Sind Märchen die wahren Horrorgeschichten?

Ich war nicht auf ein bestimmtes Genre fixiert, als ich mit dem Schreiben begann, aber auf eine merkwürdige Weise hatte mich dabei mein fünfjähriges Selbst in der Hand. Ich war ein verträumtes kleines Kind, das es liebte, zu lesen und das in der Fantasie seine eigenen Bücher herstellte. Mehr als alles aber liebte ich Märchen. Es mag sich seltsam anhören, aber ich glaube, das ist der Grund, warum ich Horror schreibe. Es gibt viele Gründe, die dafür sprechen, Märchen als die ersten Horrorgeschichten zu betrachten. Sie sind voller Schrecken wie zum Beispiel Tod eines Elternteils, lebendig verspeist oder verlassen zu werden.

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Die Notwendigkeit des Horrors

Obwohl meine Eltern vielleicht leugnen würden, dass ihre kleine Tochter sich Filme wie Der Exorzist, Omen und viele von Stephen Kings adaptierten Büchern (Cujo, Carrie, Christine) überhaupt ansehen durfte, wurden Bilder und Szenen aus diesen Filmen wie die schlimmsten Alpträume unauslöschlich in mein Gedächtnis eingebrannt. Und ich bekam sofort Alpträume, nachdem ich diese und andere Horrorfilme gesehen hatte: den tollwütiger-Hund-Alptraum, den Dämonenkind-Alptraum, den Vögel-greifen-an-Alptraum, den Mädchen-läuft-Blut-das-Gesicht-hinunter-Alptraum. Man sollte meinen, dass solche Erfahrungen mich schon früh vom Horror abgehalten hätten, denn wer hat schon gerne so viel Angst, dass sie einen in Träumen verfolgt wie Freddy Krueger?

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