Neu erschienen:

Mummenschanz

„Seht nur, wie er die Dinge des Alltags geisterhaft animiert, wie Schultz in seinen Zimtläden und Krokodilstraßen, auch wie Cortazar beim Pullovermord und einem Blick ins Aquarium, die uns bereits näher an Ligottis seltsame Inseln heran führen. Einflüsse sind offensichtlich, doch Perkampus entwirft von langer Hand seine ganz eigene Literatur, sein eigenes Genre. Dunkelviolette Geschichten. Der Gedanke an Schwarzlicht blitzt auf. Ultraviolett ist Licht mit extrem kurzer Wellenlänge und hoher Frequenz. An sich unsichtbar für das menschliche Auge, lässt es doch in seinem Randbereich Dinge aus dem Hintergrund vortreten, die in normalem Licht unscheinbar bleiben. Wie in Lovecrafts Erzählung „From Beyond“ überwiegt in Perkampus‘ Geschichten das Unsichtbare.“ – Tobias Reckermann aus dem Vorwort.

Mummenschanz in großen Hallen – dunkelviolette Geschichten

von Michael Perkampus

209 Seiten

erhältlich als Taschenbuch und Ebook

 

 

(c) Albera Anders

Neues aus dem Blog:

Podcast im PHANTASTIKON:

Vergriffen:

Für unseren Sprachraum ist Weird Fiction ein ungebräuchlicher Begriff. Auch wenn er durch das Interesse an Lovecraft und dem Umfeld des Weird Tales Magazins in aller Munde zu sein scheint, muss gesagt werden, dass wir selbst keine Weird-Fiction-Autoren haben, auch wenn einigen das nicht gefällt. In den Anfängen der Definition dieses scheinbaren Sub-Genres, das selbst überhaupt nicht festgemacht werden kann und sich in zahlreiche Varianten gliedert, wurde der Terminus gerne zur ‚unheimlichen‘ oder ’seltsamen‘ Literatur gemacht. Das ist an sich nicht falsch, es trifft jedoch den Kern des weird nicht und streut weit über das Feld hinaus. Weird Fiction ist ein Hilfsbegriff, der sich natürlich aus der Popularität des Weird Tales Magazine speist und es sich zur Aufgabe gemacht hat, mittlerweile vieles zu vereinen, was wir phantastische Literatur nennen, selbst die wesentlich frühere Dekadenzliteratur wird sich unter diesem Banner finden, dabei wollte man sich ursprünglich nur von der Entwicklung physischer Horrorgeschichten abspalten, die kein übernatürliches Element enthalten. Mir ist in diesem Geleitwort nicht daran gelegen, eine Geschichte der Weird Fiction darzustellen, dazu eignet sich die vorliegende Anthologie auch schlecht. Ich möchte nur den Streitpunkt etwas mildern, wenn hier von Weird Fiction & Horrorstories die Rede ist, denn was dem einen wie die reine Lehre (die es nicht gibt) vorkommt, wird dem anderen mangelhaft erscheinen. Denn eines können wir über die vorliegende Anthologie festhalten: Sie ist ein Kaleidoskop ganz unterschiedlicher Wonnen des Bösen, keine der vorliegenden Geschichten ähnelt in Ton und Thematik einer anderen.