Die Veranda

Das phantastische Leben in der alten Spinnerei

Schlagwort: dorf

Seit wann schaukeln meine Schafe?

Artikel #4 von 4 der Artikelserie “Sandsteinburg”   Hat jemand zwischen den Raunächten Wäsche gewaschen und damit ein Los gezogen? Nimm, Herr Wode, das Dorf nicht achtlos links, kehre ein mit deinem Totenheer, der hartgerippte Steinboden sei dein Totenacker, sei dein Kältebad auf deiner wilden Jagd, entfesselter Wind, als der Nachtwind starrend um die Häuser […]

Dort beim Hexenkraut

Artikel #3 von 4 der Artikelserie “Sandsteinburg”   … unter meinem Bild, unter deinem Bild – denn ich habe dir das Bild erzählt – liegt die Farbe, herausgelaufen aus dem Rahmen, der nicht mehr faßt, was in ihm hin und her schwappte, vor der Zeit den Pinsel tränkte, der dann nur noch aufgenommen werden – […]

Laß uns anfangen, die Nacht war schrecklich

Artikel #24 von 34 der Artikelserie “GrammaTau”   Gut. Im Wald. Es beginnt immer im Wald. Eine junge Frau im Nachtkleid flüchtet Die Schienen entlang, fällt zwischen Bärenfallen, Ich will nicht im Vorfeld schon alles erzählen, Aber es ist wahrscheinlich Nacht, ein Dorf, Schwer zu finden ohne Taschenlampe, nicht Einmal im Mondlicht, Zauber hin oder […]

Vir desideriorum

Ich kannte Adam. Schließlich hatte er mich in die Brennnesseln geworfen (oder ich war gefallen, das sage ich mir wieder und wieder). Mit Bestimmtheit kann ich jedoch sagen, dass er mich bei einem Wettrennen vom Rad stieß, weil ich drauf und dran war zu gewinnen. Ich lag auf dem Schotter, meine Beine bluteten, aufgeschlagen wie […]

Die Vorstellung, dass Gleichgewicht…

Artikel #21 von 34 der Artikelserie “GrammaTau”   Dort schwebte ich; heute ist es ein Wunder, Wie frei damals der Äther das Dorf zu trinken wußte, Ich (wenn Sie mir gestatten, ‚Ich‘ zu sagen) Mit Honigperlen nieder riesle, als ein Bruder Des nächsten Grashalmes unter die Wolkendecke sank. Die Häuser und Gehöfte erblühten neben mir, […]

Warum ich ein Phantast geworden

Vielleicht ist es das Dilemma der Geburt, das die Perspektive ein für alle Mal verändert, nachdem wir vorher nichts als Wärme kennengelernt haben, die sich um unseren Körper schmiegt, den wir noch gar nicht kennen und zu diesem Zeitpunkt auch nicht kennen wollen. Uns genügt das mütterliche Meer, in dem wir endlos träumen, bis eines […]

Angela Carter / Schwarze Venus

Artikel #8 von 11 der Artikelserie “Der neue Kanon der spekulativen Fiktion” Traurig; so traurig die rosig-rauchigen, mauve-rauchigen Abende im Spätherbst, traurig genug, um einem das Herz zu brechen. Die Sonne verläßt den Himmel in Leichentüchern von bunten Wolken; die Qual erobert die Stadt, ein Gefühl bitterster Reue, eine Sehnsucht nach nie Gekanntem, die Qual […]

Niemand betritt das Haus des Gestern

Artikel #1 von 5 der Artikelserie “Flash Fiction” Dechiffriertes Bild : immer zur selben Zeit, ein Spuk am simulierten Tag, ein Winkel ist Schatten genug. Den Blick darauf zu richten oder den Blick nicht darauf zu richten, die Augen abwenden oder heimlich eine unmögliche Position einnehmen. Etwas Ungewöhnliches tun, das alles, bevor die Zeit abgelaufen […]

Eichendorff

Als ich noch ein Rockstar war und blonde Haare hatte. Zum hier angekündigten Album kam es übrigens nie. Eine meiner schmerzlich verpassten Gelegenheiten. Michael Perkampus 1969 im Fichtelgebirge geboren, Schriftstseller, Musiker und Übersetzer, Studium der (Experimental)Psychologie in München. 2005-2010 Moderator der Literatursendung “Seitenwind” (Winterthur, CH). Herausgeber der „Miskatonic Avenue“. Von 2015 – 2018 Chefredakteur des […]

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