Pflummerkun: Zetschgenkuchen a lá Pumuckl

Wer von Sinnen ist, sollte sich einen Ringlottenbaum suchen, der mit dem Pflaumen- oder Zwetschgenbaum identisch ist. Er sollte sich hinflachen und still sich erträumen, was ein Kuchen der Frucht ihm Wohliges antun könnte. Nach abgeflauter Wut sollte er aufsammeln, was während seiner Rast zu Boden bumberte (so muss er sich nicht recken und strecken).

Heimwärts gehts – und seine Verrücktheit ist ihm genommen. Vollumfänglich lächelnd – vom Steiß bis zum Scheitel – kann er dann den Korb (oder das gefüllte Hemd) an mich übergeben, denn wer dichtet, der kocht auch; und wer kocht, dem ist auch das Backen nicht fremd.>

Zetschgenkuchen a lá Pumuckl

Wie Pumuckl das Blech gestaltet hätte, weiß ich nicht, aber dass ein Kobold im Haus sehr hilfreich sein kann, dürfte längst kein Geheimnis mehr sein. Mein Hefeteig ist ein einfacher, mit 500 Mehl, 100 Zucker, 250 Milch, 70 Butter, 1 Ei und einem halben Klotz Hefe (oder einem Beutel Trockenhefe, der den Vorzug besitzt, dem Teig keine Ruhezeit zuzumuten – obwohl ich dafür plädiere, ihn dennoch eine Stunde schlafen zu lassen). Vom Niederwalzen halte ich nichts, man muss den Brocken schließlich in der Hand spüren. Ein mittelalterliches Aussehen muss gewahrt bleiben.

Albera erbittet sich in den nächsten Produktionsphasen eine Kartoffelsuppe anbei, dick und mit Speck vergurgelt. Ob’s der Muckl auch so mag?