Patrick Modiano: Die Gasse der dunklen Läden

In Patrick Modianos Erzählungen dreht sich fast alles um die Erinnerung, dieser schwer fassbaren Eigenschaft.

“Ich bin nichts” lautet dann auch der erste Satz in “Die Gasse der dunklen Läden” von 1978. In Modianos Welt bestehen wir aus unseren Erinnerungen, unserer Geschichte, den Geschichten, die wir über unser Leben konstruieren. Wenn wir uns nicht daran erinnern, wer wir sind, sind wir dann überhaupt?

Der Protagonist Guy Rolland verlor vor 15 Jahren bei einem mysteriösen Unfall sein Gedächtnis, bis ihn der Privatdetektiv Hutte bei sich eine Anstellung verschaffte.

Als Hutte sich zur Ruhe setzt und nach Nizza zieht, übernimmt Guy die Aufgabe, herauszufinden, wer er wirklich ist, denn sein augenblicklicher Name ist nur eine künstliche Identität. “Patrick Modiano: Die Gasse der dunklen Läden” weiterlesen

Neu in der Sammlung (9)

Bildrechte der Cover von links nach rechts: Insel; Diogenes; Diogenes; Reclam; Kiepenheuer & Witsch

Penelope Fitzgerald, deren ‘Blaue Blume’ ich bereits mit Gewinn gelesen habe, schlägt Töne an, die man in der Literatur schwer findet (und in der heutigen ohnehin nicht mehr). Da schwingt immer eine Klasse mit, die hinter den Kulissen arbeitet. Steven Price kannte ich bis dahin nicht; der Kanadier rückte in mein Gesichtsfeld, weil er Lyriker und Dozent für Poesie ist, und jetzt war ich doch gespannt darauf, wie er die Geschichte William Pinkertons als solcher angeht. Paricia Highsmith ist natürlich die bekannteste Autorin der heutigen Neuankömmlinge, gelesen habe ich sie nie. Um das zu ändern versuche ich es zunächst mit den Kurzgeschichten aus “Der Schneckenforscher”, denn in der Kurzgeschichte liegt die Meisterschaft aller Literatur. “Treffpunkt Weimar” gehört in die Abteilung meiner Studien der Goethezeit und – Volker Kutscher hätte ich niemals in Erwägung gezogen, wenn mich nicht eine besondere Art des Kriminalromans begonnen hätte, zu interessieren. Dazu wird es später noch viel mehr zu sagen geben.

Tontafelkalender vom 11ten Hartung xx20, einem Sonnabend

So sehe ich es als wesentlich an, meine Emanzipation von der Epoche, in der ich lebe, voranzutreiben. Das beginnt bei Ritualen, die nicht mitgemacht werden (so besaß ich z.B. noch niemals ein Funktelefon. Versuche, das Festnetz analog zu halten, scheiterten jedoch, bzw. würden einen Adapter erfordern, der in keinem Verhältnis zum Gefühl der Wählscheibe steht). Man wird schnell zum Technikverweigerer, was in meinem Fall gar nicht so ist, aber ich vergesse nicht, dass alles nur Werkzeug ist, nichts anderes als ein Hammer, mit dem man einen Nagel in die Wand treibt). Es geht also weniger um Technik als um Haltung.


Man liest eine Menge Unfug im Netz, wenn der Unfug jedoch bezahlt wird, ist es ein Ärgernis:

Edgar Allan Poe war der erste Autor, der auf die Idee kam, einen Krimi zu schreiben und zu veröffentlichen. Und tatsächlich erfüllte bereits dieser erste Roman mit dem Titel „Der Doppelmord in der Rue Morgue“ aus dem Jahr 1841 ein zentrales Merkmal der Noir Krimis: die Stilisierung der Nacht als Symbol der finsteren Seite der menschlichen Seele.

Warum ärgere ich mich über solche Sachen? Weil man von einer, die für ein “Literatur- und Kulturmagazin” schreibt, erwarten kann, dass sie das, über was sie schließlich Auskunft gibt, begreift. Und man muss kein großer Vogel sein, um zu wissen, das Poes “Doppelmord” kein Roman ist, sondern zum einen eine Kurzgeschichte und zur engeren Klassifikation eine Detektivgeschichte, noch genauer: eine Tale of Raticination. Natürlich skizziert Poe hier Elemente, die zukünftige Schriftsteller weiterentwickeln würden, aber primär stellte Poe hier die Methode zur Debatte. Poe stellt während der gesamten Geschichte Hinweise zur Verfügung und bietet dem Leser damit die Möglichkeit, das Rätsel zu lösen. Das Noir-Genre hingegen setzt auf ganz andere Elemente und lässt sich auf Cornell Woolrich zurückführen. Benötigt man einen Proto-Noir-Stoff, schlägt man bei James M. Cains nach. Tatsächlich beherrscht diese Gattung ein ausgeprägter Sinn für Protagonisten, die oft Opfer oder Täter sind, selbstzerstörerisch, mit einem Hang zur Gewalt. Die Dunkelheit allein kann kein Grund dafür sein, Poe dafür verantwortlich zu machen.


Prosa wie ein Dichter behandeln, aber nie das innere Geleit verlieren.


Ich wollte mir darüber klar werden, was ein Leser überhaupt ist, denn ich bin davon überzeugt, dass der Schriftsteller nur in eine andere Form des Lesens verwickelt ist. Ohne das Lesen gibt es kein Schreiben. Um herauszufinden, was es mit dem Lesen auf sich hat, konsultiere ich oft Borges, in diesem Falle aber Ricardo Piglia, von dem bereits einige wenige Absätze genügen, um herauszufinden, warum man überhaupt lesen möchte. “Der letzte Leser”: Die Frage “Was ist ein Leser?” ist daher letzten Endes die Frage nach der Literatur.”


Um zehn (und nach einem wirklich miesen Film), kam Albera auf die Idee, meine “Blitz-Muffins”, die ich unbedingt noch backen wollte, M.U.F.O.s zu taufen, weil ich keine Backformen habe und – allein gelassen auf Backpapier – könnten sie zerlaufen und aussehen wie fliegende Untertassen; es wurde dann aber nur ein einziger MUFO, weil ich das wenigelchen Teig in einen kleinen Topf pfropfte und buk.

Emil Ferris: Am liebsten mag ich Monster

Die Erstveröffentlichung in den USA – der Comic schlug ein wie eine Bombe – fand am 14. Februar 2017 statt. Zu uns kam er am 25. Juni 2018 und ist bei Panini Comics erhältlich.

Emil Ferris

Es ist Emil Ferris’ Erstlingswerk. Ca. zehn Jahre hat sie es mit sich herumgetragen und daran gearbeitet, sogar als sie zeitweise obdachlos war. Über 400 Seiten zählt der mehrfach prämierte (unter anderem Gewinner des Eisner Awards: in drei Kategorien) erste Teil dieses Meisterwerkes. Eines, an dem eine in die USA eingeschleppte infizierte Stechmücke nicht unwesentlich ihren Anteil hatte. Mit dem West-Nil-Virus infiziert, der Ferris von der Hüfte abwärts lähmte, auch der rechte Arm (wie auch ihre Hand) war betroffen, eroberte sie sich zeichnend ihren Körper weitestgehend zurück und machte sogar einen Abschluss im “Kreativen Schreiben” an der School of the Art Institute of Chicago und erhielt zudem 2010 das Toby Devan Lewis Fellowship in den Bildenden Künsten. Emil Ferris, die wie ihre zehnjährige Protagonistin Karen Reyes selbst in den turbulenten 1960er Jahren aufgewachsen ist und dort heute noch lebt, war in einem früheren Leben Illustratorin und Spielzeugdesignerin für diverse unterschiedliche Kunden. Nach eigener Aussage liebt sie alles, was mit Monstern oder Horror zu tun hat.

Große Arbeit haben auch geleistet: Alessio Ravazzani, der für das Lettering zuständig war, wie auch Torsten Hempelt, der sich um die deutsche Übersetzung gekümmert hat.

Ein wahrlich monströses Kunstwerk!

Dieses üppige Kunstwerk in Form einer großen Kladde in Softcoverversion, an dessen Skizzen, kindlichem Gekritzel, Portraits, Szenenbildern, die teils wie Radierungen wirken, Panels und Gemälden von real existierenden Gemälden ich mich kaum sattsehen konnte, ist zugleich ein mysteriös monströser Psychothriller, ein Familiendrama, ein Geschichtsepos, eine Coming-of-Age-Geschichte, wie auch ein düsterer Krimi. Es ist eine Hommage an die vergangene Ära der Horror-B-Movies, sowie der Pulpmagazine. Liniertes, gelochtes Ringbuch-Schreibpapier, Kugelschreiber, Blei- und Farbstifte waren dabei alles, was Emil Ferris brauchte, um diese düstere aber enorm bezaubernde Geschichte in die Welt zu heben. Alles Utensilien, die den tagebuchartigen Stil noch verstärken. Dabei wird der Comic durch die von Emil Ferris nachgezeichneten Titelbilder der Horrormagazine der 60er Jahre in so etwas wie Kapitel unterteilt. Es ist sprichwörtlich neben dem Gang durch die, wie bereits erwähnt, Zeit- und Kulturgeschichte einer Ära, auch ein Gang durchs Museum. Auch lernen wir die Lebensgewohnheiten und -bedingungen der damaligen ausländischen und armen Arbeiterschicht kennen. Neben den abergläubischen Bräuchen von Karens Mutter kommt auch die griechische Mythologie nicht zu kurz. Die vielen Handlungsstränge, die uns nach und nach eröffnet werden, entwickeln einen enormen Sog. Sprunghaft, uns immer wieder auf Zeitreise schickend, entwickelt Ferris dabei die Geschichte(n) vor unseren Augen, lässt uns aber zugleich verweilen. Dies geschieht zum einen durch die Kraft ihrer Bilder und Details, wie z.B. die kleinen versehentlichen Schmierereien und erkennbaren Eselsohren, oder durch kleine gemalte Notizen, die wir finden können, zum anderen, durch ihre Erzählart, in Szenischem in die Tiefe (in die Seele der kleinen Protagonistin) zu gehen, wie z.B. während der Besuche im Museum, wenn Karen in die Gemälde klettert, oder ein andermal, wenn sie sich im Auge ihrer Mutter auf einer kleinen Insel wiederfindet.

Karen Reyes

Karen Reyes, deren Vater Mexikaner ist und deren Mutter zu einem Teil von irischen Siedlern aus den Appalachen abstammt und zum anderen von amerikanischen Indianern, ist eine Außenseiterin, die nunmehr gemeinsam mit ihrer kranken Mutter und ihrem Bruder Deeze – ein Frauenschwarm und Künstler – in einer kleinen Wohnung in einem turbulenten Chicago lebt, das bald von der Ermordung Martin Luther Kings in politische Unruhen gestürzt wird. Karen hat es in der Welt nicht leicht, von ihren Mitschülern gehänselt, behauptet sie sich als Werwölfin, Zeichnerin und Detektivin. Dabei untersucht sie nicht nur den Mord (der Hauptstrang) an ihrer verrückten Nachbarin und Freundin Anka Silverberg, einer Holocaustüberlebenden. Sie gräbt auch immer tiefer in ihrer eigenen Lebensgeschichte, wie auch in der ihrer weiteren Nachbarn, die alle, wie auch ihre eigene Familie, irgendwie in den Mordfall verstrickt zu sein scheinen. Währenddessen entdeckt sie ihr Geschlecht, ihre Liebe für andere Mädchen. Dabei lernt sie unter anderem Sandy und Franklin kennen, zwei Kinder, die nicht weniger kurios und seltsam sind wie sie es ist. Sie nimmt die beiden unter anderem mit ins Museum, wo sie auf ihre “zuverlässigen” Freunde (die Figuren in den Bildern) trifft, die sie ansonsten oft mit ihrem Bruder besucht, der ihr die Bildende Kunst schon als kleines Kind näher gebracht hat.

Emil Ferris, die besonders von Künstlern wie Goya, aber auch von anderen, den Pulpmagazinen, Horror-Movies beeinflusst wurde, bekam von ihrer Großmutter die illustrierten Dickens-Romane von Colliers, voll mit Stahlstichen. Als Kind ihrer Zeit und in Anbetracht ihrer eigenen familiären Biografie und Sicht auf die Welt der Menschen hat sie sich mit der Werwölfin Karen Reyes auch ein wenig selbst verewigt.

Expressionistisch und surrealistisch

Einen ungeheuren Sog entwickelt dieses üppige, farbstrotzende Kunstwerk, das ich kaum aus den Händen legen konnte, und das ich, obwohl ich es bereits gelesen habe, immer wieder zur Hand nehme, um darin zu blättern und erneut zu lesen. So stark sind die Bilder, so fein und bedacht ist die Sprache. Nichs ist zuviel, alles ist wesentlich. Man kann sich bis ins kleinste Detail, sei es nun wichtig oder nur beiläufig, verlieren. Die Gesichtsausdrücke sind hierbei besonders stark. Es ist ein düsteres Wunderland, in dem selbst ein kleiner, kurz auftauchender weißer Haushase seinen eigenen witzigen Kopf hat. Die gesamte Figurenentwicklung ist grandios, es sind allesamt extreme Charaktere, die uns in ihren Bann ziehen, unter deren Oberfläche, obwohl sie aussehen wie von sich selbst gezeichnete Karikaturen, dunkle und spannende Geschichten wabern. “Am liebsten mag ich Monster” ist surrealistisch, expressionistisch und extrem atmosphärisch. Eine absolut dichte, bezaubernde und nicht selten sehr poetische Erzählung.

Ich kann es kaum erwarten, die Fortsetzung in den Händen zu halten. Und hätte ich mir Band 1 im Comiceck des Kiosk am Bahnhof nicht gleich geschnappt als ich ihn sah, denn ich hatte schon auf der Comic-Messe 2018 in Erlangen sehr mit ihm geliebäugelt, hätte ich ihn mir wohl selbst unter den Weihnachtsbaum gelegt.

John Crawford: Der Geisterhügel

Die vielen Namen des John Glasby

John Glasby arbeitete in den 50er und 60er hauptberuflich einige Jahre als Chemiker. Gleichzeitig veröffentlichte er mehr als 300 Romane und Kurzgeschichten, die von Beginn an bei Badger Books erschienen, ein Imprint von John Spencer & Co, der sich auf Pulp-Magazine verstand und später auf Taschenbücher spezialisierte, die hauptsächlich Science Fiction und Fantasy enthielten. Fast alle Bücher bei Badger wurden entweder von Glasby oder von Lionel Fanthorpe geschrieben (der es immerhin auf mehr als 250 Veröffentlichungen brachte). Die beiden Autoren lieferten auch alle Geschichten für die Zeitschrift Supernatural Stories. Man kann also durchaus behaupten, dass die beiden eine echte Schreibfabrik betrieben. “John Crawford: Der Geisterhügel” weiterlesen

Neu in der Sammlung (2)

Meine Suche nach antiquarischen Heften und Büchern der Phantastik ist im Grunde eine genauso unendliche Geschichte, als würde ich immer nur das Neueste erstehen wollen. Da gibt es zwar einige Dinge, die vorgemerkt sind, aber Priorität hat das Vergessene. Nicht immer stößt man dabei auf Perlen, aber manchmal reicht auch das Skurrile, um in die Sammlung aufgenommen zu werden.

Zunächst ist heute natürlich Dienstag. Das bedeutet, ich habe den neuen Dorian Hunter (29) und den neuen Gespenster-Krimi (26) am Kiosk besorgt. Das ist immer mit einem kleinen Spaziergang verbunden, den ich in meine Rundreise einbaue, denn das DHL-Paket musste ich ganz wo anders abholen. Der Rest kam mit der Post. Und das hier sind die aktuellen Neuankömmlinge:

John Crawford – Der Geistehügel (Vampir Horror-Roman Band 1)
Phantastische Literatur – Gespensterbuch 1 (Bastei-Lübbe)
H.R. Wakefield – Der Triumph des Todes und andere Gespenstergeschichten (Bibliothek des Hauses Usher)
Mary Hottinger (Hg.) Horror – Klassische und moderne Horrorgeschichten (Diogenes)
Lars Dangel (Hg.) – Das sterbende Bild (Privatdruck)
Dorian Hunter 29 – Die Schöne und die Bestie
Gespenster-Krimi Neuauflage 26 – Der Unheimliche vom Todesschloss

Die absolute Besonderheit, sprich: der wahre Schatz ist natürlich das Hardcover, das Lars Dangel im Privatdruck herausgegeben hat.

Streng limitiert, mit Unterschrift des Herausgebers und der Illustratorin, nummeriert. Ich habe die Nummer 14 bekommen. Nicht nur ist das Buch atemberaubend schön und liebevoll aufgemacht, es rechtfertigt auch den stolzen Preis von 55 Euro (inklusive versichertem Versand). Um das Buch zu bekommen, musste man es schriftlich bei Lars persönlich bestellen. Und zwar mit der POST und ncht elektronisch. Es ist fast klar, dass Sammler der Phantastik ein etwas verschrobenes Völkchen sind, das zu großen Teilen noch auf das Analoge schwört. Man bekam dann die Rechnung, die es zu überweisen galt. Ich hatte die ganze Zeit etwas Bammel, kein Buch mehr zu bekommen (es erschien bereits im April), aber das war unbegründet.

Ein Liebhaberstück, von einem Liebhaber herausgegeben. Ein absolutes Highlight mit seltenen Geschichten.

Illustriert von Angelika Pillous

 

Stephen King: Blut (Skeleton Crew)

Man kann sich kaum vorstellen, wie groß Stephen King im Jahre 1985 wirklich war. Er hatte vier Bücher gleichzeitig auf der Bestsellerliste der New York Times und zwei neue kamen gerade auf den Markt. Außerdem riss man sich um die Filmrechte an seinen Werken. Etwas Vergleichbares hatte es zu diesem Zeitpunkt noch nicht gegeben. Nach eigenen Angaben war dieser Schriftsteller, der da im Mittelpunkt stand ein absolut Süchtiger, der monströse Mengen an Kokain schnupfte und jede Nacht literweise Bier in sich hinein schüttete. Mitten in diesem unvorstellbaren Chaos veröffentliche King Skeleton Crew, eine Sammlung mit Kurzgeschichten, die in deutscher Sprache in drei Ausgaben gepackt wurden (Im Morgengrauen, Der Gesang der Toten, Der Fornit), bevor 1992 die Gesamtausgabe als “Blut” erschien. Über Sinn und Unsinn der deutschen Titel müssen wir uns ohnehin nicht unterhalten. “Stephen King: Blut (Skeleton Crew)” weiterlesen

Kermit der Frosch (Es ist nicht einfach, grün zu sein)

Kermit der Frosch ist ein internationaler Star von höchster Bedeutung und die berühmteste Amphibie der Welt, begann aber ganz bescheiden.

Von der Handpuppe zum Frosch

Lange bevor Kermit zum ersten Mal auf der Leinwand auftauchte, begann er seine Karriere 1955 in der lokalen Fernsehsendung “Sam and Friends”, was ihm seinen ersten Emmy einbrachte.

Seitdem ist Kermit buchstäblich an die Spitze des Unterhaltungspantheons gesprungen, eine Leistung, die 2002 gewürdigt wurde, als der Frosch mit seinem eigenen Stern auf dem Hollywood Walk of Fame ausgezeichnet wurde. Es war das erste Mal, dass ein Frosch mit diesem hochkarätigen Preis geehrt wurde (nachdem es bereits eine Maus und eine Ente geschafft hatten). “Kermit der Frosch (Es ist nicht einfach, grün zu sein)” weiterlesen

Wolfgang Hohlbein: Der Hexer 6: Das Haus am Ende der Zeit, Kapitel 3

Vorheriges Kapitel.

Bücher, die der Satan schrieb

Der Titel ist natürlich nicht schlecht, stimmt aber nicht mit dem überein, was wir vorfinden in diesem Band, der zunächst als Gespenster-Krimi 587 erschienen ist. Die Grossen Alten haben natürlich nichts mit Satan zu tun, und die “Bücher” sind in diesem Fall nur ein Buch. Es ist der erste Auftritt des Necronomicon, des wohl berühmtesten Buches der gesamtem fiktiven Welt.

Das Necronomicon

In der 1922 von Lovecraft geschriebenen Geschichte Stadt ohne Namen taucht der Name des Autors zum ersten mal auf, Abdul Alhzred, und in der Erzählung Der Hund wird zum ersten Mal das legendäre Necronomicon erwähnt. Seitdem hat dieses Buch ein Eigenleben entwickelt, das beinahe ebenso monströs zu nennen ist wie sein Inhalt. Auch wenn Lovecraft erwähnte, der Titel wäre ihm im Traum eingefallen, kann man davon ausgehen, dass er von Robert W. Chambers’ Buch Der König in Gelb maßgeblich inspiriert wurde. “Wolfgang Hohlbein: Der Hexer 6: Das Haus am Ende der Zeit, Kapitel 3” weiterlesen

Wolfgang Hohlbein: der Hexer 4: Das Haus am Ende der Zeit, Kapitel 1

Voriges Kapitel.

Nach dem Erscheinen des 4. Bandes im Gespenster-Krimi stand fest, dass man Der Hexer in eigener Serie weiterlaufen lassen wollte. Der immense Erfolg war überraschend und setzte den Fandom für kurze Zeit in Flammen. Jeder wollte wissen, wer der Autor ist (denn auf den Heftchen stand kein Name). Dass man eine Serie nach so kurzer Zeit auskoppelte, ist ein einmaliger Vorgang in der großen weiten Welt der Heftromane. Es mag sehr viel verlegerisches Unvermögen eine Rolle gespielt haben, dass man diesen außergewöhnlichen Erfolg nicht dauerhaft für sich nutzen konnte. Nicht ungewöhnlich für Bastei.

Zum Heft selbst, das als GK 579 erschien, muss gesagt werden, dass dieses erste Kapitel des 3. Buches der Weltbild-Ausgabe die Versprechen der ersten drei Bände nicht ganz halten kann. Hohlbein unterlaufen hier ein paar Dinge, die zwar typisch für den Groschenroman sind, die er aber bisher vermeiden konnte. Das betrifft allerdings nicht die erste Hälfte des vorliegenden Abenteuers, die sich atmosphärisch den Vorgängern nahtlos anschließt. “Wolfgang Hohlbein: der Hexer 4: Das Haus am Ende der Zeit, Kapitel 1” weiterlesen