Jazztage

Gestern nicht das typische Wetter für erfreuliche Nachrichten war. Heute das Wetter auch nicht. Es gibt (er kommt rein, öffnet die Tür, pfützt auf den Boden und Hossa! – entkernt sich selbst) Fisch in Begleitung grünen Spargels. Hängt heute Nachmittag wirklich auch nur ein Baumwollpflücker in der Innenstadt?

Das Konzert, das ich mir wie die wilden Shreds von Bill Pullman in Lost Highway wünsche (aber wohl nicht bekomme) wird vorgetragen. 

Im Studio wird es zwei Rauchstationen geben. Eine neben dem Regieraum, vor dem Fenster, das hinauf zur Oberfläche (also zur Erdscheibe) führt – und eine hinter dem Aufnahmeraum (man muss da durch eine Schleuse wandeln), in einer schön mit Stein ausgeschmückten Grube.

“Sie! : Wenn Sie einen Dom Pérignon wollen, machen Sie einfach einen auf. Spült die Nase von innen. Müssen nur aufpassen, dass Sie nicht das zweite Wort vor dem ersten sagen, oder gar das fünfte vor dem dritten.”

“Heißt das nicht: ‘DIE Dritten?’

Doofgesichtiges Leuchten.

21.46

Schnell die Veranstaltung der Gruppe Netto verlassen (die uns immerhin zwölf Öre gekostet hat). Die Musik war kaum aufdringlich, gut zu Tieren. Nachher dann doch lieber in den Jazz Club (Klecks).

Frametales

Es wurde dann gestern doch etwas spät. Die Musik: ein wertiges Easy Listening mit einigen Jazz-Standards, die wie Perlen von der Bühne tropften. Das Klecks hat eben auch die Atmosphäre dafür, die mich auch wieder auf die Idee zubewegt, die mich nicht loslässt: hier auch ein Literaturfestival zu inszenieren. Ich bin, wie ich das überschauen kann, der einzige Autor in Kempten. Aber es gibt hier eine kunstinteressierte Sozietät.

Zweiter Stützpunkt wäre das Künstlerhaus, zu dessen Eröffnung ich vor Jahren eingeladen war. Ich weiß nicht, was aus den ganzen Installationen geworden ist, und so liegt es nahe, mich rückzuversichern. An Ideen fehlt es hier, alles wirkt träge.