Aus den fallenden Lidern eines Gottes Ergibt sich die Blindheit eines ganzen Universums; ein Saum wird getränkt, ein Ballkleid für die letzte Séance Liegt im Koffer zerwühlt. Erscheint pünktlich die Nacht, Ist unser Leben gerecht. Wir graben den Gedanken nach Mit geläuterten Spitzhacken und kaum einer nennenswerten Rast. Von wo wir stammen ist uns einerlei; nur gilt Das nicht für ewig und nicht für diesen Tag. Setzt das Wasser für die Segel und den Bottich, Um den Mast.
Im Zweifel geselle ich mich zu meinem Spuk. Ich klage ihm, was er des Tags nicht sehen kann. Was war denn, während ich nicht existierte? Wie ist es dir ergangen in dem Sonnenschein, Der ausbrennt, was die Nacht dann wieder flicken darf? Unter dem Dach riecht alles nach Geheimnissen, nach Abgelegter Freude; und manchmal weht ein Kaffeeduft Von unten hoch, doch der weckt kein Gespenst.
Sie traf ihre Vorbereitungen im Gestank verfaulender Abfälle. In der Nacht zankten sich Schatten um die Überreste des Tages, die unbedacht zurückgelassen wurden. Sie verschonten die Hütte nur weil Esrabella dort lebte. Schwarzes Leben meidet schwarzes Leben.
Die Einladungen waren verschickt, sie würde die Geschichten der anderen zu hören bekommen. Sie würde nicht mehr allein sein und auch ihnen erzählen, was sie dachte und warum sie so lange damit gewartet hatte, sie zu versammeln.
Wenn sie es verstehen, dachte sie, könnte sich alles ändern.
Wir hatten dich herausgeholt aus dem Nichts, dem steinernen Garten, die Dunkelheit zwischen zwei Schatten, trügerische Schönheit, die man erblicken will, dorthin sich retten mit letzter beeindruckender Kraft, liegenbleiben, außen herum versinkt die Welt im Chaos, aber dieses Idyll ist das Brandmal auf schwarzem, wissendem Papier, in Hügelketten wellend – eine Sekunde des persönlichen Empfindens, hier spricht die Erde, nichts ist erschaffen, alles entwachsen aus dem Spiel der Gewalten; das Leben kein Spiel – was dann?
Man will seinen Körper schützen, man lässt nicht ab davon, ihn zu erhalten, aber man geht stumm ins Verderben, weil man aus irgendeinem Grunde annimmt, der Stärkere zu sein, jeder Makel muss erst bewiesen werden, in seinem eigenen Körper vermutet man nur sich selbst, die Gedanken hält man für unhörbar, für ein solides Geheimnis, wer immer weiter läuft, bekämpft die eiserne Hand in der Brust, sie wird sich nicht um das rasende Herz schließen können, die Tat rettet vor der Resignation.
Man kommt nur dann außer Haus, wenn man außer sich gerät und weder plant den Ort noch den Weg. Dann gerät man außer Haus wie ein Abenteurer und seine Konkubine (oder wie eine Dame und ihr Kofferträger); wartet auf die Kutsch, die vielleicht nicht fährt und steigt dann in eine ein, die sich von Weitem schon als die gleiche wie immer erkennen lässt. Es gibt da dieses Mangrovengeflecht im Gehirn, das aussieht, als käme man nie hindurch. In Wahrheit sind es Treppensteine, die hinauf führen; dafür wurden sie gemacht, es ist ihr Begehr und Dasein.
Was dachtet ihr Römer, als ihr euch eine Stadt vorstelltet, die es noch nicht gab, die hier noch nie gewesen ist und die ihr vielleicht nie kennen lernen werdet?
Ein Wesen, von der Sterblichkeit geplagt Findet seine Gazellenspuren wieder Und Weiß sich zu behaupten im schattigen Kreislauf unzähliger Äonen, die ein Band aus Asche Zu bilden versuchen, unterbrochen nur von den Sternen, die um Aphrodites Schaumkrone kreisen
»Was machst du da? Du durchwühlst doch nicht etwa Schubladen?« Ella stand an der Tür und hatte festgestellt, dass sie verschlossen war, dass Maltes Eisenbahner-Wohnung einer Festung glich, denn auch die kleinen Fenster ließen sich nicht dazu bewegen, eine Verbindung nach draußen herzustellen.