Kaiserhammer / Schwarzenhammer

Ein Ort denkt selten daran, Werk zu sein; und wenn er es dann doch wird, kann er sich dem Abstrakten nicht mehr entziehen; das zu sein, was er nie war. Hier erzählt es sich leicht vom Heksenkraut. Dieser Text ist vielleicht der beste Ausgangspunkt. Die Koordinaten sind: : 50° 8′ 0″ N, 12° 4′ 39″ O

Das Fichtelgebirge in seiner typischen Hufeisenform.

Und obwohl Schwarzenhammer und Kaiserhammer Geschwister sind, sind das nur Aneinanderreihungen des größeren Raha, das zu keiner Zeit die Größe Babylons oder Roms erreichte, aber dennoch das Sechsämterland umschloss.

Ich neige dazu, Lovecrafts Aussage ›I am Providence‹ zu entlehnen, wage aber nicht, diesen Satz anzupassen und dann zu übersetzen. Der Klang wäre entsetzlich, der Rhythmus überhaupt unrund. So lasse ich es bei der Andeutung.

Es sind die Hämmer, die uns Geschichten weben. 1499 wurde Schwarzenhammer als ›Mitlern Hammer‹ verzeichnet, 1787 gehörte der Ort zum Richteramt Selb, bestand aber nur aus einem Wohnhaus mit Erkerstube, Nebengebäuden, Feldern, Wiesen und Weihern. Erst als Christoph Schumann und August Schreider 1905 eine Porzellanfabrik errichteten, wuchs die Siedlung zu jenem Ort heran, der hier Namensgeber ist.

Der Einfluss von Kaiserhammer ist größer. Hier wurde 1787 ein Jagdschloss mit drei Flügeln und verschiedenen Nebengebäuden errichtet, nachdem bereits seit 1706 ein Jagdhaus und ein Tiergarten bekannt waren. Durch den Tannenforst führte eine gehauene Allee zu einem (1761 von Carl Gondard begonnenen) achteckigen Rundel, von dessen acht Fenstern im oberen Salon man durch acht Alleen, die durch den ganzen Wald gehauen waren, hindurchsehen konnte.

Es muss wohl kaum hinzugefügt werden, dass diese acht Alleen die ganze Welt umfassten.