Der Brunnen der Yoni

Denkst du noch daran, wie du deine Kleider ablegtest, danach dein Höschen wieder anzogst, einen Ohrring herausnahmst? Du zerrißt das Höschen, bis du nur noch den Hosenbund trugst, von dem eine Triangel hing. Du sahst, wie etwas aus dem Meer gekrochen kam und dich musterte, was dir nicht unangenehm war. Du wolltest einen Brunnen graben und brauchtest jemanden, der dir dabei behilflich war.

»Kennst du dich damit aus?«

»Natürlich kenne ich mich damit aus, du hast doch gesehen, woher ich gekommen bin!«

»Das ist nicht dasselbe! Das Meer, das wurde nicht gemacht, das hat niemand geplant.«

Der große Frosch war anderer Meinung und teilte es dir mit, würgte eine Fliege hervor, würgte noch eine Fliege hervor. »Hier«, seine Zunge deutete auf die schwarzen Punkte im Sand, »hier ist die Mitte des Brunnens.«

»Ich sehe sie«, sagtest du. Ihr begannt gemeinsam zu graben, es veränderte sich nur das Wetter. I went down to the crossroads, try to flag a ride.

Du lernst kennen und du vermißt; die eigentliche Art bleibt dir fremd. Du kommst gut nach Hause und schlecht aus dem Haus, ein Luftspuk, wo immer du bist. So zittern die Stunden, die Jahre vorbei, ein Traum ist so gut wie der nächste, die rührende Nähe der Wünsche vertreibt die Scheu, sich allein im Spiegel zu betrachten. Du gingst (später) in die Stadt der Schenkel, kamst über Haut gepilgert, die wie Sand ihre Formen verändert, gingst zum Brunnen der Yoni und wußtest nicht mehr, was du vorher wußtest.