Die Veranda

Das phantastische Leben in der alten Spinnerei

Schlagwort: wissenschaft

Erotik im literarischen Horror

Artikel #11 von 13 der Artikelserie “Die Phantastik” Der Sexus bestimmt unser Handeln. Das jedenfalls nehme ich stark an, entspringt meiner Wahrnehmung, die ich habe, blicke ich mich um, beobachte ich, wie Wesen und Dinge auf mich wirken. Was mit mir und ihnen geschieht, interagiere ich, empfange ich – ganz nüchtern formuliert – Informationen, die […]

Fritz Leiber – Hexenvolk

Artikel #6 von 11 der Artikelserie “Der neue Kanon der spekulativen Fiktion” Wenige Schriftsteller des frühen 20. Jahrhunderts führten ein bewegteres Leben als Fritz Leiber. Er war ein brillanter Schachspieler, Prediger, Lehrer, ein Meister im Fechten, Theaterschauspieler (vornehmlich für Shakespeare-Rollen), und hatte sogar einen Film mit Greta Garbo zusammen gedreht. Der große Wurf allerdings gelang […]

Die Welt bei Kerzenschein

Artikel #1 von 13 der Artikelserie “Die Phantastik” Folklore und Legenden sind Teil eines Vermächtnisses unserer ursprünglichen Ängste, die in der Morgendämmerung der Menschheit ihren Ursprung haben, als die Welt noch vom Übernatürlichen dominiert war: Wälder, Hügel, Berge und Flüsse waren der Lebensraum von alten, unsichtbaren Dingen. Leben bedeutete, im Schatten dieser Geheimnisse zu leben. […]

From Hell

Artikel #4 von 11 der Artikelserie “Der neue Kanon der spekulativen Fiktion” Jack the Ripper verfolgt mich seit Jahrzehnten und markierte eine Zeit lang den Schwerpunkt meiner Forschungen (kurz nachdem ich das Faust-Thema beiseite gelegt hatte). Warum ich nie beabsichtigte, einen Roman über das Thema zu schreiben, liegt auf der Hand: Das war bereits in […]

Chimären (Poetik zur Quantenpoesie)

Artikel #1 von 24 der Artikelserie “Chimären” Neben meinen phantastisch-surrealen Kurzgeschichten, die sich nicht begrenzen und abgrenzen lassen, arbeite ich seit geraumer Zeit an meiner Sammlung Chimären, die man der Flash Fiction oder den Microrrelatos zuordnen kann. Dennoch gibt es Unterschiede, die oft in der Sprachgestaltung selbst begründet sind. Oft genug versuche ich, die Regelpoetik […]

Mondtag Sechster Hornung Siebzehn

Zu keiner Zeit hat sich die schreibende Zunft und der allgemeine Glaube weniger an der wissenschaftlichen Erkenntnis orientiert, als das Heute der Fall ist. Man ist’s zufrieden damit, dass Newton und Einstein ihnen die Welt erklärt hat, und dass Freud ein wenig Licht ins Bettnässertum gebracht hat, ist wohl auch nicht schlecht. Die Welt indes […]

Sonnentag Fünfter Hornung Siebzehn

Ich glaube nicht an den Aberglauben, so also bin ich der Meinung, dass es ihn gar nicht gibt. Statt nämlich davon auszugehen, dass der A. wissenschaftlich unbegründet sei und nicht dem erreichten Kenntnisstand der Gesellschaft entspräche (was an und für sich stimmt, weil dieser „erreichte Kenntnisstand“ Wissen eliminiert, das nie wieder gewonnen werden kann), ist […]

Fridach Zwanzigster Hartung Siebzehn

Fast schien sich die zweite schlaflose Nacht anzubahnen, weil mich die Geister nicht in Ruhe ließen, die ich für eine erste Szene eines kommenden „Deutschen Buches“ niederschrieb. Als wäre in meinem Kopf eine gemütliche Kammer, in die man aus dem würklichen Winter hineinsteigt, um sich zu versammeln. Gegen nullvierzich nahm ich eine halbe Schlaftablette – […]

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