Über die Veranda

Diese Seite ist das letzte Refugium eines sogenannten Weblogs, ein Auslaufmodell innert einer modernen Verklemmung, ein letztes Weblog, wie es zu Zeiten der Weblogs erstrahlte.

Als im Jahre 2007 die Literaturgruppe (und das Forum) der Lärmenden Akademie zusammenbrach, gab es genügend Gründe, ein literarisches Weblog zu führen, das – wie damals üblich – als Werktagebuch gedacht war. Man hatte sich für ein literarisches Netzwerk viel versprochen, aber nichts davon hat sich auch nur ansatzweise erfüllt.

Präambel

Die Imago, die Erinnerung, das Phantasma – sind für den Menschen nicht nur nicht minder wirklich als die ›wirklichen Verhältnisse‹, sie sind zugleich beweglicher, transportabler, schneller und können ihn deshalb in der Zeit vor und zurück versetzen.

Phantasie und Gedächtnis sind Vision und Erinnerung. Diese können die Wirklichkeit ersetzen.

Erst im Angesicht des Phantastischen, wenn die Vernunft ihre Kontrollmacht verliert, vermag sich die tiefste Empfindung des Seins zu äußern, eine Empfindung, die im Rahmen der ›wirklichen Welt‹ nicht hervortreten kann und die keinen anderen Ausweg findet, als dem ewigen Reiz der Symbole und der Mythen zu erliegen.

Die Neigung, zu experimentieren, ist der Reiz, das Unbedeutende, Verkehrte und Richtige mit Aufmerksamkeit zu betrachten, darüber hin und her zu denken, wie es, anders gestellt, geändert, verkürzt und vermehrt etwas Besseres werden könnte.