Der grinsende Mann

Die Welt der UFOlogie und Kryptozoologie ist voller mysteriöser Geschichten, doch nur wenige sind so rätselhaft und einprägsam wie der Derenberger-Vorfall und die damit verbundenen Begegnungen mit Indrid Cold. Diese Ereignisse, die sich im November 1966 in West Virginia abspielten, zogen nicht nur die Aufmerksamkeit der Öffentlichkeit auf sich, sondern wurden auch zu einem zentralen Element in der Diskussion über paranormale Phänomene.

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Die drei ??? und der lachende Schatten / William Arden

Der lachende Schatten

Mit dem Tod des Serienschöpfers Robert Arthur nach dem elften Buch der Serie, Der sprechende Totenkopf (1969), gingen die Drei Detektive in die Hände von Dennis Lynds über, der das Pseudonym William Arden für Der Teufelsberg (1968), das zehnte Buch der Serie, verwendet hatte.

Mit dem zwölften Titel Der lachende Schatten (1969) beginnt die Arden-Ära einigermaßen gut, das muss man sagen. In kurzer Folge erhalten wir einen mysteriösen Hilferuf, ein Amulett, das eine seltsame Botschaft in einer unleserlichen Sprache enthält, und Menschen, die danach suchen, von denen einer den unheimlichen Schatten des Titels wirft:

„Hoch über ihnen ragte der Schatten in die Nacht – riesig, gekrümmt und bucklig, mit langer, schnabelähnlicher Nase und kleinem Kopf, der ständig wie im Krampf einmal hierhin, einmal dorthin vorstieß. Mit einem Mal war die Nacht von gellem Lachen erfüllt! Es kam von dem großen Schatten her, der da so dicht vor ihrem Versteck stand.“

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Die drei ??? und der sprechende Totenkopf / Robert Arthur

Wie auch immer es mit der Serie weitergeht, es ist schwer zu leugnen, dass der Schöpfer Robert Arthur Justus Jonas, Peter Shaw und Bob Andrews mit seinen zehn Drei-Detektive-Romanen einen großartigen Start hingelegt hat.

In ihren besten Momenten handelt es sich um wild erfundene Ermittlungen, die mit einigen sehr interessanten Wendungen in der Handlung aufwarten und sich als perfekter Einstieg für jeden jungen Menschen eignen, der aus seiner alltäglichen Langeweile herausgerissen werden möchte. Diese Serie hat immer wieder bewiesen, dass man mit ein wenig Kreativität und Einfallsreichtum, gepaart mit einer Prise Intelligenz, sehr, sehr weit kommen kann. Natürlich wird sie nicht jedermanns Geschmack treffen, und ich werde weiter unten auf die unterschiedlichen Qualitäten eingehen, aber ähnlich wie bei den Romanen von Agatha Christie, die von Das Haus an der Düne (1932) bis zu Auf doppelter Spur (1963) eine große Bandbreite an Exzellenz aufweisen, ist hier definitiv etwas für dich dabei, wenn du diese Art von Geschichten magst.

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Tal der kopflosen Männer

Die dunklen Bergspitzen des Nahanni National Park, die den Nebel vor dem stählernen Himmel durchbrechen, erinnern eher an Mordor als an Kanada. Das UNESCO-Welterbe kann nur per Boot oder Wasserflugzeug erreicht werden, oder von unerschrockenen Reisenden, die sich imstande sehen, die Stromschnellen des Nahanni River zu bezwingen. Die undurchdringlichen Wälder und Berge mögen der Hauptgrund dafür sein, dass es hier nur wenige Besucher gibt, aber tatsächlich ist es auch so, dass der Park von makabren Legenden umwoben ist, die zu seiner bedrohlichen Landschaft passen. Die übernatürlichen Überlieferungen haben Nahanni den Beinamen „Das Tal der kopflosen Männer“ eingebracht, und viele glauben, dass es hier spukt.

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Fenster zum Tod (Linwood Barclay)

Barclay Fenster zum Tod

Stephen King bezeichnet FENSTER ZUM TOD (Trust Your Eyes) als „das bisher beste Buch von Barclay“, und obwohl man nie weiß, was Stephen King wirklich über ein Buch denkt, stimmt seine Aussage auf verblüffende Weise mit dem überein, was man bekommt. Das bedeutet aber nicht, dass andere Barclay-Bücher schlecht sind, auch wenn sich die Strategie gleich anfühlt. Seine Thriller beginnen mit einem mörderischen Aufhänger, bei dem gewöhnliche Leute in außergewöhnliche Abenteuer geraten.

Es ist schwierig, dieses Buch zu besprechen, ohne dem Leser alles zu verderben. Die Handlung steht nicht auf festem Boden, sondern ist im Treibsand verwurzelt, wo nichts so ist, wie es scheint. Vereinfacht gesagt handelt es sich um eine Neuinterpretation des Hitchcock-Films „Fenster zum Hof“, der auf Cornell Woolrichs Erzählung „It had to be murder“ basiert, die für unser digitales Zeitalter neu aufgelegt wurde.

Als der Witwer Adam Kilbride beim Rasenmähen mit seinem Traktor plötzlich und tragisch verunglückt, wendet sich der Anwalt der Familie, Harry Peyton, an Kilbrides ältesten Sohn, den in Burlington, Vermont, lebenden Grafiker Ray, mit der dringenden Bitte, zum Haus der Familie in Promise Falls zurückzukehren. Ray kommt so schnell er kann, denn Adam Kilbride kümmerte sich vor seinem Tod um seinen jüngsten Sohn Thomas, der an leichter Schizophrenie leidet und nicht allein gelassen werden kann.

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Der Geist am Hollywood-Wahrzeichen

Die Hügel rund um das berühmte Hollywood-Zeichen in Los Angeles sind ein beliebtes Ausflugsziel für Wanderer, Touristen und angehende Schauspieler. Es ist nicht ungewöhnlich, dass man auf dem Weg zu den großen weißen Buchstaben eine schöne Blondine sieht. Doch eine Besucherin namens Megan Santos spürte etwas Seltsames an der ätherischen Gestalt, der sie auf ihrem Weg den Berghang hinauf begegnete.

Da war diese Frau mit blonden Haaren und sie schien … in der Luft zu gehen„, sagte Santos 2014 gegenüber VF Hollywood. „Ich bin sofort in die andere Richtung gelaufen.“

 Quelle: Wikimedia Commons
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Und sie tanzten einen Tango

K. rümpfte die Nase, als er sah.
Vorher hatte er gut zu tun gehabt, aber sein Nasenwerk hielt die Balance. Niemand sollte ihn je von der Seite sehen müssen.
Ein frontales Gemetzel war ein Ereignis. Und oftmals gingen die Lieder aus und konnten kaum von den Umstehenden nachgefüllt werden.
Der Tanz der Säbel etwa. Da schnitten sich manchmal welche in mehrere Teile
und die Teile, die dann tanzten, waren schon längst in einer anderen Dimension zuhause.
Die Erde lechzte nach etwas verdorbenen Brei, in dem das Blut ein Stelldichein mit dem Sonnenlicht hatte.
Und sie tanzten einen Tango. Die Töpfe rasselten eine Habanera.

Spook Hill

Zwischen den sanften Kämmen der Catoctin Mountains, dort, wo die Wälder von Maryland in Nebel und Geschichte getränkt sind, liegt eine Straße, die uns das Denken verdirbt. Wer hier sein Auto anhält, den Motor schweigen lässt und den Gang herausnimmt, wird erleben, wie sich das Gefährt in Bewegung setzt – langsam erst, dann entschlossen, und scheinbar bergauf. Auch ein Ball, achtlos zu Boden geworfen, gehorcht demselben Gesetz: Er rollt, als zöge ihn eine unsichtbare Hand, nicht hinab, sondern hinauf.

Die Menschen nennen den Ort Spook Hill, und der Name ist nicht zufällig gewählt. Burkittsville, das stille Städtchen am Fuße eines Hügels, ist seit jeher ein Ort, an dem sich Geschichten sammeln lassen. Im September 1862 tobte hier die Schlacht von South Mountain, nur Tage vor dem Blutbad von Antietam. Hunderte fielen, und das Dorf wurde zum Lazarett: Kirchen verwandelten sich in Krankensäle, Scheunen in Behelfsquartiere für die Sterbenden. Man sagt, die Soldaten hätten keine Ruhe gefunden. Ihre Geister, noch immer auf der Suche nach Kameraden, legen Hand an jedes Fahrzeug, das anhält, und treiben es in Richtung der Häuser, so wie sie selbst einst in die Heimat zurückwollten.

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Die Rose ist ohne Warum

Als ich anfing, war es ein Köter. Aber Mary hatte einen Zahn. Die Wiese ging nur bis zum Baum und verschwand in dem einen oder anderen Garten, schließlich waren wir alle nicht besonders rücksichtsvoll und wollten gemeinsam die Alte Mutter ausgraben, die hier irgendwo liegen sollte. Ich grub zuerst (und es war – dann doch) ein Köter, den ich fand. Knochig und von Würmern und Dingen mit so seltsamen Namen wie Triosephosphatisomerase befreit.

Er kam mit mageren Lenden, mageren Beinen, ohne jeden Makel außer seinen zuckersaugenden Lippen (wenn er Zucker fand, dann in Würfelform). Die Rippen eher wie die Adern eines Blattes, die Spanten eines versunkenen Schiffes: So schritt er den Gurtbogen am Tonnengewölbe entlang, kratzte sich die Kehle und blies wie ein Bügelhorn: Jetzt bin ich so weit gekommen, und wenn ich mich umdrehe, erkenne ich meine Hand vor lauter Augen nicht mehr, so neblig scheint mir der Weg, gesponnen aus der Dunkelheit der Seele!

Deine Mühlen werden besser beschienen, Kischote, wenn du dich von Mittag her näherst. Dann werden die Lupinen von deinen Taten zeugen und die Brunnen werden Heimweh haben. Dann wird sich die Erde erheben und die Berge werden dem Gesang lauschen, der hinter einem einsamen Duschvorhang erklingt. Auf einem geschnitzten Abfallhaufen landet deine Lanze, Kischote, wenn du dich vom Abend her näherst, auf einem nur gemalten Gaul, die Rotoren, von Mückenflug und Atemfluch getrieben, zermalmen den Zehnten, den Müller gleich mit, und seine Schürze hängt noch da, wenn du dich vom Morgen her näherst, der Mühle den Hintern zu versohlen, mit Rost und Federhelm und reichlich Irrglauben. Du wirst mit deinen Mühlen besser beschienen, Kischote, wenn du dich von Mittag her näherst.

Wir haben nie etwas voneinander gewusst, sahen uns jeden Tag, verbrachten Jahre miteinander und lernten das Leben kennen, das man uns versprach. Das Wunder ist nicht auszuschließen, aber rechnen dürfen wir nicht mit ihm.

Heute sage ich: Wo warst du? Wir haben das Leben zusammen kennengelernt, wo sind die anderen?

Und du sagst: Ich war fort, ich weiß nicht, wo ich war. Ich habe nichts besser gemacht. Ich hätte jung bleiben wollen. Es gab keine Gelegenheit dazu.

Um schließlich in den Bau zu gelangen, sollten noch einige Enten gescholten werden. Sie waren durch ein Gatter entkommen, das hinter alten Fassaden stand und dort auf uns wartete, kaum wahrnehmbar an einer Grenze zwischen Nebel und Dunkelheit.

Weil es Winter wurde, packten wir unsere Kaleidoskope aus, damit wir die Kälte aus einer anderen Perspektive wahrnehmen konnten, doch sie waren zu dieser Zeit nicht besonders zuverlässig, weshalb wir uns um Alternativen bemühten, die wir hinter Schornsteinen fanden. Mal waren sie da, mal waren sie absichtlich absent, indem sie sich versteckten, um uns zu zeigen, dass sie sich bereits nach Norden aufgemacht hatte.

Kemptener Hintergestade (2)

Über die fürstliche Hofsäge habe ich keine Informationen gefunden.
Dafür ist die Runde durch die Feilbergstraße und ansässige Gebiete, eben der Gang durch die Kemptener Hintergestade, für den kleinen Blick voller frühsommerlicher Freuden.
Was klingt wie ein altes Weib, das durch fremde Gärten nuckelt, ist nichts anderes als ein Gegenkonstrukt zu Geschwindigkeit und Hetze.
Und auch wenn Kempten nicht gerade die Stadt für Graffity ist, so kann man sie in seiner reizlosesten Form dennoch finden.
Dieser Weg führt über das Cambomare zum Stadtweiher. Der nächste Hintergestade-Teil wird also hier ansetzen.
Eine Königskerze.