Carrie – Ein universelles Märchen

Bouquinist

Der Roman erschien etwa zur gleichen Zeit wie Rosemaries Baby und Der Exorzist. Es war die Zeit, in der die Menschen begannen, sich mehr für das Unheimliche und Paranormale der menschlichen Existenz zu interessieren und sich nicht mehr mit Gespenstern und Geistern abzufinden.

Der Archetyp

Man mag sich fragen, was an Stephen Kings Carrie so besonders ist, dass es überhaupt sein Erstlingswerk werden konnte. Ein großer Teil der Legende beruht auf der Tatsache, dass dies bereits Kings vierter Roman war, den er an Verlage schickte. (Die ersten drei waren AmokTodesmarsch und Qual, die alle später unter dem Pseudonym Richard Bachmann veröffentlicht wurden.) Gerne wird auch die Geschichte erzählt, dass King den einzigen Entwurf in den Papierkorb geworfen habe, bis seine Frau ihn überreden konnte, ihn wieder herauszuholen und zu beenden. Tatsächlich hatte er nicht nur das Manuskript in den Papierkorb geworfen, er wollte das Schreiben überhaupt aufgeben. King konnte einfach nicht glauben, dass eine Geschichte über ein dünnes, blasses Mädchen mit Menstruationsproblemen die Leute interessieren würde. Das wäre sicher die richtige Einschätzung gewesen, aber Carrie entsprach voll und ganz dem damaligen Zeitgeist.

Carrie

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Dämonische Besessenheit

Alte Sendung aus dem „Phantastikon-Podcast“

Solange es Gottheiten gibt, gibt es auch Teufel, die sich im ewigen Kampf um menschliche Seelen befinden. Von den Sumerern bis zu heutigen Sekten enthält jede Religion dualistische Elemente, Licht und Dunkel, Gut und Böse, Engel und Teufel, binäre Gegensätze, die die Gläubigen ängstlich und brav halten sollen. Teufel befeuern dabei die dunkle Seite dieser Gleichung. Sie symbolisieren das, was uns passiert, wenn wir die Regeln nicht befolgen. Sie lauern auf unvorsichtige Sünder, verspotten, verführen und nehmen schließlich Besitz von unserem Verstand und Fleisch und verurteilen uns zu körperlicher Zerstörung und geistiger Verdammnis.

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Zombies – Voodoo oder Wissenschaft?

Unheimliche Wesen

Obwohl George Romeros Film “Die Nacht der lebenden Toten” aus dem Jahr 1968 oft als der erste moderne Zombiefilm bezeichnet wird, entstand der erste Zombiefilm fast 40 Jahre zuvor unter dem Titel “White Zombie” mit Béla Lugosi als bösem Voodoo-Priester in Haiti. In all den Jahren sind nur eine Handvoll Zombiefilme zu ihren haitianischen Ursprüngen zurückgekehrt – allen voran “Schlange und Regenbogen”.

Zombies
Zombies

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Mir ist das Weihnachtsfest noch immer das liebste

Reishi-Ling-Zhi. Erster Tag. Pilze sind coole Kumpels.


Gestern noch The Witcher auf Netflix durchgesehen. Eine sehr durchwachsene Angelegenheit, die mehr aus den Sapkowski-Büchern hätte machen müssen.


Mir ist das Weihnachtsfest noch immer das liebste, aber es ist ein Weihnachtsfest des Erinnerns an eine höchst persönliche Zeit, die dann auf die ganze Welt ausgeweitet wird, weil man die ganze Welt ja selbst beschreibt und dirigiert. Dabei ist das religiöse Gefühl unerheblich, denn vieles mag ich schon gewesen sein, aber ein Atheist niemals; nun muss ich hinzufügen, dass mich die Möglichkeit einer wie auch immer gearteten Göttlichkeit innerhalb menschlicher Religionsformen nie interessiert hat. Ich mag ein Heide sein, aber ich weiß durchaus, dass der Katholizismus das Heidentum aufgesaugt hat, und wer die Codierung lesen kann, der findet darin alles konserviert vor. Um aber auf das Weihnachtsfest zurückzukommen: es ist in sich weder ein heidnisches noch ein christliches Fest, sondern ein romantisches, und wenn man etwas weiter ausholen möchte, sogar ein römisches, denn es ist das Datum der Saturnalien. Während Halloween das unheimliche Fest ist (wenn man den westlichen Karneval herausnimmt), ist Weihnachten das heimliche Fest jeglicher Erinnerung, eine Rückkehr in die Kindphase der Seele.

Die Anfänge der Schauerliteratur

Bouquinist

Gleich zu Beginn müssen wir zunächst über eine übersetzungstechnische Definition sprechen. Schauerliteratur meint hier Gothic Fiction. Das ist – wie so oft – kein adäquater Ersatz, soll uns aber hier vorerst genügen.

Was genau ist Schauerliteratur?  Und auch hier stellen wir fest, dass es keine konkrete Definition gibt, ob wir das Genre nun Gothic nennen oder nicht. Aber es gibt einige Elemente, die Schauergeschichten tendenziell gemeinsam haben. Aber nicht alle Schauermären, ob nun als Literatur oder als Film, enthalten all diese Elemente.

Es verhält sich etwa so wie bei dem Wort „postmodern“. Es ist ein unglaublich schwer fassbarer Begriff, der sich einer strengen Definition und Kategorisierung entzieht und oft mehrere Dinge auf einmal bedeuten kann.

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Tiefe Schatten und lichter Schrecken: Auftakt zu „Echos aus dem Hades“

Paranormal

Die Frage, ob ich den Horror gefunden habe oder ob der Horror mich gefunden hat, ist eine sehr langlebige, und trotz vieler Überlegungen bin ich einer endgültigen Antwort nicht näher gekommen. Vielleicht gibt es keine. So oder so hat sich der Horror zweifellos schon früh und mit unauslöschlicher Macht in meine Welt eingeschlichen.

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Warum ich ein Phantast geworden

Vielleicht ist es das Dilemma der Geburt, das die Perspektive ein für alle Mal verändert, nachdem wir vorher nichts als Wärme kennengelernt haben, die sich um unseren Körper schmiegt, den wir noch gar nicht kennen und zu diesem Zeitpunkt auch nicht kennen wollen. Uns genügt das mütterliche Meer, in dem wir endlos träumen, bis eines Tages die Vertreibung eingeleitet wird. Das erklärt uns später die Sage von Eden, aber kein Apfel war daran schuld – Erkenntnis ist doch eher ein hartes Brot.

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