Robert Kirkmans Liebesbrief an das Genre ist gleichzeitig sein rücksichtslosester Angriff darauf.
DER SOHN DES HELDEN
Mark Grayson ist siebzehn Jahre alt, als er zum ersten Mal fliegt. Sein Vater Nolan, auch bekannt als Omni-Man, ist der mächtigste Held der Erde und hat ihm versprochen, dass dies eines Tages geschehen würde. Die Kräfte kommen von Nolans Seite. Er ist Viltrumit, Angehöriger einer außerirdischen Kriegerrasse, und Mark trägt das entsprechende genetische Erbe in sich. Er nimmt den Namen Invincible an, und ist erstmal von seinen neuen Fähigkeiten begeistert.
Das ist die Eröffnung von Robert Kirkmans Invincible, und sie ist so sonnig und so harmlos wie ein Superman-Comic aus dem Silbernen Zeitalter. Ein junger Mann bekommt außergewöhnliche Kräfte, wird ein Held, kämpft gegen Schurken, geht zur Schule und verliebt sich. Kirkman liebt diese Tradition wie alle, die mit ihr aufgewachsen. In 144 Ausgaben hat er diese Erzählung auseinandergenommen und wieder zusammengesetzt, ohne eine zynische Übung daraus zu machen. Das ist das Kunststück, das Invincible von allen anderen Superhelden-Dekonstruktionen unterscheidet. Es ist als ein Akt der Zuneigung zu verstehen.
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