Heute fand die erste Begegnung mit der gegenwärtig Furore machenden KI statt, dem ChatGPT. Interessant daran war, dass sich speziell Fragen nach dem Bewusstsein (oder im Bereich des Existenziellen) auch für die GPT als Grenzerfahrung herausgebildet haben und er zumindest leicht in die Bredouille kam, was für ein „Programm“ an sich nicht möglich ist. Hier ein Auszug:
Wintergarten, die Erste (Klappe)
Verschwörung oder nicht: es gibt eine Realität. Dieser Ort sei dem ehrenwerten Vergnügen gewidmet, das Auge zu erfreuen, die Nase zu erfrischen und den Geist zu erneuern. – Erasmus von Rotterdam.


Alle Bilder von A. Anders
Kane (Ein Erbe Conans)

Die besonderen Merkmale der Low Fantasy, die von Fans Sword and Sorcery genannt wird, drehen sich hauptsächlich um den Protagonisten. Pioniere des Genres, wie etwa Clark Ashton Smith, hatten kein Interesse daran, mit wiederkehrenden Figuren zu arbeiten, sondern legten den Schwerpunkt auf die Wiederholung des Settings, der sonderbaren Atmosphäre oder auf die Kreativität fremdartiger Landschaften, bis Robert E. Howard seine einflussreichen Conan-Geschichten veröffentlichte. Seitdem ist eine gut ausgearbeitete Hauptfigur zum wesentlichen Merkmal des Genres avanciert. Fast alle der folgenden Protagonisten waren der Reaktion auf Conan geschuldet. Howards Zeitgenosse, C. L. Moore, wollte über einen weiblichen Helden schreiben und erfand Jirel of Joiry. Fritz Leiber begann 1939 mit den Geschichten über Fafhrd und dem Grauen Mauser, die allerdings erst ende der 60er das Licht der Welt erblickten, und die ein etwas feineres Gespür für die schönen Dinge des Lebens präsentierten als etwa Conan. Die vielleicht bewussteste Umkehrung des Conan-Archetyps gestaltete Michael Moorcock durch seinen Elric, dessen körperliche Schwäche, emotionale Zerbrechlichkeit und Abhängigkeit von Zauberei im krassen Gegensatz zu allem, was Conan repräsentierte, stand.
David H. Keller

Nach dem Ersten Weltkrieg veröffentlichten Amerikas Pulp-Magazine zunehmend Science-Fiction neben den üblichen Genres Western, Fantasy und Horror. Redakteure waren auf der Suche nach neuen Autoren in diesem aufstrebenden Segment, und Ende der 1920er Jahre „gab es nur einige wenige Autoren, die in der Lage waren, hochwertige Science-Fiction zu produzieren“, schreibt der britische Literaturhistoriker Mike Ashley. „Die besten in diesen frühen Jahren waren Miles J. Breuer und David H. Keller, beide faszinierend, Ärzte.“ Beide Autoren verbrachten auch den Ersten Weltkrieg im Army Medical Corps; während seines Dienstes half David H. Keller (ein Neuropsychiater) bei der Behandlung von Granatenschockopfern.
Keller schrieb sechs Jahrzehnte lang Romane, während er in seinen verschiedenen medizinischen Berufen arbeitete: als Arzt oder Leiter in psychiatrischen Einrichtungen in Pennsylvania, Illinois, Louisiana und Tennessee, während des Militärdienstes in beiden Weltkriegen. Seine Karriere als Schriftsteller begann früh. 1895, im Alter von fünfzehn Jahren, veröffentlichte er eine Geschichte in einer lokalen Zeitschrift; während des Studiums reichte er ein Dutzend Geschichten und Gedichte bei einer kleine Literaturzeitschrift ein. Doch in den folgenden drei Jahrzehnten schreib er fast ausschließlich für sich selbst. Von seiner Frau angeregt, begann er Ende der 1920er Jahre, seine Geschichten zu verschicken und stellte fest, dass der Markt seinen persönlichen Geschmack endlich eingeholt hatte; seine erste Einreichung bei einer nationalen Zeitschrift wurde sofort angenommen und erschien als „The Revolt of the Pedestrian“ in der Februarausgabe 1928 der kürzlich gegründeten Amazing Stories. Daher ist es fast unmöglich, Kellers Werk mit Genauigkeit zu datieren; viele seiner Stücke waren Jahre oder sogar Jahrzehnte früher entstanden. Darüber hinaus ist viel von seiner Arbeit verschwunden, weil er dafür bekannt war, Geschichten (kostenlos) an Fanzines, Amateurmagazine und obskure Zeitschriften zu schicken. Jedenfalls erlaubte ihm seine neue Karriere, eine kleine Privatpraxis als Psychiater zu gründen, was ihm genügend Stunden am Tag ließ, um ein „Vollzeit“-Autor zu sein.
Trotz der Allgegenwart seiner Texte in den Pulp-Magazinen (ganz zu schweigen von seinen zahlreichen Publikationen in Buchlänge) ist der Großteil von Kellers Fiktion inzwischen vergessen und vergriffen. Dennoch tauchen in Anthologien noch immer einige wenige Geschichten häufig auf. Zu seinen bekanntesten Werken gehören Psychothriller (u.a. „Das Ding im Keller“ (vielleicht seine berühmteste Geschichte) und Fantasy-Erzählungen, die einen zynischen Blick auf die Hybris der Wissenschaftler werfen (z.B. „The Jelly-Fish“). Eine Bewertung von Kellers Karriere durch den
Jim Butcher: Bluthunger (Die dunklen Fälle des Harry Dresden 6)
Hier ist das sechste Buch der Dresden Files, einer Serie von derzeit 17 veröffentlichten Büchern. Allerdings wurden bereits zwei weitere Teile angekündigt. Und dann gibt es natürlich noch die Kurzgeschichtensammlungen.
Fluch beim Pornofilm

Hier und jetzt gibt es eine große Veränderung in Harrys Leben. Manche haben es vielleicht schon vor einigen Büchern kommen sehen, aber das Geheimnis, das sich unter der Oberfläche zusammengebraut hat, kommt hier ans Licht, und die Geschichte von Harry Dresden nimmt eine Wendung, die den Verlauf all seiner zukünftigen Abenteuer beeinflussen wird. Alles beginnt mit der Doppeldeutigkeit des Titels. Natürlich hat die Geschichte mit Blut zu tun, und das gleich in mehrfacher Hinsicht. Es geht um Vampire und es geht um Familie, und zwar auf eine wirklich verdrehte Art und Weise. Ich spreche nicht nur von Harrys Polizistenfreundin Murphy, die herausfindet, dass ihr emotional räuberischer Ex-Mann sich mit ihrer kleinen Schwester verlobt hat. Ich spreche von etwas viel Verdrehterem: einer teuflischen, tödlichen Familienzusammenführung, die sich in den Fall verstrickt, den Dresden lösen soll, und die ihn auf das Set eines Pornofilms führt, der von einem tödlichen und unerbittlichen Fluch heimgesucht wird.
Als er den Fall als Gefallen für seinen Vampirfreund und zwielichtigen Verbündeten Thomas Raith annimmt, begibt sich Dresden Undercover zu den Dreharbeiten, um herauszufinden, wer für den Fluch auf die Schauspieler und die Filmcrew verantwortlich ist und warum. Doch Dresdens Heldentaten am Set machen ihn selbst zur Zielscheibe. Schlimmer noch, alte und neue Feinde treten aus dem Schatten, denn zwei verschiedene Vampirhöfe versuchen, Dresden auszuschalten.
Catweazle (Der zeitreisende Zauberer)
Eines Tages verirrte sich der Drehbuchautor Richard Carpenter in der Landschaft von Sussex auf der Suche nach der Truthahnfarm seines Schwagers. Er stieß auf einen Torpfosten mit der Aufschrift „Catweasle“. Der Name rief sofort die Vorstellung eines Zauberers in ihm hervor, der halb Katze und halb Wiesel ist. Zusammen mit dem Bild eines alten Mannes, den er auf dem Gemälde „Die Dornenkrähe“ von Hieronymus Bosch gesehen hatte, beschloss Carpenter, eine Figur zu erschaffen: Catweazle, den haarigen, ungepflegten mittelalterlichen Zauberer, den wir heute alle lieben. Oder zumindest die, die zu einer gewissen Generation gehören.

Carpenter wollte, dass die Serie Kindern etwas über Wissenschaft beibringt. Er war der Meinung, dass Kinder oft Technologie benutzen, ohne darüber nachzudenken, wie sie funktioniert. Catweazle forderte die Zuschauer auf, darüber nachzudenken, wie das Leben ohne Elektrizität, Telefone, Autos usw. aussehen würde. Der Science Fiction-Autor Arthur C. Clarke sagte einmal, dass „jede ausreichend fortgeschrittene Technologie nicht von Magie zu unterscheiden ist“. Aus diesem Grund ist Catweazle erschrocken, verängstigt und erstaunt über die moderne Zeit. Für ihn sind Dinge wie Telefone, Elektrizität, und Glühbirnen konsequenterweise Magie!
Jimi Hendrix‘ gespenstische letzte Worte wurden auf dem Anrufbeantworter seines Managers aufgezeichnet
Jimi Hendrix wurde mit seinen Fähigkeiten auf der E-Gitarre zu einer Ikone, doch leider starb er nur vier Jahre nach seinem weltweiten Ruhm. In diesen kurzen Jahren kämpfte Hendrix mit Drogenmissbrauch, obwohl er weiterhin auf einigen der größten Rock’n’Roll-Bühnen der Geschichte auftrat, darunter Woodstock ’69 und das Isle of Wight Festival. Um seinen Tod ranken sich mehrere Verschwörungen, da sein Leben von mysteriösen Verbindungen und unlauteren Verträgen überschattet war. Seine letzten Worte lassen vermuten, dass er auf einen Ausweg hoffte.
In der Nacht vor seinem Tod

Tears for Fears: Seeds of Love
Tears for Fears sind eine der faszinierendsten Bands, die in den 1980er Jahren in England entstanden waren. Die Mitbegründer Roland Orzabal und Curt Smith haben sich immer auf Qualität statt Quantität konzentriert – die Band hat insgesamt sechs Studioalben in fast 40 Jahren veröffentlicht – und widersetzen sich einer einfachen Einordnung in klangliche Schubladen.

Der dunkle Fremde / W.H. Pugmire

Vor einigen Jahren fragte ich Wilum „Hopfrog“ Pugmire per Mail, ob ich einige seiner Geschichten übersetzen dürfe und er antwortete, dass ich gerne alles von ihm übersetzen dürfe, was ich wolle. Gerne hätte er ein Büchlein seiner Geschichten in deutscher Sprache, von der er schwärmte, weil seine Vorfahren aus Deutschland gekommen waren. Allerdings, teilte er mir mit, seien bereits Freunde von ihm damit beschäftigt, ein Buch mit Übersetzungen auf den Weg zu bringen. Heute weiß ich, dass zumindest einer dieser Freunde Eric Hantsch war. Trotzdem gehörte ich zu Pugmires ersten Übersetzern, lange bevor „Der dunkle Fremde“ im Blitz-Verlag erschien, ein schön aufgemachtes klassisches Taschenbuch mit einem Titelbild von Björn Craig, übersetzt von Dr. Frank Roßnagel.
Jim Butcher: Silberlinge (Die dunklen Fälle des Harry Dresden 5)

Jim Butcher hat mit den ersten vier Bänden der „Dunklen Fälle des Harry Dresden“ die Blaupause für das gesamte Subgenre der „paranormalen Ermittler“ geschaffen. Er hat es etabliert und dann rigoros getestet. Im fünften Band, der im Original „Death Masks“ heißt und bei Blanvalet im Rahmen der Neuauflage der gesamten Reihe als „Silberlinge“ erschienen ist, hat Butcher seine Formel perfektioniert.
Die Geschichte hat alle erzählerischen Elemente, die die Fans der Serie kennen, und eine Handlung, die so komplex ist wie die der langen Fantasy-Romane, deren Autoren sich selbst sehr ernst nehmen. Doch Butcher nimmt sich selbst nicht immer so ernst, und gerade deshalb gelingt es ihm, eine beeindruckend ausgewogene Geschichte zu erzählen. Nicht umsonst ist dies ein Meilenstein der Urban Fantasy. Und es gibt einen Grund, warum die Dresden-Files neben dem Herrn der Ringe das Werk sind, das fast inflationär kopiert wird.