Sie ist Gegenstand von Dokumentarfilmen, Horrorgeschichten und sogar Internet-Memes – aber was wissen wir wirklich über die Schlaflähmung, ein potenziell beängstigendes Phänomen, von dem fast 10% der Bevölkerung betroffen sind?
Früher glaubte man, dass dieses Phänomen durch Dämonen verursacht wird, die auf der Brust des Schlafenden sitzen, und die Beschreibung dieses Phänomens hat dazu beigetragen, dass wir heute das Wort Alptraum für jeden schlechten Traum verwenden. Auch heute noch sind die Ursachen und die Pathophysiologie der Schlaflähmung eher Gegenstand von Theorien und Vermutungen als von gesicherten medizinischen Erkenntnissen.
So wie wir nicht wissen, warum Schlaflähmungen bei manchen Menschen auftreten – nach Angaben der National Institutes of Health sind etwa 7,6 % der Bevölkerung betroffen – so wissen wir auch nicht, warum Schlaflähmungen manchmal wiederkehren, während sie in anderen Fällen isoliert auftreten.
Im Reich der Mythen und Legenden, wo Realität und Fantasie ineinanderfließen, steht der Golem als Symbol für das jüdische Volk, für Schutz und zugleich für Knechtschaft – ein von Menschenhand geschaffenes Wesen. Diese Figur entstammt der reichen Folklore Mittel- und Osteuropas und wird aus Erde, Lehm oder Schlamm geformt. Nicht durch natürliche Prozesse, sondern durch komplexe religiöse und magische Rituale wird sie zum Leben erweckt – ein Ausdruck von Einfallsreichtum und Verzweiflung jener, die ihre Gemeinschaften in Zeiten existenzieller Bedrohung schützen wollen.
Der Begriff „Golem“ leitet sich vom hebräischen gelem ab, was so viel wie „Rohmaterial“ oder „ungeformte Materie“ bedeutet. Der Golem wird meist als riesenhafte Tonfigur mit menschlicher Gestalt dargestellt. Trotz seiner körperlichen Stärke mangelt es ihm an Intelligenz – er kann lediglich einfache Anweisungen ausführen.
Rabbi Loew erschafft den Golem
Sein Äußeres ist ebenso beeindruckend wie unheimlich: eine hoch aufragende Gestalt, deren lehmener Körper mit mystischen Zeichen und hebräischen Buchstaben bedeckt ist. Besonders bedeutsam ist das Wort „emet“ – Wahrheit –, das ihm Leben verleiht. Wird jedoch der erste Buchstabe entfernt, bleibt nur „met“ – Tod –, wodurch der Golem in seinen ursprünglichen Zustand, den leblosen Lehm, zurückkehrt. Diese Umkehrbarkeit ist nicht nur ein magisches Detail, sondern ein Symbol für die Vergänglichkeit allen Geschaffenen.
Obwohl der Golem fest in der jüdischen Tradition verwurzelt ist, existieren auch in anderen Kulturen ähnliche Motive. In der griechischen Mythologie etwa erschafft Pygmalion eine Statue, in die er sich verliebt, und die zum Leben erwacht. In der hinduistischen Überlieferung erschafft der Gott Vishnu in Gestalt von Narasimha ein golemartiges Wesen, um einen Dämon zu bezwingen. Solche Parallelen zeigen, wie tief verwurzelt die Vorstellung vom künstlich geschaffenen Leben im kollektiven Menschheitsbewusstsein ist – und wie stark der Golem die Fantasie über Generationen hinweg inspiriert hat, von Legenden über Literatur bis hin zu Film und moderner Kunst.
Grilt und Sly lagen auf zerbrochenen Felsen am oberen Rand eines steilen Abhangs, während die warme Morgenbrise über ihre kahlen Köpfe strich. Hinter ihnen erstreckten sich öde Bergrücken, die zu einer trockenen Ebene und einem harten Leben führten, in dem man von der Hand in den Mund lebte. Vor ihnen fiel die andere Seite des Abhangs steil ab, scharfe Felsen gingen in Gras über und fielen sanft zu einem grünen, einladenden Tal ab, in dem eine kleine Stadt zwischen Bächen und Eichenwäldchen lag. „Da kommt Randal“, sagte Grilt. Sie war eine der führenden Expertinnen für die Stadt und hatte einen Großteil ihres Lebens damit verbracht, sie zu studieren. „Jeden Montag, wie ein Uhrwerk.“
In Zeiten von KI und einem widerlich abstoßenden deutschen Kulturbetrieb, bleibt dies hier ein klassisches Weblog, das nicht darauf ausgerichtet ist, irgendjemanden nach dem Maul zu reden. Auch eine wie auch immer geartete Leserschaft ist völlig unerheblich, und tatsächlich ist es besser, wenn niemand von diesem Weblog weiß. Das bedeutet aber nicht, dass es nicht zugänglich gemacht werden soll. Es mag noch Leser geben, die – so wie ich – diese Welt mit Stumpf und Stiel ablehnen und nach interessanten Geschichten suchen. Manche Artikel (Stories, Poems, Essays, Übersetzungen) mögen elitär erscheinen, andere als reiner Trash. Und so ist es. Ein Empfinden ist immer nur so gut wie das Gehirn des Betreffenden. Die VERANDA war stets eine Art Steckenpferd, den eigenen Interessen nachzugehen.
Nachdem ich nun das Online-Magazin PHANTASTIKON endgültig eingestellt habe (das geschah fürwahr schon öfter, hielt aber nie lange an), sortiere ich die relevanten Artikel hier ein und verwerfe Überholtes oder Irrelevantes. Doch es bleibt genug übrig. Auch die Audiospuren werden nach und nach eingepflegt. Die VERANDA ist und bleibt ein Zeichen meines schlechten Geschmacks.
Er beugte sich vor, legte eine Hand auf meinen Arm, die dunklen Schatten unter seinen Augen betonten ihr durchdringendes Blau, und sagte mit schwerem französischem Pepe Le Peu-Akzent: „Sie sind die Frau, nach der ich gesucht habe. Die einzige Frau für mich, meine ganz eigene Irene Adler.“ Damals war ich fünfundzwanzig, eine Sherlock-Holmes-Fanatikerin, und ich hatte mein ganzes Leben lang darauf gewartet, dass jemand diese Worte sagte.
Auf romantische Weise besessen von Büchern war ich schon in jungen Jahren. Ich glaube, meine Mutter schenkte mir Die Drei Musketiere, als ich neun Jahre alt war, während einer besonders schlimmen Bronchitis, und nachdem der schneidige D’Artagnan in mein Leben getreten war, wusste ich, dass meine einzigen Helden fiktiv sein würden, und ich verliebte mich in der Folge in die Hauptfigur fast aller Bücher, die ich las. Ich liebte die Klassiker, ich liebte Korsetts und Droschken, Geschichten über Ehre und Romantik, in denen alle Heldinnen Jungfrauen waren wie ich, und alle am Ende entweder ein Paar wurden oder starben. Während meine Mitschüler Poster von Leonardo DiCaprio oder den Backstreet Boys aufhängten, träumte ich von Mr. Darcy, Daniel Deronda und Raskolnikow, bürstete mein Haar mit einer Wildschweinborstenbürste und las bis spät in die Nacht bei Kerzenlicht. Aber derjenige, der über allen anderen stand, war Sherlock Holmes. Groß, dunkel, dünn, brillant, asozial, eitel, selbstzerstörerisch – er war alles, was mein Teenagerherz an einem Mann begehrte, und zunehmend auch alles, was ich selbst sein wollte, und ich verlor ganze Abende damit, mir die reißerischsten romantischen Fantasien auszumalen.
Der Grüne Mann ist ein Waldgeist, der seit Hunderten, vielleicht sogar Tausenden von Jahren in der Folklore verankert ist. Die Legende vom Grünen Mann stammt angeblich aus Europa, doch es gibt Geschichten und Belege dafür auf der ganzen Welt. Googelt man nach diesem Wesen, findet man eine Fülle von Informationen über seine Motive und Skulpturen, die in Kirchen in ganz Europa zu sehen sind. Doch hinter der Legende des Grünen Mannes steckt mehr.
Während der Grüne Mann in der heutigen Zeit als Gartenkunstwerk betrachtet wird, war er für unsere heidnischen Vorfahren einst ein Waldgott und der ultimative Wächter des Waldes.
Im 19. Jahrhundert schrieb ein deutscher Psychiater und Schriftsteller ein Kinderbuch, das, würde es heute veröffentlicht, einen unerhörten Skandal hervorrufen würde.
Man schrieb das Jahr 1845, der Autor war Heinrich Hoffmann, und das Buch hieß Der Struwwelpeter. Es ist das verrückteste Buch, das je in Deutschland erschienen ist, in dem jede darin enthaltene Moralgeschichte darauf abzielt, kleine Kinder zu gutem Benehmen zu erziehen.
Heinrich Hoffmann
Während die meisten Eltern das Buch heute als verstörend empfinden würden, liebten die Eltern von 1845 das Buch und fanden es unglaublich lustig. Der Struwwelpeter enthält zehn sehr kurze, aber schonungslose Geschichten. Im Gegensatz zu anderen Gutenachtgeschichten werden hier kleine Kinder für bizarre Fehler und schlechtes Benehmen hart bestraft.
Alpträume überfallen uns, wenn wir am verwundbarsten sind – im Schlaf, in der Dunkelheit der Nacht. Zu wissen, dass sie unserer eigenen Fantasie entspringen, ist ein schwacher Trost, wenn wir mittendrin stecken. Noch schlimmer ist es, wenn man zu den Unglücklichen gehört, die unter Schlaflähmung leiden. Gefangen zwischen Wachen und Schlafen, ist man bei einer Schlaflähmung unfähig, sich zu bewegen, da die Träume in die reale Umgebung übergehen.
Die mit der Schlafparalyse verbundenen Halluzinationen können seltsame Geräusche wie Summen oder Dröhnen, Lichtblitze, Tiere, Menschen oder seltsame Gestalten sein. Typische Alpträume haben oft wiederkehrende Themen wie Zähne, die ausfallen, Verfolgungen oder Stürze aus großer Höhe. Aber es gibt eine Halluzination, die bei Menschen mit Schlaflähmung weltweit verbreitet ist: die schattenhafte Erscheinung, die als Hutmann bekannt ist.
Zeugen beschreiben den Hutmann mit einem Zylinder oder Filzhut und einer Jacke, die oft als Trenchcoat beschrieben wird. Seine Größe wird auf sechs bis zehn Fuß geschätzt. Einige behaupten, er habe leuchtend rote Augen, während andere bezeugen, dass er nur aus Schatten besteht und keine erkennbaren Gesichtszüge hat. In mehreren Berichten ist von einer goldenen Taschenuhr an einer Kette die Rede, auf die er hin und wieder einen Blick wirft.
Aber warum erleben so unterschiedliche Menschen aus verschiedenen Kulturen und Regionen alle denselben nächtlichen Schrecken? Einige Experten vermuten, dass der Hutmann eine unbewusste Adaption von Figuren aus der Popkultur ist. Ein prominenter Name, der in diesem Zusammenhang in den Sinn kommt, ist Freddy Krueger, eine Horrorikone, die in den letzten vier Jahrzehnten eine wichtige Rolle in den Horrormedien gespielt hat. Die Verbindung ist leicht herzustellen, denn diese grausame Figur greift an, wenn man am verwundbarsten ist.