Tausend Fiktionen

Schlagwort: Science Fiction

Edgar Allan Poe: Das Manuskript in der Flasche

Willkommen zu einer neuen Ausgabe unserer Analyse der Werke von Edgar Allan Poe. Heute mit „Das Manuskript in der Flasche“, im Original: „MS. Found in a Bottle“, neben „Ein Sturz in den Malstrom“, „Die längliche Kiste“ und „Umständlicher Bericht des Arthur Gordon Pym von Nantucket“ eine von Poes Seefahrergeschichten.

Poe Manuskript

Mit „Das Manuskript in der Flasche“ begann Poes Karriere mit einem kleinen Paukenschlag.

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Flash Gordon (Dreigroschen im Weltraum)

Zunächst ein Zeitungs-Strip

Flash Gordon war nicht der erste große Science-Fiction-Held (John Carter und Buck Rogers kamen ihm zuvor), aber er war der erste, der ein multimediales Franchise hervorbrachte. Er erschien 1936 in den Kinos und inspirierte den Großteil des Genres, an dessen Spitze heute Star Wars steht.

Anfang der 1930er Jahre wollte King Features Syndicate einen Science-Fiction-Comic veröffentlichen, der mit dem wilden und beliebten Buck Rogers konkurrieren konnte. Einer ihrer Mitarbeiter, Alex Raymond, erhielt den Auftrag und entwickelte Flash Gordon, der 1934 erstmals in Zeitungen erschien. Wie Buck Rogers war auch Flash Gordon ein irdischer Actionheld, doch anstatt wie sein Vorgänger in die Zukunft geschleudert zu werden, reist Flash mit einer selbstgebauten Rakete zum bösen Planeten des Mongo, der die Erde bedroht.

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Ada, oder Das Verlangen / Vladimir Nabokov

1959 arbeitete Nabokov an mehreren Projekten gleichzeitig: „The Texture of Time“ und „Letters from Terra“. 1965 war er der Meinung, dass die beiden Ideen, die er verfolgte, miteinander kompatibel seien und machte daraus Ada, oder das Verlangen. Der Roman erschien 1969 und wurde zunächst mit gemischten Gefühlen rezipiert, bis die New York Times konstatierte, dass sich dieses Werk neben den größten Arbeiten von Kafka, Proust und Joyce einreiht.

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Genre ist kein schmutziges Wort

Ich bin schon vielen Fantasy- und Science-Fiction-Autoren begegnet – auch berühmten und beliebten -, die auf die Frage nach ihrer Entscheidung, in diesem Genre zu schreiben, etwa Folgendes sagten:

Ach, ich schreibe einfach, was ich schreibe, und jemand ordnet es später einem Genre zu, ich denke nicht darüber nach, in welchem Genre ich schreiben will.

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John Crowley und die Frauen

1. Und das Nachtragende …

“Mein Schreibmodell ist Shakespeare: nicht jeder Leser wird ein Buch von mir unmittelbar verstehen, aber es wird mit jedem Wiederlesen durchschaubarer.”1

Allein dieser Ausspruch dürfte ausreichen, eine Vielzahl von Lesern abzuschrecken. Das hört sich nach harter Arbeit und nicht gerade nach entspannender Lektüre an. Und doch liegt der entscheidende Vorteil dieses Schreibmodells auf der Hand: Ein Buch, das sich immer wieder lesen lässt, ist für die Ewigkeit gemacht. Was ist dagegen das kurze Vergnügen eines Reißers, den man kein zweites Mal lesen will?

John Crowley ist seit vielen Jahren so etwas wie eine graue Eminenz in der Literatur. Seine Bücher verleiten inzwischen insbesondere Schriftstellerkollegen zu euphorischen bis ehrfürchtigen Äußerungen. So ließ Peter Straub sich mit den Worten zitieren: “Crowley ist so gut, dass er jeden anderen im Staub zurückgelassen hat.”2

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Die Tausend Träume von Stellavista / J. G. Ballard

Wer bereits mit Ballards Werk vertraut ist, der wird auch seine surreale Bildsprache bereits kennen: mutierte tropische Pflanzen, stillgelegte Flugzeuge und ein besonderes Korallenwachstum. Die Geschichten in dieser Sammlung stammen aus der letzten Phase seines Schaffens, als er noch als  exzentrischer “Science Fiction” – Autor betrachtet wurde, den man im Grunde gar nicht zuordnen konnte, denn Ballards Geschichten hatten nichts mit der konventionellen SciFi am Hut.

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