Die Veranda

Das phantastische Leben in der alten Spinnerei

Kategorie: Verhexte Texte

Lyrische Prosa, prosaische Lyrik, gar keine Lyrik, gar keine Prosa oder Prosa.

Seit wann schaukeln meine Schafe?

Artikel #4 von 4 der Artikelserie “Sandsteinburg”   Hat jemand zwischen den Raunächten Wäsche gewaschen und damit ein Los gezogen? Nimm, Herr Wode, das Dorf nicht achtlos links, kehre ein mit deinem Totenheer, der hartgerippte Steinboden sei dein Totenacker, sei dein Kältebad auf deiner wilden Jagd, entfesselter Wind, als der Nachtwind starrend um die Häuser […]

Dort beim Hexenkraut

Artikel #3 von 4 der Artikelserie “Sandsteinburg”   … unter meinem Bild, unter deinem Bild – denn ich habe dir das Bild erzählt – liegt die Farbe, herausgelaufen aus dem Rahmen, der nicht mehr faßt, was in ihm hin und her schwappte, vor der Zeit den Pinsel tränkte, der dann nur noch aufgenommen werden – […]

Vir desideriorum

Ich kannte Adam. Schließlich hatte er mich in die Brennnesseln geworfen (oder ich war gefallen, das sage ich mir wieder und wieder). Mit Bestimmtheit kann ich jedoch sagen, dass er mich bei einem Wettrennen vom Rad stieß, weil ich drauf und dran war zu gewinnen. Ich lag auf dem Schotter, meine Beine bluteten, aufgeschlagen wie […]

Im Mundrot der morgendlichen Brise

Artikel #5 von 5 der Artikelserie “Flash Fiction” Auf dem aus der Wand gewölbten Spiegel stand die Rechtfertigung gegenüber meines Verdachts, den ich vielleicht erst etwas später hätte äußern sollen. „Ich habe nie …“ Dabei war dieser Gedanke nie ausgesprochen worden, meine hängende Mundpartie hätte sich gar nicht um die vorgesehenen Worte wölben können. Also […]

Spukhafte Fernwirkung

Artikel #24 von 24 der Artikelserie “Chimären” Von diesen Erlebnissen habe ich mir Skizzen gemacht. In einem Gewirr stecken Säfte fest, Disteln durchreißen nadelstichig die nahe Umgebung, Trampelpfad, Trampelerschütterung, Schritte offener Sohlen, behuft weiterziehen. Nirgend Ziel. Nirgend Beginn. Tal hinter Wildnis, Kot abdichtet der Häuser Fud. Konzert für Jazztrompete und Einhorn, ein Mündel wippt auf […]

Wintar

In mich gedreht, steige ich gewebige Treppen hinauf und hinab, gehe entlang poriger Wände. Haut. Dunkelheit. Schatten. Helle. Falten, Öffnungen, Spalten, Flüssigkeiten. Zarte Flächen. Raue Flächen. Glatte Flächen. Hartes und Weiches. Risse, Wunden und Narben. Eine verheilte Flechte. Mein Nabel. Mein Mund. Ungeduscht alles wahrnehmen: sich dranlegen, drauflegen, reinlegen. Die Hände: auch Augen. Die Füße: […]

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