Über & FAQ

Herzlich willkommen auf der VERANDA, die zwar bereits 2007 gegründet wurde, aber eine gänzlich andere Funktion erfüllte als das jetzt der Fall ist. Lassen Sie sich nicht beirren, der Titel dieser Seite lautet: DAS GEBLOGGTE BUCH.

Natürlich geht es hier um Literatur, um das geschriebene Wort genauso wie um Hörbücher, denn tatsächlich ist das Hören von Büchern in den letzten Jahren immer beliebter geworden. Das ist sicher auch ein Grund, warum ich in den letzten beiden Jahren einen Podcast angeboten habe. Manche kennen ihn aus dem eZine PHANTASTIKON, das seit 2014 verschiedenen Inkarnationen durchlebte, bevor es nun endgültig vom Netz ging. Allerdings nur, um hier in neuer Form wieder aufzutauchen. Viele Artikel waren mittlerweile etwas veraltet und riefen förmlich nach einer Überarbeitung, und da es mir nie nur um die Geschichten an sich ging, sondern auch um ihre Hintergründe und Verknüpfungen, lohnt es sich, sie etwas zu restaurieren. Und was ist mit dem Podcast? Nun, alle Folgen sind nach wie vor vorhanden und können überall abgerufen werden, ob nun bei Apple oder Podcaster.de (und vielen anderen sogenannten Podcatchern). Ich werde sie natürlich nicht verändern, und hier und da sogar erweitern, allerdings unregelmäßig.

Mein Name ist Michael Perkampus, aber das steht natürlich schon in der Adresszeile.

Geboren wurde ich 1969 im Fichtelgebirge. Es ist nicht ausgeschlossen, dass diese Tatsache allein schon dafür verantwortlich ist, dass ich mich von jeher mit der Nachtseite der Natur beschäftige. Tatsächlich waren mir von früher Kindheit an das Geheimnis des Traumes und der Märchen ein steter Quell, um mich selbst zum Fabulieren zu bringen. Die Initialzündung aber war der mündliche Vortrag meiner Großmutter. Ich war noch sehr jung, als ich das Märchen Der Wolf und die sieben Geißlein in der Fassung der Gebrüdern Grimm zum ersten Mal zu hören bekam. Und darin war es ganz besonders der Uhrenkasten, in den sich eines der Geißlein rettet, um zu überleben; das wurde fast schon zu einem Motto für mich, der ich darauf angewiesen bin, der Welt zu entfliehen. Aber nicht der Fiktion.

Von 2005 – 2010 moderierte ich die Literatursendung “Seitenwind” im Radio Stadtfilter, Winterthur und war an einigen Hörspielproduktionen beteiligt.

Für die Anthologie “Miscatonic Avenue” war ich der Erstübersetzer einiger amerikanischer Autoren, wie zum Beispiel Wilum “Hopfrog” Pugmire, Noah Keller, Brian Evenson oder Lincoln Michel, und das brachte mich auf die Idee, auf diesem Blog auch Artikel zur phantastischen Literatur (und auch zur Detektivgeschichte) als Kolumne anzubieten. Tatsächlich ist das nicht das einzige Alleinstellungsmerkmal der VERANDA gegenüber anderen Literaturblogs, aber ein wesentliches.

Neben der Gothic Fiction und der Weird Fiction sind für mich besonders die lateinamerikanische Phantastik und der Historische Kriminalroman von Interesse. Ich kann aber immer mehr auch mit einem Thriller etwas anfangen.

Auf dieser Seite (wie auch im Podcast) gibt es einige Interessante Einführungen, wie zB. in den Kriminalroman, den Thriller, oder die Schauerliteratur. Natürlich darf ein Artikel über Sherlock Holmes genauso wenig fehlen wie die langlebige Rubrik Helden, Versager und andere Ikonen, die stetig erweitert wird und sich mit den bekanntesten Figuren der populären Kultur auseinandersetzt.

Wie dem auch sei: ich hoffe, ihr liebt Geschichten und wollt etwas eintauchen in die unendlichen Weiten unserer Fantasie. Ich hoffe, ihr fühlt euch hier wohl.

FAQ

Neuerscheinungen oder ältere Veröffentlichungen?

Ich bin an manchen Neuerscheinungen dran und notiere mir diejenigen, die ich mir näher ansehen will, lasse mich aber davon nicht abhalten, im Bestand zu kramen. Tatsächlich gibt es zu viel von allem; ein Filter ist natürlich immer willkürlich, aber notwendig.

Rezensierst du Indie-Bücher?

Es kommt darauf an, was man unter “Indie” versteht. Mit Selbstverlegern tue ich mir nach wie vor schwer. Da gibt es sicher ebenfalls gut geschriebene Geschichten, meistens aber eher nicht. Zumindest keine, die mich interessieren. Ich schließe es also nicht prinzipiell aus, suche dort aber nicht.

Kaufst du deine Bücher selbst oder greifst du auf Rezensionsexemplare zurück?

Sowohl als auch. Meistens kaufe ich mir die Sachen aber selbst. Es gibt einige wenige Verlage, mit denen ich gerne zusammenarbeite, aber es gibt leider auch das Gegenteil. Deshalb denke ich gut darüber nach, bevor ich ein Exemplar anfordere.

Warum gibt es zwei Podcasts auf deiner Seite?

Der Phantastikon-Podcast war tatsächlich dazu gedacht, die weite Welt der phantastischen Literatur abzubilden. Im Laufe der Zeit erschienen dort aber immer mehr Krimis. Das ist zwar kein Problem, hat aber so überhand genommen, dass ich einen reinen Krimi-Podcast machen wollte. Oft unterscheidet sich das Publikum ja erheblich, auch wenn es ziemlich viele Gemeinsamkeiten gibt. Es kann also sein, dass eine Sendung in beiden Podcasts auftaucht. Trotzdem bleibt das Phantastikon die Basis, ist aber immer mehr zu einem genreübergreifenden Podcast geworden.

Wer sind deine Gastautoren?

Meistens sind das Autoren, die ihre Artikel in amerikanischen oder britischen Magazinen oder Blogs veröffentlicht haben und die mich thematisch interessieren. Die übersetzte ich dann und biete sie hier an. Angefangen hat das, weil mich die deutschsprachige Literaturlandschaft doch ziemlich langweilt und es hier kaum eine lebendige Blog-Kultur gibt. Irgendwann habe ich aufgehört, mich hier umzusehen und lese seit vielen Jahren eigentlich nur noch englischsprachige Blogs. Aber es gibt auch einige wenige deutschsprachige Gastautoren wie zum Beispiel Albera Anders, die hier zugange sind.

Seit wann gibt es die “Veranda”?

Seit 2007. Sie ist direkt aus dem Literaturforum “Lärmende Akademie” hervorgegangen und nach einer Kurzgeschichte von mir benannt. Allerdings hat das Weblog heute nichts mehr mit den Anfängen zu tun. Von 2014 – 2019 gab es dann das “Phantastikon”, ein Magazin mit einer ganzen Redaktion. Das ist jetzt ein Podcast.

Warum gibt es das Phantastikon nicht mehr?

Das ist eine schwierige Geschichte. Grundsätzlich hätte ich all das, was ich jetzt hier mache, auch unter dem Banner des Phantastikon machen können (was ich eine Zeitlang versucht habe), aber wie das mit Namen und Begrifflichkeiten so ist: sie haben eine Geschichte. Tatsächlich begann das Phantastikon mit der Übersetzung eines Interviews von Matt Cardin mit Thomas Ligotti auf der Veranda, also hier. Plötzlich hatte ich ganz andere Leser und kam so auf die Idee, eine eigene Seite für diese phantastischen Themen zu verwenden. Die wollte ich aber von Anfang an mit anderen Autoren gestalten, was nicht so richtig funktioniert hat. Deshalb sind wir jetzt wieder hier.