H.P. Lovecraft: Die Sporen von Yuggoth (13 – 24)

Anmerkung des Übersetzers: Fungi from Yuggoth besteht aus 36 Sonetten, die Lovecraft zwischen dem 27. Dezember 1929 und dem 4. Januar 1930 verfasste. Ausgewählte Sonette wurden im Weird Tales Magazine veröffentlicht. Erstmals komplett erschien der Zyklus in Lovecrafts Sammlung “Beyond the Wall of Sleep”, die von August Derleth 1943 herausgegeben wurde, sowie 2001 in “The Ancient Track: The Complete Poetical Works of H. P. Lovecraft”. Die erste Publikation, die den Zyklus in der richtigen Reihenfolge brachte,  war “Fungi From Yuggoth & Other Poems”. Herausgegeben von Random House 1971.

Lovecraft wählte für seinen Zyklus eine Mischform aus Sonetten-Stilen. Bei genauerem Hinsehen ist es schwierig, wirklich von Sonetten zu sprechen. Als Übersetzer habe ich mich dafür entschieden, auf die Endreime zu verzichten, um die von Lovecraft intendierte Erzählform beibehalten zu können. Wie immer bei Gedichten kann es sich nur um eine Nachdichtung handeln.

 

H.P. Lovecraft: Die Sporen von Yuggoth (1 – 12)

Anmerkung des Übersetzers: Fungi from Yuggoth besteht aus 36 Sonetten, die Lovecraft zwischen dem 27. Dezember 1929 und dem 4. Januar 1930 verfasste. Ausgewählte Sonette wurden im Weird Tales Magazine veröffentlicht. Erstmals komplett erschien der Zyklus in Lovecrafts Sammlung “Beyond the Wall of Sleep”, die von August Derleth 1943 herausgegeben wurde, sowie 2001 in “The Ancient Track: The Complete Poetical Works of H. P. Lovecraft”. Die erste Publikation, die den Zyklus in der richtigen Reihenfolge brachte,  war “Fungi From Yuggoth & Other Poems”. Herausgegeben von Random House 1971.

Lovecraft wählte für seinen Zyklus eine Mischform aus Sonetten-Stilen. Bei genauerem Hinsehen ist es schwierig, wirklich von Sonetten zu sprechen. Als Übersetzer habe ich mich dafür entschieden, auf die Endreime zu verzichten, um die von Lovecraft intendierte Erzählform beibehalten zu können. Wie immer bei Gedichten kann es sich nur um eine Nachdichtung handeln.

Die hier eingesprochenen Texte können beim Verlag Whitetrain auf der Nighttrain-Seite gelesen werden.

Leonora Carrington: Weiße Kaninchen

Diese kurze Geschichte der surrealistischen Meisterin Leonora Carrington zeigt eine Erzählerin, die in ihrem Ton völlig nüchtern merkwürdige Ereignisse schildert und wie dadurch der Kontrast für das Unheimliche verantwortlich ist. Es beginnt mit dem Namen der Straße, in der die Erzählerin jetzt lebt – Pest Street. Das schreit bereits nach Ungesundheit, und selbst mit den Häusern stimmt etwas nicht. Sie wirken so, als wären sie aus dem großen Brand Londons hervorgegangen. “So hatte ich mir New York nicht vorgestellt”, sagt die Autorin lakonisch, als hätte sie ausdrücklich eine ganz andere Vision bestellt, nur damit es dann zu einer Enttäuschung kommt.

Dennoch ist an der Pest Street tatsächlich etwas faul: Alles wirkt wie durch einen Nebel verzerrt; dennoch kann die Erzählerin das gegenüberliegende haus gut erkennen. Diese  widersprüchlichen Polaritäten tauchen im Laufe der Geschichte immer wieder auf, unbemerkt, als völlig normal akzeptiert. Die Erzählerin scheint nicht zu bemerken, dass etwas nicht stimmt, und so sind wir als Leser gezwungen, entweder den Gleichmut des Vortrags zu akzeptieren oder so lange um ein Verständnis zu ringen, bis sich die Geschichte vor uns auflöst. Das nämlich ist der Schlüssel. Wir werden nicht aufgefordert, ihre Merkwürdigkeiten zu hinterfragen, sondern wir werden gebeten, sie einfach als das zu akzeptieren, was sie ist. Die Freude liegt darin, zu sehen, was als nächstes passiert.