Der Weisheit letzter Schluss

Aufgebrüht und unterfahren vom Antibiotika, das ich wegen der entflammten Weisheitszähne nehmen muss, die sich nächste Woche wohl in den Mülleimer verabschieden werden, kommen mir die wüstesten Ideen, wie den mit der SANDSTEINBURG zu verfahren sei. Abgesehen davon, dass ich für eine Weile wohl keine Mikrokapitel mehr einsprechen kann, setze ich den ganzen Koloss in eine Form, die ich dann in probatio drucken lasse. Die Jahre haben gezeigt, dass ich über die verschiedenen Variationen keinen Überblick mehr habe, wenn ich dauernd nur mit Typoskripten (echten Typoskripten) hantiere. Es muss zu einer abschließenden Form kommen. Liest man diese absoluten Kapitel, kommt das nicht ganz dem gleich, als würde man sie hören. Indem man die Files etwa in den foobar packt und sie randomisiert, wird deutlich, was mir all die Jahre vorschwebte. Ein nahezu unendliches Buch, das mich seit Mallarmé und seinen Versuchen beschäftigt. Ein weiterer Aspekt ist das Möbiusband. Im Grunde wollte ich die Mikrokapitel so klein wie möglich halten, was bei den etwas ausladenden Erzählpassagen, in denen kein Perspektivwechsel stattfindet, nicht möglich ist (die Ursprungsidee war die Vorgabe, jedes Prosastück auf einer Maschinenseite zu platzieren). Deshalb funktionieren die Files – die beliebig lang sein können, aber immer nur 1 File bleiben – zu Anschauungszwecken besser. Und auch im Effekt.