Feenkreise

Stell dir folgende Szene vor: Du spazierst durch einen malerischen Wald. Die Vögel zwitschern in der Ferne, die Sonne scheint dir in den Nacken, als du auf einen faszinierenden Ring von Pilzen mitten im Wald stoßen. Dein erster Impuls ist wahrscheinlich, diesen seltsamen Anblick näher zu untersuchen. Wenn man jedoch auf den Volksglauben hört, sollte dein erster Gedanke sein, vor diesen Feenkreis-Pilzen wegzulaufen. Seit Jahrhunderten werden solche Erscheinungen auf der ganzen Welt mit dem Wirken von Feen, Hexen oder sogar dem Teufel in Verbindung gebracht, obwohl einige glauben, dass die Kreise ein Zeichen von Glück sind. Feenkreise waren im Laufe der Geschichte ein wichtiger Bestandteil der Folklore und fanden schließlich auch Eingang in andere Medien wie Literatur und Kunst.

Credit: unukorno
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Die gespenstische Geschichte der echten Burg Frankenstein

Was viele Menschen nicht wissen, ist, dass der Name „Frankenstein“ Shelleys Roman um Jahrhunderte vorausgeht. Auf einer Bergkuppe im Odenwald, mit Blick auf die deutsche Stadt Darmstadt, befinden sich die bröckelnden Überreste der echten Burg Frankenstein. Das steinerne Bauwerk steht seit Mitte des 13. Jahrhunderts auf der Bergkuppe. Einige sagen, dass die düstere Legende der Burg den Weg zu einer jungen Mary Shelley fand und sie zu ihrem großen Roman inspirierte.

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Shades of Death: Eine Straße macht ihrem Namen alle Ehre

Die Shades of Death ist ein Straße, die sich durch einen kleinen Teil des ländlichen Amerika schlängelt. Tief in der Weite von New Jersey gibt es einen sehr kleinen, sehr dunklen und ziemlich erschreckenden Ort. Einen Ort, den die Realität vergessen zu haben scheint. Hier gibt es seltsame Geräusche, unerklärliche Anblicke und sogar schwebende Erscheinungen, die bereits einigen, die hier vorbeikamen, dauerhaftes Frösteln bescheren konnten. Mancherorts spricht man vielleicht von zufälligen paranormalen Erscheinungen, aber hier sind solche Vorkommnisse völlig normal. Viel zu häufig, um als annähernd seltsam zu gelten. Die Geschichte erzählt von zahlreichen Geistern der Toten, die auf dem dunklen, bewaldeten Highway umherwandern. Es ist ein unheimlicher Ort. Manche sagen, er sei einer der geisterhaftesten Orte ganz Amerikas.

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Die Anfänge der Schauerliteratur

Gleich zu Beginn müssen wir zunächst über eine übersetzungstechnische Definition sprechen. Schauerliteratur meint hier Gothic Fiction. Das ist – wie so oft – kein adäquater Ersatz, soll uns aber hier vorerst genügen.

Was genau ist Schauerliteratur?  Und auch hier stellen wir fest, dass es keine konkrete Definition gibt, ob wir das Genre nun Gothic nennen oder nicht. Aber es gibt einige Elemente, die Schauergeschichten tendenziell gemeinsam haben. Aber nicht alle Schauermären, ob nun als Literatur oder als Film, enthalten all diese Elemente.

Es verhält sich etwa so wie bei dem Wort „postmodern“. Es ist ein unglaublich schwer fassbarer Begriff, der sich einer strengen Definition und Kategorisierung entzieht und oft mehrere Dinge auf einmal bedeuten kann.

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Das Spukhaus: Dauerbrenner der Schauerliteratur

Seit der Antike bereichern Geisterhäuser unsere Phantasie: knarrende Treppen, zuschlagende Türen, flüsternde Stimmen, raschelnde Geräusche, zerbrechende Vasen, gurgelnde Pfeifen, an die Fenster schlagende Zweige, huschende schwarze Katzen, winselnde Hunde huschen schon lange durch die Flure unserer kollektiv erträumten Behausungen. In allen Kulturen erzählt man sich Geschichten darüber, denn selbst wenn wir uns zu Hause und sicher wähnen, ahnen wir tief in uns, dass es dort Dinge geben könnte, die nach uns greifen.

Spukhäuser sind ein faszinierender psychologischer Raum, der uns aus sehr ursprünglichen und tief verwurzelten Gründen Angst macht. Auf einer Ebene verkörpern sie Freuds Konzept des „Unheimlichen“, in dem ein solcher Raum „seinen Schrecken nicht aus etwas Fremdem oder Unbekanntem bezieht, sondern – im Gegenteil – aus etwas Fremdem, das unsere Bemühungen, uns von ihm zu trennen, vereitelt“.

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Die Katakomben von Paris

Katakomben

Unter den belebten Straßen von Paris liegt eine schattenhafte Unterwelt, über die oft in Geschichten über das Makabre und das Übernatürliche geflüstert wird. Die Katakomben von Paris mit ihren dunklen Tunneln und düsteren, mit menschlichen Überresten gefüllten Kammern haben Besucher aus der ganzen Welt lange Zeit fasziniert und abgestoßen. Legenden über Spuk und unheimliche Begegnungen haben sich mit der Geschichte der Katakomben verwoben und sie zu einem Magneten für alle gemacht, die sich für das Paranormale interessieren.

Der offizielle Name der Katakomben lautet l’ossuaire municipal; der Friedhof umfasst einen kleinen Teil der unterirdischen Tunnel, die die „les carrières de Paris“ (die Steinbrüche von Paris) bilden, der gesamte Tunnel wird als „Die Katakomben“ bezeichnet. Seit der Römerzeit begrub Paris seine Toten am Rande der Stadt. Mit dem Aufkommen des Christentums änderte sich die Praxis, die gläubigen Toten in geweihten Anlagen und in den angrenzenden Kirchen zu bestatten.

Katakomben

Mit der Ausdehnung der Stadt im 10. Jahrhundert gab es viele Friedhöfe, doch mit dem Bevölkerungswachstum in Paris wurden die Friedhöfe überschwemmt und eine Erweiterung war nicht möglich. Zu dieser Zeit konnten sich nur die Wohlhabendsten Kirchenbestattungen leisten, was im 12. Jahrhundert zur Eröffnung eines zentralen Friedhofs führte. Ende desselben Jahrhunderts waren die Menschen auf die Kirche St. Opportune in der Nähe des zentralen Pariser Stadtteils Les Halles angewiesen, die später in Saint Innocents umbenannt wurde und eine eigene Kirche und Gemeinde erhielt.

Die gängige Praxis für die Bestattung der toten ärmeren Menschen war die Massenbestattung. Wenn ein Teil des Friedhofs voll war, wurde er zugedeckt und ein anderer Teil angelegt. Nur sehr wenige der Toten hatten Särge, häufiger wurde ein Sarg für die nächste Bestattung wieder verwendet. Die Rückstände der Verwesung, ein Prozess, der durch die Verwendung von Kalk, der direkt in die Erde eingebracht wurde, chemisch beschleunigt wurde, stellten ein ernstes Problem für eine Stadt dar, die auf Brunnenwasser angewiesen war.

Katakomben

Im 17. Jahrhundert, am Ende der zweiten Welle der Pandemie des Schwarzen Todes, liefen die Pariser Friedhöfe so über, dass die Leichen wegen Überfüllung freigelegt wurden. Die Geschäftsleute der Stadt begannen, sich über den starken Geruch von verrottendem Fleisch zu beschweren, doch es wurde nichts unternommen, bis 1780 Regenfälle eine der Mauern zum Einsturz brachten und die Leichen auf ein Nachbargrundstück schoben.

Da die Leichen nirgendwo untergebracht werden konnten, brachte Paris sie in ein Labyrinth von Tunneln aus dem 13. Jahrhundert, die unter den Straßen der Hauptstadt lagen. Langsam begannen sich die Friedhöfe zu leeren, aber es sollte zwölf weitere Jahre dauern, bis man alle Knochen in die ehemaligen Steinbruchstollen gebracht hatte, in dem heute die Überreste von über sechs Millionen Menschen ruhen.

Die Katakomben können im Rahmen von Führungen besichtigt werden. Sie gehören zu den 10 am meisten von Spuk heimgesuchten Orten der Welt. Besucher haben behauptet, dass sie „von unsichtbaren Händen berührt“ wurden, andere behaupten, das Gefühl gehabt zu haben, verfolgt zu werden, kalte Stellen in bestimmten Bereichen zu spüren, einige Fälle von hysterischen Zusammenbrüchen wurden registriert, andere haben behauptet, gewürgt worden zu sein. Bei so viel Unruhe und Respektlosigkeit gegenüber den Toten ist es kein Wunder, dass es in den Straßen von Paris spukt.

Eine der berühmtesten Erzählungen ist die von Philibert Aspairt, der 1793 in den Katakomben verschwand. Seine Leiche wurde angeblich 11 Jahre später gefunden, nur wenige Meter von einem Ausgang entfernt, und seine Kerzen waren längst ausgebrannt. Viele behaupten, dass sein Geist noch immer in den Gängen umherwandert, auf der ewigen Suche nach einem Ausweg.

Die Farben der Geister

Heute erkunden wir die verschiedenen Farbtöne, in denen Geister angeblich auftreten. Aus welchem Grund auch immer, es sind alles weibliche Erscheinungen. Diese „Damen“ sind ein sehr interessanter Teil der Folklore, und vielleicht sogar gruselig genug, um euch heute Nacht wach zu halten.

DIE BRAUNE LADY

Es ist gut möglich, dass ihr das berühmte Foto der Brown Lady schon kennt. Dieses dreihundert Jahre alte Gespenst, das Raynham Hall in Norfolk, England, heimsucht, wurde angeblich 1936 von Indra Shira und Captain Hubert C. Provand vor die Linse genommen.

Zu Lebzeiten soll es sich bei der braunen Dame um Lady Dorothy Townshend, die Schwester des ersten englischen Premierministers (Sir Robert Walpole), gehandelt haben, die der Legende nach von ihrem Mann bis zu ihrem frühen Tod eingesperrt wurde. Ein Porträt von Dorothy Townshend hing früher in Raynham Hall – es zeigte eine Frau in einem braunen Kleid mit großen, strahlenden Augen. Wenn man nachts an dem Bild vorbeiging, nahm das Gesicht anscheinend einen bösen Ausdruck an.

Der Geist der Brown Lady hatte seit den 1800er Jahren mehrere bemerkenswerte Auftritte. Sie erschien im Zimmer von Georg IV. und starrte ihn an, als er im Bett lag; und sie erschien Kapitän Frederick Marryat, als dieser einen Ball im Haus besuchte. Sie erschien ihm auf dem Flur, starrte ihn an und erschreckte ihn so sehr, dass er seinen Revolver zog und schoss. Aber die Kugel ging natürlich glatt durch und wurde später in der Tür dahinter entdeckt.

Das Foto, das eine neblige weiße Gestalt zeigt, die vor einer Treppe schwebt, wurde im Jahr der Aufnahme im Country Life Magazine veröffentlicht und sofort berühmt. Es ist nach wie vor eine der bekanntesten Geisterfotografien, für die es noch keine Erklärung gibt.

WEISSE FRAUEN

Diese besondere Bezeichnung hält man in der Welt der Geister für Frauen bereit, die in einer Tragödie oder bei einem Mord ums Leben gekommen sind – vor allem Adelige. Am populärsten sind sie in Großbritannien, wo man sagt, dass sie sich in Schlössern und auf dem Gelände herumtreiben, und manchmal sieht man sie mit einem Giftbecher in der Hand. Es gibt unzählige Geschichten über weiße Frauen im Vereinigten Königreich, aber meine Lieblingsgeschichte ist die über die weiße Dame von Darwen, einer kleinen Stadt in Lancashire. Man sagt, dass sie auf ihrem Grabstein spukt, dass sie nachts auf dem Friedhof umherwandert und dass sich die Augen der Steinfigur auf ihrem Grab öffnen, wenn man sie berührt.

Geschichten über weiße Frauen gibt es in vielen verschiedenen Kulturen, und ihre Eigenarten sind von Ort zu Ort etwas unterschiedlich. In Frankreich zum Beispiel findet man die weißen Damen oft in der Nähe von Brücken, wo junge Frauen als Opfer für die Geister in den Fluss geworfen wurden und man im Gegenzug die Brücke sicher überqueren durfte.

GRAUE FRAUEN

Ähnlich wie bei den weißen Frauen handelt es sich bei den grauen Frauen um die Geister, die unter gewaltsamen oder tragischen Umständen zu Tode gekommen sind, vor allem aber, wenn dies durch einen geliebten Menschen verursacht wurde. Ihr Name rührt daher, dass sie normalerweise grau gekleidet sind. Glamis Castle in Schottland wird von einer grauen Dame heimgesucht, die die Kapelle bewohnt; die Verwalter haben sogar die Kirchenbank reserviert, auf der sie oft sitzt.

Chambercombe Manor

In Chambercombe Manor in Nord-Devon, England, geht der Geist einer grauen Dame um, der bis ins siebzehnte Jahrhundert zurückreicht. Die Geschichte besagt, dass ein Mann namens William Oatley eines Nachts ein Schiff an die Küste steuerte und es absichtlich gegen die Felsen prallen ließ, um es zu plündern. Eine Frau wurde an Land gespült, deren Gesicht so stark verletzt war, dass keine Gesichtszüge mehr vorhanden waren, und er nahm sie mit nach Hause. Sie starb später in der Nacht, und Oatley stahl ihren Schmuck und ihr Geld. Am nächsten Tag erfuhr Oatley, dass seine Tochter während des Schiffbruchs verschwunden war, und aus Kummer und Scham darüber, sie versehentlich ermordet zu haben, versteckte er ihre Leiche in einer Mauer des Herrenhauses. Man glaubte, ihren Leichnam hundert Jahre später gefunden zu haben, doch ihr herzzerreißender Geist ist nie verschwunden.

ANDERE DAMEN

Hier sind zwei weitere Geister in Farbe:

Die Blue Lady ist ein mysteriöser Frauengeist, der in der Moss Beach Distillery in Kalifornien spukt. Die Legende erzählt von einer Frau, die immer in Blau gesehen wurde. Während eines Urlaubs an der Küste lernte sie einen schneidigen Mann kennen, wurde aber von ihrem eifersüchtigen Ehemann getötet, als er von ihrer Affäre erfuhr.

Man hat nicht nur eine seltsame Gestalt in Blau am Strand auf und ab wandern sehen – manchmal mit blutverschmierten Kleidern -, sondern es wurden auch andere merkwürdige Ereignisse in der Distillery gemeldet, wie unheimliche Telefonanrufe von scheinbar niemandem und das Verschwinden von Frauenschmuck.

Leider wurde jede Glaubwürdigkeit, die das Restaurant hatte, von der SyFy-Sendung Ghost Hunters zunichte gemacht, die mehrere Schreckensmeldungen rund um die Distillery entdeckte.

Die letzte geisterhafte Frau, von der ich heute erzählen möchte, ist ein Gespenst aus der lokalen Überlieferung. Hier in meiner Heimatstadt St. Louis, Missouri, haben wir einen Ort, der weithin als einer der spukhaftesten Orte Amerikas gilt – das Lemp Mansion. Als Familiensitz der Bierbarone der frühen 1900er Jahre fand ihr reicher Lebensstil mit der Prohibition ein jähes Ende. Nach der Schließung ihrer Brauerei starb William Lemp’s Sohn (einer von sieben), Frederick, an einem Herzinfarkt. Kurz darauf erschoss sich William im Marmorbüro des Hauses, wo sich auch sein Sohn William Jr. das Leben nahm. Zwei weitere Kinder von William Lemp begingen später in der Villa Selbstmord, aber es wird angenommen, dass die meisten Familienmitglieder noch immer in dem Haus spuken.

(c)Matt Hucke – hucke @cynico.net

Ein besonderes Gespenst ist die Tochter Lillian Lemp, die zu Lebzeiten den Spitznamen „Lavendel-Lady“ trug, weil sie oft lila Kleidung anhatte. Heute sieht man sie oft vor ihrem Porträt auf der Treppe und in dem Zimmer, das sie einst bewohnte und in dem man schlafen kann… wenn man sich traut!

Brückenspuk

Es würde mich nicht wundern, wenn jeder Leser eine Geschichte über eine Spukbrücke kennt, die sich in der Nähe des Ortes befindet, an dem man aufgewachsen ist. Es gibt Dutzende von Legenden über gespenstische Brücken überall auf der Welt, aber die meisten von ihnen enthalten immer die gleichen Details. Aber wer liebt nicht eine gute Geistergeschichte? Lassen wir das logische Denken für eine Nacht beiseite und geben wir uns dem schaurigen Vergnügen hin.

SPUK AUF DER BRÜCKE VON AVON (AVON, INDIANA)

Brücke von Avon

In der Stadt Avon befindet sich eine massive, 300 Fuß lange und 70 Fuß hohe Eisenbahnbrücke. Das prächtige, aber auch furchterregende Bauwerk wurde 1906 errichtet, um den Eisenbahnverkehr über den White Lick Creek zu ermöglichen, und 1908 zweigleisig ausgebaut. Obwohl die Brücke immer noch ein Wahrzeichen ist (sie ist auf dem Siegel von Avon abgebildet) und genutzt wird, ist sie auch ein bekannter Ort innerhalb der lokalen Folklore.

Mehrere Geister spuken auf der Brücke, und obwohl die Geschichte keine Erklärung für sie hat, haben sich im Laufe der Zeit einige mögliche Identitäten für sie herauskristallisiert. Eine Geschichte erzählt von einem Bauarbeiter, aber die Details seiner Identität ändern sich von Version zu Version; manchmal ist er ein irischer Einwanderer, manchmal ein Afroamerikaner, und manchmal nennt er sich Henry Johnson. In der Geschichte rutschte der Bauarbeiter beim Bau der Brücke aus und fiel in den nassen Zement eines der Pfeiler. Er starb ziemlich schnell und sank nach unten, und seine Kollegen beschlossen, sich die Zeit, die Mühe und das Geld zu sparen, die nötig gewesen wären, um den Mann herauszuholen. Sie ließen seinen toten Körper einfach in dem Pfeiler eingeschlossen zurück. Nun sagt man, dass man sein Klopfen oder Stöhnen aus seinem Zementgrab hören kann. Eine andere, einfachere Geschichte erzählt von vier Bauarbeitern, die von der Brücke in den White Lick Creek stürzten, und noch heute kann man das Echo des Aufpralls im Wasser hören, wenn sie fallen.

Ein anderer Geist soll der einer jungen Frau sein, die eines Tages die Brücke überquerte, um ihren kranken Säugling zum Arzt zu bringen. Als sie sich in der Mitte der Brücke befand, rumpelte ein Zug über die Gleise, und sie stürzte von der Brücke in den Bach. Während ihr armes Baby durch den Aufprall starb, überlebte die Mutter nur noch wenige Tage, um dann an einem gebrochenen Herzen zu sterben. Eine Überlieferung sagt, dass man bei der nächtlichen Unterquerung der Brücke hupen soll, um ihre markerschütternden Schmerzensschreie zu übertönen.

Man hat auch die Erscheinung eines Mannes gesehen, der auf den Gleisen auf und ab ging, und es gibt noch ein paar andere makabre Geschichten, die mit der Brücke verbunden sind. Ob die Geschichten nun wahr sind oder nicht, sie haben ein wunderschönes, historisches Bauwerk in den Köpfen der Menschen lebendig gehalten und eine faszinierende moderne Folklore geschaffen.

SCHREIENDE BRÜCKE (ARLINGTON, TEXAS)

Schreiende Brücke von Arlington

Im Gegensatz zu den meisten Lagerfeuer-Legenden hat diese tatsächlich eine gewisse Grundlage in der Realität. Im Jahr 1961 kamen drei Mädchen im Teenageralter dort ums Leben, als sie nachts die kurvenreiche Straße hinunterfuhren. Es kann ziemlich schwierig sein, sich auf diesen dunklen, kurvenreichen Straßen zurechtzufinden, vor allem, weil die Kurven wie aus dem Nichts zu kommen scheinen. Ich habe noch nie in einer abgelegenen Gegend gelebt, deshalb macht es mir Angst, nachts auf diesen bewaldeten Straßen zu fahren. Die Mädchen fuhren mit lässigen 45 Meilen pro Stunde und bemerkten die kaputte Brücke vor ihnen zu spät. Sie war von einer Gruppe von Jungen niedergebrannt worden, die den Zugang zu Arlington für die hier ansässige afroamerikanische Gemeinde zerstören wollten.

Im Laufe der Zeit entwickelte sich die Tragödie zu einer urbanen Legenden und Geistergeschichte. Man erzählt sich heute, dass ein schwerer Nebel aufzieht, wenn man sich der Brücke nähert, und dass man die körperlosen Schreie der verstorbenen Mädchen dort hört.

DIE SACHS-BRÜCKE (GETTYSBURG, PENNSYLVANIA)

Die Sachs-Brücke

Gettysburg ist weithin als einer der geisterhaftesten Orte Amerikas bekannt, da es als Schlachtfeld des Bürgerkriegs 1863 einen blutigen Platz in der Geschichte einnimmt. Die schöne Brücke dort wurde von den Soldaten der Konföderierten benutzt, als sie sich von der Schlacht zurückzogen.

In der Umgebung gab es mehr als genug Blutvergießen und Tod. Der Legende nach wurden drei konföderierte Soldaten an den Balken der 100 Fuß hohen Brücke aufgehängt, als sie als Spione enttarnt wurden. Ihre baumelnden Körper sollen dann von patrouillierenden Unionssoldaten entdeckt worden sein. Man sagt, die Geister der Gehängten halten sich an der Brücke auf, aber sie sind nicht die einzigen Erscheinungen, von denen berichtet wird. Es wird gesagt, dass eine schwere Präsenz über der Brücke liegt, und es ist üblich, unsichtbare Augen auf sich zu spüren und das Gefühl zu haben, dass man nicht willkommen ist. In der Nähe der Brücke hört man schwere Schritte, Pferdehufe, Schüsse und Schreie, und Besucher behaupten oft, unerklärlichen Pfeifentabak zu riechen. Nachts aufgenommene Fotos zeigen oft seltsame Anomalien, wie Kugeln, Lichtstreifen, mysteriöse Nebel und sogar geisterhafte Erscheinungen. Könnten dies die Überreste der unzähligen Soldaten sein, die in Gettysburg gefallen sind?

BUNNYMAN-BRÜCKE (CLIFTON, VIRGINIA)

Der Bunnyman ist eine meiner liebsten urbanen Legenden, einfach weil sie so verdammt gruselig ist. Es gibt nur zwei bestätigte Fakten in Bezug auf die Legende des Bunnyman, und das sind zwei beängstigende Vorfälle. Beide ereigneten sich in Burke, Virginia, im Jahr 1970 im Abstand von etwa einer Woche. Der erste Vorfall ereignete sich am 19. Oktober und wurde von einem US-Luftwaffenkadetten bei der Polizei gemeldet. Er und seine Frau kamen gegen Mitternacht von einem Footballspiel zurück und beschlossen, das Auto am Straßenrand zu parken, um zu „reden“. Ihr „Gespräch“ wurde durch eine Bewegung im Rückspiegel und das plötzliche Zerspringen der Beifahrerscheibe unterbrochen. Das Fenster war durch ein Beil zerschlagen worden, das nun auf dem Boden des Wagens lag; offenbar hatte es ein Mann in einem weißen Hasenanzug geschwungen, der sie anschrie und ihnen befahl, die Straße nicht zu betreten. Das Paar kam unverletzt davon, der seltsame Mann wurde jedoch nie identifiziert. Der zweite Vorfall ereignete sich am 29. Oktober, als ein Sicherheitsbeamter auf der Baustelle einen jungen Mann ansprach, der auf der Veranda eines noch nicht fertig gestellten Hauses stand. Der Mann war mit einem Hasenkostüm bekleidet und hackte mit einer Axt auf das Geländer der Veranda ein, plapperte von Hausfriedensbruch und drohte, dem Wachmann „den Kopf einzuschlagen“. Auch dieser mysteriöse Mann wurde nie gefunden, und der Fall wurde aus Mangel an Beweisen eingestellt.

Der Rest der Legende über den Bunnyman hat keine tatsächliche Grundlage, ist aber dennoch eine gute Geschichte. Die Leute sagen, dass die Stadt Fairfax in den frühen 1900er Jahren ein örtliches Irrenhaus aufgrund der öffentlichen Empörung schließen musste. Während des Transports der Patienten überschlug sich der Bus und tötete fast alle Passagiere. Einige flohen in die Wälder, aber alle wurden gefasst, bis auf zwei. Diese beiden Männer hießen Marcus Wallster und Douglas Grifon. Die Polizei konnte Wallster schließlich ausfindig machen, indem sie einer Spur von gehäuteten Kaninchen folgte, die an den Bäumen hingen und zur Colchester-Überführung bei Clifton führten. Grifon wurde nie gefunden, und es wird gesagt, dass man in der Zeit um Halloween gehäutete und halb aufgegessene Kaninchenkadaver in den Wäldern rund um die Überführung finden kann, die jetzt als Bunnyman Bridge bekannt ist.

Andere Erzählungen berichten von Menschen, die die Bunnyman Bridge besucht haben und später am Eingang hängend aufgefunden wurden. Es wird gesagt, dass der Bunnyman in der Halloween-Nacht mit einer Axt von der Brücke kommt. Die Leute werden gewarnt, dass der Bunnyman sie, wenn sie die Brücke nachts besuchen, packen und aufhängen wird, so wie die armen Seelen der Legende.

Die Verlockung geisterhafter Straßen

Alte Straße

Es hat für mich etwas Besonderes, wenn ich eine gespenstische alte Straße entlangfahre. Keine Straßenlaternen, nur zwei Wände aus dichtem, dunklem Wald, die sich zu beiden Seiten hinziehen.

Es gibt unzählige solcher Straßen, und um viele von ihnen ranken sich natürlich auch Legenden und Geistergeschichten. Wir könnten wahrscheinlich für jeden Ort ein Dutzend aufzählen, aber ich habe versucht, ein paar der gruseligsten Geisterstraßen der Welt zu finden, über die ihr nachdenken könnt, wenn ihr das nächste Mal den langen Weg nach Hause nehmen müsst.

A75 Kinmount Straight

Kinmount Straight
Kinmount Straight

Die A75 ist eine 95 Meilen lange zweispurige Straße, die durch Schottland führt. Seit ihrer Eröffnung im Jahr 1923 hat sie den Ruf, die am meisten von Geistern heimgesuchte Straße Schottlands zu sein. Die meisten Aktivitäten konzentrieren sich jedoch auf einen 15 Meilen langen Abschnitt zwischen Annan und Dumfries, den so genannte Kinmount Straight.

Die erste Sichtung scheint im Jahr 1957 stattgefunden zu haben, als ein LKW-Fahrer glaubte, ein Pärchen zu sehen, das Hand in Hand die Straße entlanglief; als er jedoch sein Fahrzeug anhielt, konnte er keine Spur der beiden Gestalten finden. Über diese Art von Vorfällen wird häufig berichtet: Phantom-Personen, die vor Autos auftauchen und beim „Aufprall“ wieder verschwinden. So beunruhigend das auch ist – vor allem für den Fahrer, der glaubt, er habe gerade einen Menschen getötet -, so ist es doch bei weitem nicht das seltsamste Erlebnis, das sich auf der Kinmount Straight ereignet hat.

Die vielleicht bizarrste Geschichte von der A75 war die von den Fahrern Derek und Norman Ferguson, die um Mitternacht die Straße hinunterfuhren, als ein Huhn gegen ihre Windschutzscheibe flog, aber – wie all die genannten Erscheinungen – beim Aufprall verschwand. Dies war anscheinend der Beginn einer Reihe erschreckender Erscheinungen, zu denen auch eine alte Frau, die mit den Armen fuchtelte, ein schreiender, langhaariger Mann und ein Rudel verschiedener Tiere gehörten, darunter Hunde, Ziegen, Großkatzen, Hühner und „seltsame Wesen“. Die beiden Brüder hielten das Auto an, das hin und her schwankte. Als es zum Stehen kam, fuhren sie langsam weiter, nur um auf ein weiteres Gespenst zu stoßen – einen Möbeltransporter, der auf sie zugerast kam, um dann, ihr ahnt es, ebenso plötzlich zu verschwinden.

Geisterhafte Straße

Eine solche Geschichte hört man nicht alle Tage, aber es ist ein ganz normaler Abend auf der Kinmount Straight. Auf dieser berüchtigten Straße wurden schon viele „unheimliche Kreaturen“ gesichtet, augenlose Gespenster und kreischende Geister. Nachts wurden Umzüge von zerzausten und mittelalterlich gekleideten Menschen gesehen, die Handkarren schoben und Bündel trugen, wie eine Truppe von Landstreichern, die sich wohl in der Zeit verirrt hatten.

Die Kinmount Straight ist für ihre bizarren und häufigen Aktivitäten berühmt geworden, und wie jeder paranormale Hotspot ist sie auch zu einem Treffpunkt für lokale Legendenforscher und paranormale Ermittler geworden.

Clinton Road

New Jersey fasziniert mich, weil es trotz seiner Nähe zum Big Apple über weitläufige, ungezähmte Wälder verfügt. Die Clinton Road erstreckt sich über zehn Meilen eines solchen Gebiets und bietet damit die perfekte Kulisse für eine Fülle von Geistergeschichten.

Die Fahrt ist einsam und führt nur an einigen Häusern vorbei, von denen einige unbewohnt und eher unheimlich wirken. Entlang der Strecke liegen auch mehrere Ruinen, die beide für urbane Legenden stehen. Die erste ist etwas enttäuschend: die Überreste einer Eisenschmelze aus den 1800er Jahren. Sie ist seit Langem außer Betrieb, aber viele Leute behaupten, dass sie nicht völlig verlassen ist; es gibt Berichte über Hexerei und rituelle Versammlungen in diesem Gebäude, das fälschlicherweise als Druidentempel bezeichnet wird, aber der Aberglaube hat sie zu einem gefährlichen Ort für nächtliche Aufenthalte gemacht.

Cross Castle
Cross Castle

Eine weitere seltsame Ruine ist das Cross Castle, ein Herrenhaus, das 1905 von einem Mann namens Richard Cross erbaut wurde. Einige Jahre später brannte es ab und wurde fast vollständig zerstört. Das ist anscheinend alles, was über diesen Ort bekannt ist. Das macht ihn natürlich zu einem geheimnisvollen Ort. Die Ruine ist über einen Wanderweg erreichbar, und diejenigen, die sich auf den Weg zu der verfallenen Burg gemacht haben, berichten von satanischen Schriften an den Wänden und von Menschen, die mit unerklärlichen Blutergüssen zurückkamen.

Eine der populärsten Legenden, die sich um die Straße ranken, ist die der „Ghost Boy Bridge“, wo angeblich ein Kind ertrunken ist und nun an dieser Stelle spukt. Die Legende besagt, dass eine Münze, die man ins Wasser wirft, vom Geist des Kindes zurückgeworfen wird.

Auf der Clinton Road wurden schon viele „Geisterautos“ gesehen; eines davon ist ein Camaro, der vom Geist eines Mädchens gefahren wird, das in den 80er Jahren bei einem Unfall ums Leben gekommen sein soll. Eine andere, noch unheimlichere Erscheinung ist ein großer schwarzer Lastwagen, der hinter einem herfährt und mit Lichthupe bis zum Ende der Straße jagt. Außerdem haben Leute schwebende Scheinwerfer gesehen, die scheinbar an keinem Auto befestigt waren.

Jungle Habitat
Jungle Habitat

Eine letzte Legende rankt sich um einen inzwischen geschlossenen Themenpark von Warner Bros. namens Jungle Habitat. Der Park wurde 1972 eröffnet und nur vier Jahre später am Halloween-Wochenende geschlossen (spoooooky!). Der Park, der einem Zoo ähnelte und rund 1 500 exotische Tiere beherbergte, wurde nach mehreren Angriffen auf Besucher und Gerüchten, dass einige der Tiere in die umliegenden Wälder entkommen waren, berüchtigt.

Die Gebäude stehen noch immer in Passaic County, und der Mythos von bizarren und gefährlichen Kreaturen, die die Wälder durchstreifen, hat sich bis heute gehalten. Viele, die die Clinton Road hinuntergefahren sind oder das umliegende Land erkundet haben, berichteten von schrecklichen Kreaturen, bei denen es sich um Hybriden der entkommenen Tiere aus Jungle Habitat handeln soll.

Das vielleicht einzige bestätigte makabre Ereignis ist eine Leiche, die 1983 am Straßenrand gefunden wurde. Es handelte sich um ein Opfer von Richard Kuklinksi, einem Auftragsmörder, der nach seiner Methode, eine Leiche einzufrieren, um die Ermittler bei der Bestimmung des Todeszeitpunkts zu verwirren, „der Eismann“ genannt wurde. Es ist möglich, dass der Geist dieses Opfers noch immer in den Wäldern um die Clinton Road herum spukt.

Das vielleicht schrecklichste Legende von allen: Die Clinton Road ist auch dafür bekannt, dass sie die längste Ampelwartezeit Amerikas hat, die einen Autofahrer bis zu fünf Minuten lang in einem Zustand quälender Spannung erstarren lassen kann…

Zombie Road

Zombie Road
Zombie Road

Etwa vierzig Autominuten außerhalb meiner Heimatstadt St. Louis liegt, fast verschluckt vom dichten Wald, eine alte unbefestigte Straße, die den unheimlichen (und zugegebenermaßen etwas kitschigen) Beinamen Zombie Road bekommen hat. Historiker vermuten, dass der einst als Lawler Ford Road bekannte Weg von amerikanischen Ureinwohnern angelegt wurde, um einen passierbaren Teil des Meramec River zu erreichen, der ganz in der Nähe verläuft. Im Laufe der Zeit wurde sie zu einer viel befahrenen Straße und in den 1950er Jahren sogar zu einem bekannten Weg für Liebespärchen. Seitdem kursieren unter Jugendlichen verschiedene Geistergeschichten über die Straße, die inzwischen für Autos unpassierbar geworden ist und nur noch zu Fuß oder mit dem Fahrrad befahren werden kann.

Die Zombie Road könnte ihren Spitznamen von den Legenden über einen verrückten Serienmörder erhalten haben, der in den Wäldern lauerte, um die Liebenden zu töten, die dort nachts parkten. Man glaubt auch, dass es hier viele Geister gibt. Einer davon ist der Geist eines Mannes, der auf den inzwischen stillgelegten Gleisen neben der Straße von einem Zug überfahren und getötet wurde. Ein anderer ist der Geist eines kleinen Jungen, der von den Klippen, die die Straße umgeben, herunterfiel und im Meramec River ertrank.

Schatten auf Straße

Es gibt viele Geschichten über ein altes Irrenhaus – oder manchmal auch ein Waisenhaus – das in den Wäldern versteckt ist. Ein weiteres Geisterhaus ist angeblich ein altes Haus am Ende der Straße, in dem eine alte Frau wohnt, die schreiend aus ihrem Haus fliegt und jeden verjagt, der sich ihr nähert.

Viele haben behauptet, „Schattenmenschen“ zu sehen, wenn sie durch den Wald spazieren gehen; so viele, dass sogar ein lokaler Dokumentarfilm mit dem Titel „Children of the Grave“ (Kinder des Grabes) gedreht wurde, der auf SyFy ausgestrahlt wurde.

Am häufigsten wird wohl über die verwirrenden Auswirkungen der Straße auf die Menschen berichtet. Manche sagen, dass die Straße nie zweimal gleich aussieht, dass sie bei jeder Fahrt länger oder kürzer erscheint oder dass man das Gefühl hat, sie würde nie enden. Die Menschen haben häufig das Gefühl, beobachtet oder verfolgt zu werden – sie hören Schritte, die jenseits der Baumgrenze mit den ihren Schritt halten.

Die einst berüchtigte Straße wird heute von der örtlichen Polizei streng überwacht, so dass jeder, der einen Geist zu Gesicht bekommen möchte, vorher erst einmal gewarnt wird.

Die blutige Geschichte der Edinburgh Vaults

Es gibt nur wenige Orte auf der Welt, an denen es so spukt wie in den schottischen Edinburgh Vaults. Die auch als South Bridge Vaults bekannten Gewölbe mit ihren neunzehn Kammern beherbergten die örtlichen Tavernen, Schuster und Geschäfte, hatten aber auch eine dunkle Seite. Die Gewölbe wurden ebenfalls als Versteck von Dieben, Mördern und anderen üblen Gestalten bekannt, was sie zu einem der gefährlichsten Orte der Stadt machte, und wenn man die erschreckenden Berichte bedenkt, die bis heute aus den Gewölben von Edinburgh kommen, sind die Geister der Verbrecher immer noch sehr präsent.

Die Bauarbeiten an den Gewölben waren 1788 offiziell abgeschlossen, und 30 Jahre lang wurde der Raum sowohl von den örtlichen Gewerbetreibenden als auch von der kriminellen Szene für ihre Geschäfte genutzt, und das Geschäft boomte. Auf der Straßenebene der Gewölbe von Edinburgh befanden sich die Ladenfronten, wo die Besucher auf den Märkten nach Waren stöbern und in den Tavernen einen Drink nehmen konnten. Eine Etage tiefer befanden sich die Werkstätten, und direkt darunter gab es eine Etage mit 120 Zimmern, die als Wohnräume genutzt wurden.

In den drei Jahrzehnten, in denen die Gewölbe in Edinburgh in Betrieb waren, lief alles über der Erde reibungslos, sogar für das kriminelle Element, aber dank der schlampigen Handwerkskunst der Erbauer der Gewölbe hatten die Gewölbe der Südbrücke einen großen Fehler, der verhinderte, dass die Tunnel ihr volles Potenzial ausschöpften. Riesige Risse, die sich über die gesamte Brücke erstreckten, ließen das gesamte Abwasser der Stadt in die unteren Ebenen des Gewölbes sickern und machten es nahezu unmöglich, sich längere Zeit in den Arbeits- und Wohnräumen aufzuhalten.

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