Vielleicht ist meine Waschlappigkeit darauf zurückzuführen, dass ich zur Poesie neige, die muss ja nicht immer beholfen ausgedrückt werden. Sie kann mit der Faust in die Torte patschen, muss das in manchen Fällen sogar, weil die Torte sonst nicht wüsste, wo ihr Platz ist. Erhabenheit ist nur ein Gimmick. Ich habe es genutzt, um eine schöne Silhouette hinter dem Fenster abzugeben, wenn es draußen stürmt und ich lächelnd am kalten Glas den Atem verweigere.
Durch das Gezeter
Es entsteht ein neues Vakuum, wenn man ohnehin wie ein gehetzter Nachtvampir (ja, es gibt sie auch am Tage) abgeschirmt von jeglichem Menschengestank haust. Dieser ganze Oberflächenwahn, nicht die Erde, sondern die ganze Welt als Scheibe. Das Vakuum entsteht durch eine Neuausrichtung aller Wege und wo ihr nächster Knotenpunkt sei. Eine Wohnung schlürft Schatten oder bringt sie überhaupt erst hervor.
Ich wandere tatsächlich durch David Friedrichs Nebel und Reise an Virgils Hand durch das Gezeter.
the Bad, the Ugly
Es gibt das Gute nicht im Universum. Aber gibt es darum auch kein Böses? Oh doch!
Das Böse aber ist nicht das Gegenteil des Guten, es ist das Fundament von allem.
Nicht zu sein wäre dem nicht angemessen, also wird kreiert, um sich am Elend zu ergetzen.
So ist das Böse nichts als der Status Quo des Seins.
Im Akt der Schöpfung mag Liebe stecken, in der Schöpfung selbst aber nicht.
Nein, ihr seht: wandle ich diesen Zustand, bleibt dennoch etwas übrig. Und ob man sich wundert oder nicht:
die Prädatoren sind frei – und mehr noch! – sie feiern in ihrem Freudenhaus, wo draußen die Herden durch die Schatten schleichen.
Ich bin vom Finstern nicht in gleichem Maße entsetzt wie vom Licht.
Veloziped
Es sah auch schon aus wie für eine Matrone entworfen.
Mit ausladenden Schwüngen ergoss sich der Rahmen nach oben in den Lenker, den jeder Hirsch zu tragen alles getan hätte.
Der Rüssel dieses Viechs nahm mir alles weg. Ein freier Platz war eine Unmöglichkeit. Der Sattel allein hätte eine Waschmaschine empfangen können. Bei Wunsch gefällig. Wir niesen hier keinen Nutz vom Balkon.
Aber jetzt zur handelnden Figur:
Früher trieb ich eine Menge Unfug, also hob ich auch jetzt dazu an. Ich stellte mich schützend vor das Nichts vor dem Veloziped, das einer Monarchin ihr ganzes Alter vergessen ließ.
Vergleiche sind meist das, was sie nicht sind. Ich kenne diese vagen Gedanken, die aus den Hütten ragen.
Es treten ein : Heathcliff van Gangsta also known as The Gangster of Love & Lady Ada Lovelace


Originiert am Zwanzigsten des ablaufenden Monats
Fluch des weißen Lichtes
es ist so ein Lautsein mit dem Wetter dieser Tage, ein sehr drohendes Gebäude
das mit seiner Magie Unwägbarkeiten manipuliert, dabei wurde das Gelb der Sonne
schon lange weggerissen, ein obszöner Glühstern ist übrig, ein Nackedei-popo-Chai
Fluch des weißen Lichtes
Meermaden
Eine Meermaden-Geschichte, wenn man mich fragt, weiberische Fische, ständig am Baden, aber auch mit einem magischem Dreizackigen. Und so schwimmen sie und – ach, kuck mal, wie die schwimmen – zerzacken mit Gehack. Ausgeschlossen ist es nicht, wenn auch sehr zu hinterfragen (da im Turm unten in der Kammer, weißt schon), was sie treiben was sie tun. Ich habe so ein klitschiges Thing nie gesehen geschweigedenn besucht im Suhl da unter den Wassermeilen.
Siediesiedavielbaden
Hör mal, zwitscher dein Hemdilein! Soll ich dir dein Handtuch rollen? Ist wenigstens der Oven heiß? Der immerwieder Nachschub sprüht, so dass dein Wasser nie die Wärme lasse und lasse auch nix unberührt! Ich bin schon einmal in Sandalen so sehr weit gekommen, wüsste nicht, wie’s barfuß besser ginge. Soll man doch noch eine Geschichte erzählen, Schicht um Schicht schön aufgeladen und verschnürt. Bin ich denn ein blöder Mann? Schau, ich leb‘ nun auch schon seit Sekunden.
Hin, unter
Irgendein Geisterschiff wird versunken sein dort im Schlot. Ich denke: so wird es sein dort im Schlot, und die Meermaden – ich habe es nicht verstanden, möchte es aber wiedergeben, weil meine Lippen eine Spur zu nachlässig sind – die Meermaden haben ihr bös-lumpiges Monsterum verloren, als die flotte Flut das Schiff zerschieferte. Einen Fröschekerl, einen Schlupp Gelupp, einen Luftsackbacken! Dringt durch feste Materie wie ein Schneepflug und wimmert leise vor sich hin, weil sein Bedarf an Röstmais nicht gedeckt werden kann.
Glatt hat sich eine unter uns gemischt, sie badet gern als Tarnung und schwamm bereits mit Maman in den Trümmern von R’lyeh. Ein Genuss im Hokuspokus irdischer Gefäße, so dann und wann verleihe ich einen Affen zum Lausen gegen eine unnennbare Gebühr.
aus Javier Tomeos „Der Mensch von innen und andere Katastrophen“
Ist es möglich, rief ich verwundert aus, daß die Mädchen noch immer so lachen, wie zu der Zeit, da wir beide jung waren? Ist es möglich, daß es noch immer Glocken gibt?
szene 1 einer möglichen bartstämmigkeit
dann habe ich es mir in der letzten woche in der handschrift
gütlich getan und scribiere was ein wilder warmer wind
nicht wahrhaben kennte. so ein falsch gesetztes wort im klang
wiederholung ist des schlusses schluss
darob tüten die tüten darob
hüften die hüften
darob
eine rückfälligkeit eine bartstämmige barbarei
ein bodenloser boden
ja sie können das alles als kunst verkaufen warten sie ich gebe ihnen noch einen eimer tapetenkleister mit für die kleinen ja ihnen dann auch
Niemand war unendlich
Die Zirkus hat die Stadt verlassen, aber alle Parabeln
im Hinterzimmer verstaut, möge sie finden, wer
immer im Hinterzimmer sucht, früher ein Treffpunkt
für Ideen und das Sinnenrauschen, angeheizt von
parfümiertem Qualm, dem Parfüm an sich, das
im Innenfutter des Mantels dunstet, von den obligatorischen
Umtrünken
Nichts. Man will Nektar verkaufen
granatenhaft (zupackend die Wirkung erzielen)
Der Zirkus hat die Stadt verlassen, aber ein Clown purzelt
stets hintendrein immer hinterher. Jeder Gedanke
um ein Bleiben könnte sein Gehen verhindern.
In den Nomadenstuben dunkles
Eingemöbel und die Matratze
auf dem Boden voller splitterharter
Brotkrumen und
ein Gedeck am Mittag, ein nächstes dann um vier,
ein Mitternachtsmahl geisterhaft zwischen Rittern, die
zu ihren Rüstungen ein enges Verhältnis pflegten, und
einen Kamin, der all die abgesonderten Gedanken
als Nebel über die Dächer schickt.
Niemand war unendlich,
aber die Eindrücke lebten fort.