Tontafelkalender 17 / Neblung / Sonnentag

Es es tatsächlich skurril, wie fremd mir das kulturelle Gebaren der Republik vor Augen liegt, wenn ich denn überhaupt einmal kurz nachsehe, was mich umgibt. Das ist nicht unproblematisch, andererseits kann und will ich mich nicht dazu äußern, was gerade im Munde aller geführt wird. Damit entziehe ich mir meine eigene Stimme, die aber auch keine Wand durchbricht. Der Zeit um mich herum kann ich zwar nicht entkommen, aber ich kann sie verachten, auch und gerade mit meiner radikalen Abgeschnittenheit. Das führt zu neunen Wegen der Wahrnehmung. Man empfindet alles nur noch als äußerst lächerlich. Gefährlich wird mir die Welt nur dann, wenn ich mich in ihr zu bewegen habe, was aber nur ganz selten der Fall ist. Und auch die Frage, inwiefern man den in der Zeit zurückreisen kann, beschäftigt mich. Ich liebäugle natürlich mit Landflucht-Gegenden, was immer einer Aussteigerei gleicht (nur bin ich nie irgendwo “eingestiegen” und kann deshalb auch nirgends “aussteigen”).