Neu in der Sammlung (11)

Bildrechte der Cover von links nach rechts: Unionsverlag; Diogenes; Diogenes; Propyläen. Hinten: Anaconda.

Trotz meines Unmuts über ihren Werkstattbericht bleibe ich an Patricia Highsmith dran, weil die Geschichten im Schneckenforscher doch so außerordentlich waren. Der Podcast ist schon produziert, wird aber noch etwas auf sich warten lassen, die Schleife ist doch etwas länger. “Nixen auf dem Golfplatz” bietet also weitere 10 Geschichten, “Das Zittern des Fälschers” ist ein Roman, und es wird sich nach und nach auch der Rest einfinden, weil es in einer Bibliothek immer möglichst um Komplettierung geht. Pablo de Santis gehört einerseits zur Kriminalliteratur, andererseits zu meiner Lateinamerika-Abteilung. Da man in Argentinien die Kriminalliteratur seit Borges ohnehin anders betrachtet – und damit wieder einmal seine Überlegenheit demonstriert, ist das kaum einer Erwähnung wert, denn dieser Sachverhalt dürfte hinlänglich bekannt sein, auch wenn man – und das ist typisch für unseren Sprachraum, auf den einschlägigen Plattformen nichts davon mitbekommt und nur müde über den Listen brütet, die dort gepflegt werden. Was Poe betrifft, spricht rein alles für meine älteste Liebe, die entfacht wurde, als ich im Alter von acht Jahren den “Goldkäfer” las. Im Hintergrund ist eine Edition, die ich bisher noch nicht hatte und ich frage mich immer wieder, ob es denn wirklich notwendig ist, ein Sammelsurium schlechter Übersetzungen aneinanderzureihen, vor allem, weil man kaum etwas besseres finden wird als die zehnbändige Ausgabe, übersetzt von Arno Schmidt und Hans Wollschläger. Doch darum geht es im Grunde nicht, auch wenn Anaconda ein Schmarotzerverlag ist, der keinesfalls Unterstützung verdient. Was mich also – neben dem Fetischgedanken – dazu veranlasste, diese billigen Hardcover zu kaufen, waren die Übersetzungen von Wolf Durian, Gisela Etzel, Marie Ewers, Emmy Keller und Karl Lerbs. Die älteste Ausgabe, die ich habe, ist der dreibändige Heyne-Schuber von 1969 in rosa und schwarz, mit Zeichnungen von Alfred Kubin, im Grunde ein Nachdruck der bei Nymphenburg 1965 erschienenen Hardcover, übersetzt von Hedda Eulenberg (was aus den Büchern allerdings nicht hervorgeht). Bleibt noch, vom “Schwarzen Duft der Schwermut” zu sprechen, das erst meine vierte Poe-Biographie ist. Da liegt noch viel Arbeit voraus.

Denis Scheck: Schecks Kanon

Es ist nicht so einfach, eine Hundertschaft Werke auszuwählen, wenn man über Genre- und Zeitgrenzen seine Pfeife ausbeutelt. Scheck scheint diesbezüglich gar kein deutscher Literaturkritiker zu sein, denn er besitzt Geist, Witz – und ihm fehlt das ignorant Deppenhafte etwa jener Gestalten des Literarischen Quartetts. Scheck kommt aus der Komparatistik und sein Spruch: “Ich weiß, was ich tue!”, stimmt vollumfänglich. Er hat sich nie in der Gosse der Schubladen aufgehalten, genießt vielmehr, was wirklich zählt. Einer Meinung mit ihm muss man längst nicht immer sein, aber man sollte ihm zuhören, weil er die Literatur wirklich liebt, unbenommen von ihrer lebensrettenden Funktion spricht. So findet sich Lyrik, Jugendbuch, Fantasy, Kriminalliteratur und Comic neben bekannten Klassikern. Einen “wilden Kanon” legt der Kritiker vor und weiß um die “Frivolität” dieses Unterfangens. Interessant sind in dieser Hinsicht immer die Diskussionen darüber, was dem ein oder anderen Leser fehlt, auf welchen Grundstock man sich aber einigen kann. Liest man Schecks Argumente zu den einzelnen Werken (die zugegeben nicht immer schlüssig sind), weiß man aber sofort, in welche Richtung dieser Kanon führt. Wäre das vorliegende Buch nicht so erfrischend anders, wäre es weder lesenswert, noch nützlich, denn der Begriff des Kanons ist überholt, wenn auch Leselisten nicht unwichtig sind im Schmodder der Veröffentlichungspandemie.

Immer wieder verteilt Scheck auch Spitzen gegen den Literaturbetrieb (die eigentlich gar nicht massiv genug sein können). Am Deutlichsten wird das bei Tolkiens “Herr der Ringe”. Scheck verknüpft die Tatsache, dass Lesen immer Eskapismus ist, mit Tolkiens berühmtem Zitat, demnach nur Gefängniswärter etwas gegen Eskapismus einzuwenden haben. Und gerade in Deutschland gäbe es unter Kritikern noch sehr viele Gefängniswärter. Die unfassbare Ignoranz gegenüber einer Literaturform, die unbestreitbare Meisterwerke geschaffen hat, wie eben Tolkien, Steven Erickson mit seinem “Spiel der Götter” (den Mann kann man nur neben Homer und Shakespeare stellen), Martins “Lied von Eis und Feuer”, Scott Lynchs “Locke Lamora” usw., ist unverständlich und im Grunde ekelhaft. Natürlich steht Tolkien hier als Stellvertreter einer Gattung und für sein Werk.

Jeder Kanon sähe wohl ein wenig anders aus (meiner zumindest tut das), aber geht es bei Scheck denn auch um persönliche Vorlieben? Natürlich tut es das. Um persönliche Vorlieben und auch ein wenig um das Publikum. So listet er von Nabokov “Lolita” anstelle von “Ada”, von Thomas Pynchon “Gegen den Tag” anstelle von “Die Enden der Parabel”. Er entscheidet sich für Edgar Allan Poes Gedicht “Der Rabe” anstelle seiner viel wichtigeren und einflussreicheren Erzählungen. Er führt Goethes “Faust” im Gepäck, verzichtet aber auf Dante. Von Kafka schaffen es gerade mal die Tagebücher ins Buch.

Bei Darwins “Entstehung der Arten” bin ich etwas unschlüssig, schlussendlich passt es aber zum Konzept, denn auch ein Sachbuch sollte freilich nicht fehlen; warum also nicht dieses, das bis heute viele Diskussionen am Leben hält?

Sherlock Holmes fehlt, aber Agatha Christie und ihr Detektiv Poirot sind mit “Tod auf dem Nil” präsent. Es gibt die etwas weniger überraschenden Werke wie Mark Twains “Huckleberry Finn”, “Robert Louis Stevensns “Die Schatzinsel” und James Joyces “Ulysses” neben großen Überraschungen wie Astrid Lindgrens “Herr Karlsson vom Dach”, Khalil Gibrans “Sämtliche Werke” und auch Clarice Lispectors “Der große Augenblick”.

Gleich zu Beginn treffen wir auf Astrid Lindgren. Ich selbst stellte mir hier die Frage, ob Karlsson wirklich wichtiger ist als etwa “Krabat” von Otfried Preußler. Tatsächlich ist der anarchische Karlsson wohl zeitloser als ein Geschehen im dreißigjährigen Krieg, und so ist mein persönlicher Vergleich auch wieder dahin. Es zeigt nur das grundsätzliche Problem, das man bei 100 Stellplätzen eben hat. Natürlich kann man von Scheck nicht erwarten, 1000 Bücher vorzustellen, aber 250 wären möglicherweise zielführend gewesen. Denn es ist eben nicht die Frage, was alles fehlt – sämtliche von ihm gewählten Bücher sind rechtens in diesem Kanon, aus Platzgründen fehlt dann eben Elementares. Dabei ist diese Liste – bei allen Überraschungen  – noch nicht einmal ein Alternativ-Kanon. Alternativ wäre es gewesen, Hölderlin wegzulassen und stattdessen John Ashbery anzuführen, Marquez wegzulassen und stattdessen Roberto Bolaño aufzunehmen. Und Bruno Schulz usw. Hier ist also nichts alternativ, nur ein wenig eigenwillig. Aber das genügt schon, um den ewig wiederkehrenden Käse zu überdecken.

Hin und wieder zitiert Scheck den großen amerikanischen Kritiker Harold Bloom, und auch das ist Konsequent, denn in Deutschland steht kein Kritiker über Scheck, er kann seinesgleichen nur in einem anderen Sprachraum finden. Nun ist aber Bloom keiner seinesgleichen, das kann man nicht verschweigen. Stockkonservativ und verliebt in Shakespeare ist es manchmal schwer, dem Mann zuzuhören. Dass Bloom Ursula LeGuin über Tolkien stellt, ist eine etwas unglückliche Stelle, denn sie war ja hauptsächlich für ihre Pionierarbeiten in Sachen Science Fiction berühmt; ihre Fantasy – hauptsächlich natürlich “Erdsee” – ist Tolkien nämlich nicht gewachsen. Und was soll die Anspielung auf den Stil, wenn man Jules Verne einen Platz im Kanon zuweist? Natürlich geht es hier in erster Linie darum, zu erläutern, welch herausragende Autorin LeGuin war, und dass sie sich einreiht unter jene, die den Nobelpreis nicht bekommen haben (was ja bekanntlich die größere Ehre ist).

Wie immer könnte man endlos debattieren und zu jedem Posten seinen eigenen Senf anführen, aber darum kann es nicht gehen. Ich glaube jeder, der gerne liest, wird hier einen guten Fundus finden und überraschende Entdeckungen machen. Und ein Kritiker, der Arno Schmidt und Donald Duck im Repertoire hat, dem können Sie tatsächlich vertrauen.

Jean Paul-Sammlung

Er ist ja neben den Grimms, Luther, Arno Schmidt und Erika Fuchs nicht nur dafür verantwortlich, dass wir einen fulminanten Wortschatz haben, sondern darüberhinaus auch noch mein Landsmann. Ich stand als Kind nicht selten vor den Toren seines Geburtshauses in Wunsiedel, und dachte mir, dass ich ebenfalls versuchen wolle, Notizbuch um Notizbuch zu füllen. Er ging nicht so weit fort wie ich und blieb in seinem Kulturkreis, während ich im Allgäu landete. Da er einer meiner Meister ist, beforsche ich neben seinem Werk auch die unterschiedlichen Biografien, allein schon, weil die Zeit, in der sich sein Leben entfaltete, meine Wahl-Zeit ist. Darüber lässt sich ein andermal mehr räsonieren. Wenn man sammelt, ist man nie auch nur annähernd komplett (ich könnte jetzt noch auf die Pappbände von J.G. Cotta gehen), aber inhaltlich ausgewogen. So wie Arno Schmidts Schreibmaschine hätte ich natürlich noch gern sein Tintenfass. Aber es reicht vielleicht, wenn ich eines Tages dieses Rezept nachbaue, um es in einen Flakon zu tun.

Von den unterschiedlichen Biographien sei vermeldet, dass sie tatsächlich sehr unterschiedlich sind. Mein Lieblingsstück ist noch immer das Buch von Günther de Bruyn, während mir Beatrix Langner die schlechteste Figur zu machen scheint. Das hat gar nichts mit den Fakten zu tun, denn da ist Langner wahrlich sensationell ausgerüstet, sondern mit dem Stil. Das ist zB. etwas, das ich an Safranski (Schopenhauer, Hoffmann, Romantik, Schiller, Hölderlin …) sehr schätze, der eine meiner Lieblingsepochen derart plastisch heraufbeschwören kann, dass man ein idealistisches Lesevergnügen verspürt. De Bruyn ist da ganz nah dran, dicht gefolgt von Helmut Pfotenhauer.

Interessanterweise erfährt man in keiner der mir vorliegenden Biographien etwas von der Bedeutung, die Jean Pauls Werk auf Robert Schumann ausübte, eine Tatsache, die in musikwissenschaftlichen Kreisen längst als selbstverständlich anerkannt wird. Schumann selbst spielte auf diesen Einfluss mehrfach an: Er verglich Jean Paul mit Schubert und Beethoven, zwei seiner musikalischen Helden, und bestand darauf, dass er von seinem Lieblingsautor mehr über den Kontrapunkt gelernt habe als von seinem Kompositionslehrer Heinrich Dorn. Es ist überraschend, dass dem Verhältnis zwischen Jean Paul und Schumann so wenig Aufmerksamkeit geschenkt wurde, vor allem wenn man das jüngste Interesse der Wissenschaftler an den Querströmungen zwischen Musik und Literatur des 19. Jahrhunderts betrachtet.

Jean Paul nimmt in der deutschen Literatur eine Sonderstellung ein, das hat er ungefähr mit Arno Schmidt gemeinsam, wenn auch in einem ganz anderen Kontext. Geschätzt von einigen, mit Desinteresse gestraft von anderen, nannte August Wilhelm Schlegel seine Romane “Selbstgespräche”, an denen er den Leser teilhaben ließ – in dieser Hinsicht sind sie sicher eine Übertreibung dessen, was Laurence Sterne im Tristram Shandy begonnen hatte. Jean Paul spielte ständig mit einer Vielzahl von witzigen und bizarren Ideen; seine Werke sind geprägt von wilden Metaphoriken sowie von abschweifenden, manchmal labyrinthischen Handlungssträngen. In ihnen vermischte er Reflexionen mit poetischen und philosophischen Kommentaren; neben witziger Ironie gibt es plötzlich bittere Satire und milden Humor, neben nüchternem Realismus kommt es zu verklärenden, oft ironisch gebrochene Idyllen.

Es gibt ein interessantes Tintenrezept von ihm, das ich noch gerne hier anführe (man kann es eh nicht nachbauen, wie es da steht):

“Weinessig – / Nach Abkühlung / Galläpfel nicht zu klar / Auch Gummi nicht / Auch Vitriol nicht / ZugußDinte.”

Arno Schmidt: Brand’s Haide

Mit Arno Schmidt ist es so eine Sache. Über ihn zu sprechen fällt wahrscheinlich für die meisten in einen leeren Raum, und andererseits sind da jene, die sich wie die Jünger zu einem Messias verhalten. Beides ist ein Ärgernis. Kaum zu benennen, was das größere ist. Ich sage das vor dem Hintergrund, selbst schon in den Verdacht geraten zu sein, allzusehr mit seinen Neuerungen zu liebäugeln. Das stimmt natürlich so nicht, wie jeder im Grunde gleich sehen könnte, wenn er denn wollte. Vieles von dem, was Schmidt so hervorragend vorführte, ist ein Kombinat aus Techniken und Schreibweisen, die es bereits vor ihm gab, und nicht zuletzt hat Schmidt ja seinerseits nicht gerade wenig von Freud und Joyce gelernt. Das zu vertiefen, steht mir nicht der Sinn, wohl aber mich anzuschließen, wenn es um den wohl letzten großen literarischen Künstler deutscher Zunge geht.

Schmidts frühe Phase, die mit “Leviathan” eingeleitet wird, auch wenn es eine noch frühere gibt, die allerdings noch kaum eine größere Relevanz besitzt, “Enthymesis”, “Gadir”, sowie “Brand’s Haide” sind für mich unabdingliche Beispiele eines grandiosen Erzählers; aber letztgenannter Roman soll mir hier als persönliches Zünglein an der übervollen Waage gelten. Das Netz ist überladen mit Analysen, Nacherzählungen und Kuriositäten, dass es mir kaum ansteht, dem noch etwas Sinnvolles hinzuzustellen. Was mir allerdings immer wieder ins Auge springt: ich lege vollkommen andere Schwerpunkte, mir erzählen Autoren und Dichter immer etwas anderes als dem gemeinen Publikum. Eine schulmeisterliche Synopse ist mir dabei stets herzlich egal. Bedenkt man, dass man das ganze Sujet auf einen “Flüchtlingsroman” herunterbrechen kann, wäre ich eigentlich schon derjenige, der sich aus dem Staub machen würde, und das, obwohl mir die Flucht aus der Realität die Pflicht eines empfindsamen Menschen bedeutet. Der Witz liegt hier in “aus dem Staub” machen. Physisch ist das jederzeit möglich, sogar bis hin zur Entleibung, aber geistig müsste man sich – gäbe es keine Bücher – wohl dem Wahnsinn anheim geben.

“Brand’s Haide” ist natürlich kein “Flüchtlingsroman”, aber er zeigt, wie sich eine beinharte Realität ins Phantastische schraubt, denn dass da drei Umsiedler nach dem Krieg in existentieller Armut stecken, ist unbenommen. Die Oberflächenstruktur ist, wie so oft bei bedeutenden Werken, fast schon vernachlässigbar. Dass es sich dabei um einen phantastischen Roman handelt, wird wahrscheinlich sogar den wenigsten bewusst sein; je nachdem, wie man Phantastik definiert. Mindestens aber ist es ein naturmystischer. War Schmidt gar ein Naturmystiker? Sein rationelles Gehabe scheint das oft zu widerlegen, aber nehmen wir Poe mit ins Boot, dann wird vielleicht auch klar, was Schmidt an ihm so unwiderstehlich fand, dass ich sogar von einer Seelenverwandtschaft spreche. Denn Poe war nicht minder ein Repräsentant seines Verstandes, der Logik und all diesen Augenwischereien, die sich bei Tageslicht nur als Blendwerk herausstellen, mit dem sich kleinere Geister irreführen lassen. Beide – Schmidt und Poe – waren Gehirntiere, das ist fraglos. Aber reine Verstandesmenschen? Nein. Sie waren Phantasten ersten Ranges. (Bei Poe ist das etwas leichter zu akzeptieren, dafür hat schon der andauernde Trend gesorgt, ihn die Ecke der Horrorliteratur zu drängen, obwohl er doch eigentlich ein herausragender Lyriker, Kritiker, Romantiker und Psychologe war. Dass man sich als Künstler für die Nachtseite zu interessieren hat, halte ich für ausgemacht.) Arno Schmidt war natürlich kein Mystiker, er war Romantiker und Pessimist, ein Vermessungsgenie und ein Landschaftsdichter.

Man entfernt sich immer weiter von den Möglichkeiten der Sprache, und so wird es auch immer schwieriger, einem gewöhnlichen Leser Arno Schmidt schmackhaft zu machen. Mitdenken ist eine Unart geworden, und die Verlage können nichts anderes tun, als darauf zu reagieren, wollen sie überleben. Deshalb wird es für Schmidt wohl keine Rettung geben, man wird ihn nicht aus den Kreisen der Jünger entführen können. Dass er in Frankreich – und mittlerweile auch in Amerika dank der genialen Übersetzung John Woods’ – hoch geschätzt wird, ist eigentlich eine Errungenschaft. In den Übersetzungen wird vorgeführt, zu was die deutsche Sprache fähig ist; das funktioniert eigentlich gar nicht in einer anderen Grammatik. Nicht in diesem extremen Ausmaß. Und bei uns hat man es längst vergessen. Man hat nicht angeschlossen an die Experimentierfreudigkeit der 60er und 70er Jahre, sondern sich zurückfallen lassen, um alles zu vereinfachen. Seilschaften bestimmen über Erfolg und Misserfolg, und Innovation ist nicht erwünscht. Bei Lesern nicht, bei Verlegern nicht. Wir Armen.