Einer, der in den Katakomben schläft

Dieser Artikel ist Teil 3 von 36 der Reihe Gespenstersuite

Ich hatte mich am Denken gehindert und stopfte alles in mich hinein, das mich an ein Zwiegespräch erinnern könnte. Es war wie ein Frieden, auf einmal war Frieden.

Mir sollten die Tage nicht lang genug werden, denn die Dämmerung zog früh schon heran. Ich genieße die Beschreibung, aber ich selbst fülle nur die Korridore aus, nie die Zimmer. Ich bin noch keinem Leuchten begegnet, das mir nicht auswich. Es liegt das Fremde nie weit entfernt, es setzt sich in der Nähe an den nächsten Tisch. Und an den nächsten. Es kann alle Fassaden erklimmen und in allen Gläsern zuhause sein, so lange man nur nicht weit entfernt erspäht werden kann. Ich könnte mich hinabwinden in die Katakomben von Paris, die dem Schlund der Hölle entsprechen.

Ich werde nicht ankommen in meinem verlorenen Paradies, aber wenn ich dort eine kleine Bastion in Form eines Appartements hätte, mit Licht und einer gemütlichen Uhr, die nicht nur den Staub vertreibt – die finsteren Momente wären nur noch Willkür. Ich dürfte nur nie versuchen, wieder an die Oberfläche zu kommen, denn der Weg wäre mörderisch und führte direkt in den Wahnsinn.

Veröffentlicht von

M.E.P.

Wenn es kein Buch ist, dann ist es ein Hörbuch. Und wenn es kein Wort ist, dann ist es der Jazz.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert

*