Alan Moore und die unversöhnliche Kunst, ein Medium zu seinen tiefsten Möglichkeiten zu zwingen

Northampton und die Topographie des Zorns

Es wäre zu simpel, Alan Moore als wütenden Mann zu beschreiben – obwohl er das auch ist. Der am 18. November 1953 in Northampton geborene Sohn einer Druckerin und eines Brauerei-Arbeiters trägt die Topographie dieser englischen Mittelstadt tief in seiner Imagination: Northampton, eine Stadt ohne Glamour, mit einer Geschichte, die unter der Oberfläche der Gegenwart brodelt wie Unterwasser-Geologie, hat Moore zu einer Art mythologischem Koordinatensystem gemacht. Kaum ein bedeutender Autor hat seinen Geburtsort so konsequent in sein Werk eingeschrieben – von den viktorianischen Pflastersteinen in From Hell bis zu den elizabethanischen Geisterstimmen in Voice of the Fire, seinem einzigen Prosawerk. Northampton ist für Moore, was Dublin für Joyce war: ein ontologischer Grund.

Diese Verwurzelung hat nicht etwa mit Nostalgie zu tun. Sie ist eine politische und ästhetische Entscheidung. Moore hat London nie als Gravitationszentrum seiner Karriere akzeptiert, Amerika nie als kulturelle Heimat, obwohl sein Name in der Geschichte amerikanischer Comicverlage unauslöschlich eingeschrieben ist. Er blieb in Northampton, ließ sich einen Bart wachsen und legte sich auch sonst eine Physiognomie zu, die ihn wie einen viktorianischen Propheten aussehen lassen – und schrieb von dort aus Werke, die die Koordinaten des Mediums für immer verschoben.

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Robert Arthur – Alfred Hitchcock und Fledermäuse

Robert Arthur
Robert Arthur am Radio. Foto aus dem Archiv von Elizabeth Arthur.

Es gibt wohl kaum einen Hörer oder Leser, der Die drei ??? nicht kennt. Vor allem die heute schon etwas älteren „Kassettenkinder“ sind den berühmten Hörspielen von Europa, die seit 1979 ausgestrahlt werden, sehr treu. Natürlich ist es nicht so, dass die Serie nur bei uns bekannt wäre, aber irgendwie scheint es, dass Robert Arthur sie vor allem für uns erfunden hat, aber das wusste er natürlich nicht; und er hätte es auch nie erfahren, denn er starb 1969. Zu diesem Zeitpunkt hatte er zehn Bücher der Serie geschrieben und Dennis Lynds, der unter dem Pseudonym William Arden insgesamt 14 Bände beisteuerte, zwei weitere.

Robert Arthurs frühe Arbeit für Pulp-Magazine hatte großen Einfluss auf seinen späteren Schreibstil, insbesondere auf die Gestaltung rasanter, fesselnder Krimis und die Entwicklung überzeugender Charaktere. Seine Erfahrungen als Pulp-Autor, der in den 1930er und 1940er Jahren seine Blütezeit erlebte, schärften seine Fähigkeit, fesselnde Geschichten voller Spannung, Action und logischen Schlussfolgerungen zu schreiben.

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