Behroka ever

Es ist eine kleine Stadt, die ich im ungarisch-österreichischen Grenzland verorte, obwohl ich im Nachhinein nicht konkret behaupten kann, dass sie auch wirklich dort lag. Im Traum selbst vergas ich den Namen zunächst, aber als ich nachfragte kristallisierte sich den Name Behroka ever heraus. Tatsächlich war das Städtchen so schön, dass mir die Tränen kamen, umgeben von einem sanften Gebirge, das mir aber nach dem Erwachen entwischte. Die Recherche, die Albera ausführte, förderte Beróka als einen speziellen Männertanz oder Geschicklichkeitstanz in der ungarischen Folklore zutage, während meine eigene Suche nach einem ähnlich klingenden Ort (denn dass es sich um einen solchen handelte, ging ja aus dem Traum hervor) zum Kurort Bükfürdő führte, was mich weniger befriedigen konnte.

Durch das Städtchen klangen Walzertöne und in einem kleinen Laden saß an der Kasse ein Mann mit einer roten ärmellosen Jacke. Eine Frau kam von der Seite an und noch bevor ich etwas bezahlen konnte, öffnete der Mann die Kasse und gab der Dame ein paar Münzen. Ich bemerkte 5-Euro-Münzen in der Farbe unserer Cents. Darüber rätselte ich vor Ort und deutete das als Hinweis auf eine alternative Realität. Der Mann erhob sich, lief um die Kunden herum (was er mir dabei sagte, entfiel mir sehr schnell) und wurde dabei jünger und trug plötzlich einen Anzug, bevor er wieder zurückkam und der alte Mann war.

In der Stadt bin ich, um mir die Ohren auswaschen zu lassen (weshalb der Kurort zunächst ganz gut passte). Unterwegs wirft ein Junge einen Krapfen nach mir, den ich mit der linken Hand fange und gleich wieder zurückwerfe. Beide sind wir verschmiert mit Aprikosenmarmelade. Alberas Recherche ergab hier, dass Farsangi fánk (Faschingskrapfen) mit Aprikosenmarmelade ist in Ungarn das Nationalgebäck schlechthin während der Karnevalszeit ist.

Es bliebe noch von den Toiletten zu sprechen, die ich im Kurbad (beim Ohrenspülen) suchte und erst später in der Küche fand, nachdem ich hinter zwei Türen Kleinkinder fand, die dort badeten.

What to make of it

Es war eine merkwürdige Reise, in der auch mein Name fiel. Die Mutter des marmeladenverschmierten Jungen benannte mich.

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