unter den Teppich kehren)

Quellmaterial findet sich weiter oben, zum Bau
einer weiteren Säule gedacht, die hier die Erde
durchpflügen, sie sozusagen aufnähen und spreizen.
                          Die Eine stolpert gerade über hartnäckige
                          Blumen, spricht aus, was niemand denkt :
                          „Was ist das für eine Maschine?“

Die Erinnerung verblasst langsam, die
Geschehnisse aber bleiben bestehen, vielleicht
sogar die exakten Temperaturen, die in der Mitte
der Schatten gemessen werden. Worte versteifen.
Wie kommt es, daß Texte fließen? Über die Jahre
verwandelt sich das Inventar in einen großen Klumpen,
Materie, die sich kaum ablecken lässt.