Mumpenzimmer im NightTrain

Hin und wieder schleicht sich eine kleine Geschichte ins Bureau und will, daß man sie wahrnimmt, obwohl man anderweitig schrecklich viel zu tun hat. In diesen Fällen folge ich ihrer Bestimmung und schreibe sie auf. Das tat ich immer. Manchmal wird eine größere spätere Sache daraus, manchmal aber auch nicht. Alles bleibt, wie es ist. Das kurze, szenische Bild ist für mich die interessanteste Variante, eine Problemstellung zu betrachten. Manchmal taste ich sie mit einer überbordenden Sprache ab, manchmal mit einer an sich klaren, wobei ich darauf achte, den unnötigen Zinnober nicht einfließen zu lassen. Meine Position ist klar: Eine Geschichte kommt für mich nur dann infrage, wenn ich sie wie ein Gedicht behandeln kann.

Das Mumpenzimmer ist heute auf der Plattform des NightTrain erschienen.