steinbruch 1

Area Fifty Hun

Geschrieben von A. Anders

Befehl-Fokus in ihrem Zuhause,
mit den eigenartigen, rätselhaften detailgetreuen Vibes
der Area Fifty Hun. Mit einem wunderlichen
andersweltlichen Gast, der eins ist mit der Natur
und aus einem Blumenbeet guckt.

Blitzexpedition! Mondbeam!

Eine Sci-Fi-Überwurf-Decke für ihr Sofa:

Willkommen in der Allianz!
Der kreativen Vereinigung von Mensch und Maschine.
Allianz ist ein umwerfendes Projekt
für einen Raum, der einen Hauch von Staunen und Phantasie gebrauchen kann.
Durchqueren Sie die Galaxien
mit dem faszinierenden Design einer Frau zwischen den Sternen
und fangen sie die beeindruckende Schönheit des Kosmos
durch eine Retro-Science-Fiction-Linse ein.

Es wird ihre Sinne entzünden, ihre Freak-Flagge wehen lassen!

Das Ganze geht auf unsere Kosten.

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  • Geschrieben von A. Anders

    Lass uns ein Feuerchen starten, um Lichtgeschwindigkeit zu erreichen.

  • Sturm Alabasters

    Die Augenbirnen in den Nussschalen,

    in regengebadeten Prismen, also ein künstliches Land.

    Ohne mich zu kennen, bin ich gerannt

    und schüttelte Hände im Sturm Alabasters,

    die Sagen vergessen, das Land unbekannt.

    So stehen die Ritter bei Grabe

    und schmettern Gewölk vom Gesicht in die Tiefe –

    in die Höhlen der Mesmerei; dort hatten sie

    einst Schafe erschaffen, mit Wolle,

    durch silberne Lettern

    und Angst an der Wand, stets in Blei.

    Es scheint mir alles zu sein und ich weiß nicht:

    es scheint eine Art Stille zu sein, die uns

    in ein Vakuum fließen lässt

    und ich weiß nicht:

    es scheint eine Art Verzweiflung zu sein,

    die uns einander näher bringt.

    Sie erhob sich von ihrem Stuhl, als sie mich

    aus dem Wandschrank kommen sah.

    Außer Königen, Dichtern und Druiden erhebt sich jeder,

    wenn er etwas für einen ehrlichen Gruß übrig hat.

    Es war nicht leicht zu erklären, wie ich

    dort hineingeraten war. Ihre starren Augen

    nahmen die Rundungen eines Opfers an,

    das sich nicht kampflos ergeben wollte.

    »Wegen dir bin ich doch gekommen!«, sprach ich an ihr vorbei,

    weil sich dort noch ein Platz für Worte fand, blieb aber ganz

    der berechnende Geminus, ein kleiner Janus über den Türen.

    In ihr Ohr hinein sagte ich Dinge, die sie hören wollte,

    bis ihre feingeschwungene Muschel,

    viel zu zart für ihren großen Kopf, überlief.

    In der geheimen Höhle des Herzens

    sitzen zwei an dem Brunnen des Lebens;

    das abgetrennte Ich trinkt Süßes und Bitteres,

    es mag das Süße und es mag nicht das Bittere.

    Währenddessen trinkt das höchste Selbst Süßes und Bitteres.

    Es mag noch mag nicht das eine oder andere;

    das Ich tappt im Dunklen herum,

    während das Selbst im Licht lebt.

    In alten Sprachen sind Wind und Hauch

    Böen aus Splitter, fragile Kommunikation.

    »Du?«

    »Ja. Ich bin es wirklich.«

    Ich durfte sie Schranktüre schließen,

    ohne dass die Gefahr bestanden hätte, dass sie davonlief.

    Fraktale Welt, Frakturen des Erlebens;

    hingestreckt erwachen ihre Finger.

    Siziliumhände, Schwefelhauch,

    Eisenknochen, Aluminiumhaar.

    Von Vogelbanden begleitet

    werde ich der Gottesanbeterin anheimfallen.

    Höre, draußen geht ein Sturm; den rufen wir:

    Los, Donnerhand! Den knechten wir mit Eisenband,

    und führn ihn an der Lorelei vorbei

    und lachen über dieses sich kämmende Monster.

    Aus den Bechern rieselt Wort um Wort,

    ein Regen ist geworden; und all das

    fasst nicht an, womit das Herz bewohnt sein will.

    An kalten Tagen spickt man aus der Nische

    und wundert sich, wieʼs draußen geht. Doch hier

    im Stübchen glüht der Herd,

    bereitet warmen Mündern Speisen.

    Wir segeln durch die Endlosigkeit der Himmel,

    Sternenaugen, schwarz die Nacht;

    sie seufzt den silbernen Baum-Mond an,

    er fällt herab in Tränen, Licht der Nacht –

    die Erde ein violetter Brand im Saphirdunst des Orbits,

    während darunter Bäume in einer kühlen Brise baden.

    Wir passieren das Karmesinauge des großen Gottes Mars.

  • Der Umbra-Täschner

    die Umbra=Tasche des Umbra=Täschners, die fettgemordeten Fruchtfinger tappen in einem künstlich angelegten Schleck=Früchtewald, nur die Sektspitze ragt aus dem Leiber=Haus, dem ehemaligen Amöben=Bottich
    weitweißwild
    (und wieder zurück)
    die Geräusche sind jetzt bare Münze, ungläubige Bluttropfen räkeln sich nahe an Tischdecken, das laszive Wummern wird entdeckt & geradegerückt, eine Speerspitze der Nacht schwimmt in kaltem Kaffee, solange warten, bis sich die Brücke nähert, die Schlappen=Ablage beugt sich nahezu undenkbar (und nur halb so konkret) in den euklidischen Raum, sarabendentanzend, im Mittags
    Gesicht taucht ein Ulcus aus der zarten Melasse der flüssigen Haut, im Kühlschrank : die letzten Reste der Lindwurm=Schwarte

    Die schönste Vollendung unserer Eigentümlichkeit, die okkulte Qualität, vom Pfützen naschenden Symbol wird Wärme unerschöpflich ausgestrahlt (und sternförmig führen die Pfade von Dir fort); und Einer wird unterirdisch hell mit Phosphor betüncht, Sucher des elysischen Gesprächs, mit doppelter Zunge zwar, die er nötiger hat als ein Schatten seine Zweifel, denn er redet von den Schleiern, als gäbe es dahinter keine Überraschung mehr für ihn. Folge den Faltern in den Abgrund, der den Boden nicht erkennen läßt, stochere im Wasser ohne Grund. Dein Traum mag flügge werden, den Du mit Deinen Lenden träumst, die Falter sind Dein Licht im Spiel (und Deine Verletzung wird Erschöpfung sein!), der Urgrund nährt Dich mit Erdtönen. Das uneinholbar Unendliche geht Dir voran. So spricht das Bildnis seines Traumes kurz vor Morgengrauen, wo die Einbildungskraft eine letzte Höhe erklimmt. Man mag hier nur die Augen öffnen können ohne zu erwachen, hineingreifen in das bizarre Wirbeln der Moleküle, die sich Gestalten ausdenken.
    Dort in den Lichtfalten weiblichen Adels fehlte ihr nicht der nervöse Ansturm des Nymphenrufs, Urgemächt des augenblicklichen Lebens, als Zeit noch nicht ziellos umherschnellte.
    Aber genauso phantomhaft war unsere ganze Begegnung, unser Sein, Werden, und erst recht der Abschied :
    wir schieden nicht voneinander, uns gab es von einer Sekunde zur nächsten nicht mehr.

    ich komm mit aufmäntelchen gestockert; hierherein hierherein! ein laterniges rufen, brahmanisch irgendwie, so voller sternenlicht, so voller antiker quasare. Allschau : ein weg ins himmelbunte, dornfleischige, blütenwürzige.
    Vieler tritte tanz, vieler tanzschritte tritte, luftausgepolstertes singen über ansteigenden gassen, treppwege zu den auster=augen hin. Lispelndes laspelndes lachen stürzt unter die hüte DERER VON, die hüte tragen, da letzte haar krawallt und bäumt sich gegen die see, vom atem angesaugt.

    — Das lied : wie ists, wo ists : das lied ?

    — Im schneckenkasten eingefasst in blendend weißen taften, die an den spitzen außer sich geraten, flappen, flunkern, flügeln. Man säh da einen engel, meint man, man säh, wie er zum start sich hebt.
    Es finden sich jene, die ins unermeßliche steigen, um einen kranz von büsten kauern, der sämann Arepo hält mit mühe die räder, auf der suche, die andauert.

  • Citizen Anders (Kosmonida Strumpf)

    Kosmonida Strumpf; (c) Albera Anders

    Wenn mich jemand fragen würde, wie es mir geht, würde dieses Bild es wohl am ehesten beschreiben. Womit festgehalten werden kann: Dies ist ein

    „Existenzielles Selbstbildnis“.

    kamst von den Sternen 
    unbehelmt hierher

    denn was da war 
    war Werden

    stauntest 
    bliebst

    ein Astronaut auf Erden

    Darüber hinaus verweist es auf eine meiner zurzeit stetn Sorgen: Bald hat jedes meiner geliebten Sockenpaare am Haxn ein riesiges Loch. Schuld sind meine Chucks. Abhilfe schaffen nur die dicken blauen Wollsocken meiner Omi, die sie mir gestrickt hat, die ich nun über die Schlüpflinge ziehe und die wiederum auch schon zwei kleine Löcher aufweisen. Neonfarben oder Muster Raubkatze ist einfach schwer aufzutreiben in den hiesigen Geschäften.

    Über Löcher kann ich ganz generell mehr erzählen.

    Vielleicht in nächster Zeit …

    Ansonsten geht es mir ganz gut hier zwischen all den Sternen, den restlichen Frikadellen von gestern Abend, einer Flasche Rotwein aus der Pfalz und dem Livestreaming des KEEP IT TRUE-Festivals, das leider nicht makellos sendet. Jedoch geilerweise tut es das überhaupt.