George Lucas gehört zu den einflussreichsten Persönlichkeiten der Popkultur. Unzählige Künstler haben sich von seinem Werk inspirieren lassen und seinen kreativen Kosmos mit neuen Geschichten, Szenarien und Figuren bereichert. Über Star Wars muss man kein Wort mehr verlieren, aber was ist mit Indiana Jones? Obwohl dieser Kanon naturgemäß kleiner ist als der von Star Wars, ist Indiana Jones eine epische Figur mit zeitlosem Charme und einer Abenteuermythologie, die weit über die fünf bekannten Filme hinausgeht. Von Comics und Büchern bis hin zu Videospielen und Fernsehsendungen – die Welt von Indiana Jones ist voll von mystischen Artefakten, exotischen Schauplätzen und waghalsigen Cliffhangern.
Indiana Jones (Archäologie als Unterhaltung) weiterlesenKategorie: Journal
Swamp Thing vs. Man-Thing
Seit es Comics gibt, sind Plagiatsvorwürfe, Ideenklau und Abzocke ein großes Thema. Ein früh bekannt gewordener Fall betrifft Marvels „Man-Thing” und DCs „Swamp Thing”. Beide Verlage kopierten dabei allerdings dieselbe Figur aus dem Goldenen Zeitalter. Marvel und DC sind bereits seit den 1940er Jahren Rivalen, doch erst im Silbernen Zeitalter verschärfte sich ihre Konkurrenz zunehmend. In den 1960er Jahren überholte Marvel dank Kreationen wie X-Men, Fantastic Four und Spider-Man DC und wurde Amerikas führender Comicverlag. Diese Vorreiterrolle hielt Marvel über Jahrzehnte, wobei beide Unternehmen immer wieder sehr ähnliche Figuren zur gleichen Zeit herausbrachten. Ein prägnantes Beispiel dafür ist das Erscheinen der sumpfartigen Kreaturen Man-Thing und Swamp Thing, die nur wenige Monate voneinander entfernt debütierten. Dies führte zu Anschuldigungen gegenseitiger Absprachen und Plagiatsvorwürfen. Tatsächlich aber wurden beide Monsterhelden von der Figur des Heap aus dem Goldenen Zeitalter inspiriert.
Wer hat wen inspiriert?

Das Goldene Zeitalter hat den Superhelden der späteren Jahrzehnte stark beeinflusst. Ein gutes Beispiel ist Will Eisners „Spirit”, der den klassischen Fedora-tragenden Privatdetektiv einführte und damit Helden wie Rorschach, Mr. A, Das Schemen und sogar Howard the Duck beeinflusste. Auch die Einbindung von Doc Savage in Supermans Geschichte zeigt, wie ungeniert Schöpfer bei klassischen Comics Anleihen nahmen. Viele Zeichner haben diesen Figuren ihren eigenen Stempel aufgedrückt, wobei einige Kreationen bis auf den Namen identisch blieben. Egal, ob Fans das als schmeichelhafte Nachahmung oder als unoriginelles Kopieren sehen, es ist üblich, dass Schöpfer ältere Figuren in ihren Werken überarbeiten. Jede Generation von Autoren wurde von den Comics ihrer Kindheit beeinflusst, was ganz normal ist. Marvel und DC zeigen eine hohe Bereitschaft, unoriginelle, gemeinfreie Figuren wie Dracula, Frankensteins Monster, Sherlock Holmes und Jekyll & Hyde zu nutzen und zu bearbeiten. Bei neueren Figuren mit gemeinsamer Inspiration verteidigen viele schnell einen davon als „originell” und unterstützen oft ihren bevorzugten Verlag. So auch bei Man-Thing und Swamp Thing, wo einige meinen, Marvel habe DCs Swamp Thing kopiert, und andere das Gegenteil. Beides ist jedoch falsch, da beide Figuren auf dem Heap basieren, ähnlich wie George, der aus dem Dschungel kam, und Ka-Zar sich eindeutig auf Tarzan berufen.
Swamp Thing vs. Man-Thing weiterlesenWanderung durch Innsmouth
Was würde ein Besucher in den Straßen von Innsmouth vorfinden, kurz bevor die Stadt von den Soldaten eingenommen wurde, die den Angriff anführten? Nun, dies ist ein kurzer visueller Führer zu einigen der interessantesten Sehenswürdigkeiten von Innsmouth mit Kommentaren aus den Tagebüchern von Besuchern, die sich kurz vor dem Fall der Stadt dort aufhielten.

Ein einziger Bus verkehrte täglich auf der Strecke Arkham – Innsmouth; ein schlammiges Fahrzeug in einem heruntergekommenen Zustande und ohne den geringsten Komfort.
Ein einziger Bus verkehrte täglich auf der Strecke Arkham – Innsmouth. Es war ein schlammiges Fahrzeug in einem heruntergekommenen Zustand, ohne den geringsten Komfort. Ein rumpelndes Transportmittel, das endlos lärmend über die verschlungenen, unbefestigten Straßen knarrte, die dem Manuxet folgten.
Wanderung durch Innsmouth weiterlesenInnsmouth – Die geheime Geschichte
Die geheime Geschichte von Innsmouth – Geheimnisse, die nur wenige über die grausame Stadt erzählen
Die wahre Geschichte von Innsmouth bleibt unter einem Schleier des Grauens und der Blasphemie verborgen. Der aber wollen wir uns heute widmen, nachdem wir uns in Innsmouth – Die offizielle Geschichte – bereits angeschaut haben, wie man sie diese in der Öffentlichkeit zurecht gelegt hat.
Innsmouth – Die geheime Geschichte weiterlesenInnsmouth – Die offizielle Geschichte
Diese Woche geht es um eine der berühmtesten von H.P. Lovecraft geschaffenen Städte. Eine der bekanntesten abgelegenen Ecken des so genannten Lovecraftschen Landes, Schauplatz einer seiner bekanntesten Kurzgeschichten. „Der Schatten über Innsmouth“.
Heute erfahrt ihr hier die offizielle Geschichte, aber es gibt noch eine geheime Geschichte, die ihr dann im nächsten Artikel – Innsmouth – Die geheime Geschichte – zu lesen bekommt.
Innsmouth – Die offizielle Geschichte weiterlesenFlash Gordon (Dreigroschen im Weltraum)
Zunächst ein Zeitungs-Strip
Flash Gordon war nicht der erste große Science-Fiction-Held (John Carter und Buck Rogers kamen ihm zuvor), aber er war der erste, der ein multimediales Franchise hervorbrachte. Er erschien 1936 in den Kinos und inspirierte den Großteil des Genres, an dessen Spitze heute Star Wars steht.
Anfang der 1930er Jahre wollte King Features Syndicate einen Science-Fiction-Comic veröffentlichen, der mit dem wilden und beliebten Buck Rogers konkurrieren konnte. Einer ihrer Mitarbeiter, Alex Raymond, erhielt den Auftrag und entwickelte Flash Gordon, der 1934 erstmals in Zeitungen erschien. Wie Buck Rogers war auch Flash Gordon ein irdischer Actionheld, doch anstatt wie sein Vorgänger in die Zukunft geschleudert zu werden, reist Flash mit einer selbstgebauten Rakete zum bösen Planeten des Mongo, der die Erde bedroht.
Flash Gordon (Dreigroschen im Weltraum) weiterlesenWaldfrauen, Beschützerinnen des Waldes
Die Waldfrauen der Folklore sind unter vielen verschiedenen Namen bekannt, je nach lokaler Tradition: grüne Frau, skoggra, skogsfru – Holzfrau, Wunschfrau, Holzmädchen und Waldfrauen. Man glaubte, dass sie zum gleichen Feenvolk wie Elfen, Zwerge und Geister gehörten und tief im Herzen der alten Wälder wohnten [1]. Sie scheinen eine ähnliche Rolle gespielt zu haben wie die Dryaden der antiken griechischen Mythen, da ihr Leben mit dem Wohlergehen des Waldes verflochten war. Es hieß, dass eine Waldfrau sterben würde, wenn der Stamm eines jungen Baumes so lange gedreht wurde, bis die Rinde abgerissen war [2].

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T2: Nichts wird gut
Heute geht es um eines der besten Alben der Rockgeschichte. Man müsste jetzt hinzufügen: Von dem niemand weiß; was natürlich nicht stimmt, denn der Underground kennt seine Perlen. Die heute legendäre Hardrockband T2 wurde Ende 1969 von Schlagzeuger Peter Dunton gegründet, nachdem er bei The Gun gespielt hatte, die ihr sicherlich durch ihr legendäres „Race with the Devil kenn“, das ganz prominent unter anderem von Girlschool gecovert wurde. Zusammen mit Keith Cross (Gitarre und Keyboards) und Bernard Jinks (Bass) war die Band komplett und sie begann sofort damit, das Londoner Westend zu bespielen. Gleich ihr dritter Auftritt in einem der Clubs war ausverkauft und die Produzenten von vier großen Plattenfirmen und drei Fernseh- und Radioanstalten waren da, um sie zu sehen. Dies führte zu einem Plattenvertrag mit Decca Records, der Veröffentlichung von „It’ll All Work Out In Boomland“ und mehreren Fernseh- und Radioauftritten im Jahr 1970.

Der Club 27
Jim Morrison, Janis Joplin, Jimi Hendrix und Brian Jones, ein frühes Mitglied der Rolling Stones, starben alle im Alter von 27 Jahren innerhalb von zwei Jahren, zwischen 1969 und 1971. Diese berühmten Todesfälle waren zu ihrer Zeit bemerkenswert, aber der Club 27 erhielt seinen Namen erst, als Kurt Cobain im April 1994 im Alter von 27 Jahren Selbstmord beging. Die ausführliche Berichterstattung über seinen tragischen Selbstmord wurde mit dem Tod von Jim Morrison, Janis Joplin, Jimi Hendrix und Brian Jones in Verbindung gebracht, und plötzlich erinnerte man sich an 1969, als der Tod von Brain Jones Schlagzeilen machte.

Fantasy – Eine Blaupause für die Welt
Die Fantasy hat ihre symbolischen Krallen in uns alle geschlagen. Ihre Ursprünge sind uralt, sie wurzeln in der isländischen Edda und in altenglischen Dichtungen wie Beowulf. Sie ist Shakespeare verpflichtet, den Abenteuererzählungen des 18. Jahrhunderts, der Gotik, der Romantik, dem Mittelalter der Präraffaeliten und dem Fin de siècle. Als eigenständiges Genre trat sie jedoch erst in Erscheinung, als Autoren wie George Macdonald (1824-1905), William Morris (1834-1896) und Lord Dunsany (1878-1957) die phantastische Erzählung populär machten. Zusammen mit einigen anderen Autoren legten sie den Grundstein für die Konzepte der Fantasy, die später von J.R.R. Tolkien zur Epic Fantasy zusammengefügt wurden.
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