ich könnte einen gebrauchen, der jetzt die Strippe zieht verschwunden ist dann das und auch das Sondermodelle ginge vorbei ginge ganz einfach vorbei Nacht.Sicht.Gerät.
: so was von der Welt erfahren so was von ihr hören müssen, also dass die da draußen blödsinnig sind weiß man ja dass die hier einfach auf dem Planeten damit können Sie abgelegt wurden einen Tag erleben (mal schau‘n was aus Ihnen wird) Als Köche wie er verkleidete Polizisten wirklich ist und die fickten dann sagen wir mal die Viecher, die da rumstreunten der Mensch sage ich ist aus Sodomie geworden
Räumt man ein, dass es Unglück bringt, die Dinge mit einem anderen Namen zu versehen, als den, den sie selbst genannt haben (manche schweigen länger als andere, vielleicht schon in Gedanken an einen vorsätzlichen Betrug, der sie das erste Ding sein lässt, das einen falschen Namen genannt hat), wird man sich der Dinge intensiver bewusst werden, die auch dann Dinge sind, wenn sie nur gedacht werden, wenn sie nicht an ihrer Dinglichkeit gemessen werden können, sondern vielleicht nur an der Aura ihrer Dinglichkeit. Das Laternenglas ist ein ganz konkretes Ding, und ohne zu zögern wird es seinen Namen nennen; anders verhält es sich bei einem eingeschworenen Raupenmaß. Auch dieses Ding zögert nicht, seinen Namen recht zügig zu äußern, in der Gewissheit aber, dass es genauso gut ein Name unter falschen Voraussetzungen sein könnte, eine betrügerischer eben. Da man ein Ding unter keinen Umständen fragen darf, wie es zu diesem Namen gekommen ist, wird man kaum imstande sein, sich eine Brücke zu bauen, wenn man eines Tages gezwungen ist, sich daran zu erinnern. So könnte schnell ein Unglück heraufbeschwörendes ›eingefrorenes Raupenmaß‹ daraus werden, schlimmer, ein ›geborenes Raummaß‹. Es ist bis heute nicht abzusehen, was das bedeuten würde.
Mimi spielte den Ball, aber der Regen überfuhr ihn.
Es war nicht sonderlich hell, als es zu donnern begann,
danach aber klärten sich die alten Gespräche, die
sich in Baumkronen versteckten. Die Sicht war von
weißem Schmelz getrübt, aber es zählten ohnehin nur
die ersten Schritte. Später würde man darauf
zurückkommen, denn wir wussten von nichts. Die
mit den Sommersprossen hätte uns wohl am ehesten
an die hohen Ohren eines Esels verraten, aber bis
dieser ankam, waren die Steine bereits alle umgelegt.
Unterhalb der Erde konnte es kein Licht geben, ein
Grund mehr, genau da auf die Suche zu gehen.
Nichts ist fest, alles löst sich auf in zitternden Händen,
hingestellt wo die Wacht endet, wo sich die Kreuzung
nicht entscheidet oder wo der Horizont steil abfällt.
Die Wege waren Schorf an den Schuhen, der
schlanke Ton gebrochenen Eisens berührt die Wunde,
die im Schlaf gerissen wurde. Doch langsam kamen wir der
Sache näher. Ein unbewusster Tanz kann ein ganzes
Dorf zur Weißglut treiben. Es entsteht eine Geisterstadt.
Es ist Zauberwerk, dem du hier begegnest, alle
Schneisen führen in eine Art Rom, von Kloaken bekränzt,
mit ungeheurem Stuck aufwärts gefahren. Es ist nicht
zu viel Abstand zwischen den Gezeiten, ein Pantomime
zog langsam einen Kübel über den Trampelpfad, und
schon war der Moment vorbei. Einfache Laute wurden kristallin
und barsten hinter dem Kofferraum, der handgemachte
Pfirsiche aus Stoff enthielt. Was derzeit aus dem Wald
drang, war durchaus merkwürdig und würde wohl nie
wieder von Dannen ziehen, nicht in einer Regennacht,
geschweige denn mit diesem grobkörnigen Schutt beladen.
Alle schliefen im Ringelreihen, also stellten wir uns
dazu, die Arme ausgestreckt wie um Rinderhälften zu
empfangen. Jemand hatte in all dieser Aufregung seinen
Schlüssel unter denkbar ungünstigen Umständen verloren,
durch eine Art Auflösung, die dem Verschwinden zwar gleicht,
aber doch mehr und mehr zum Nachtvogel wird. Einiges
hatten wir mithilfe von Ketten auszuräumen, und wenn
es nicht zu spät wird, können wir den Tauziehenden endlich
erklären, woher wir wirklich kommen, bevor es ein anderer tut.
Alles besitzt ein rhetorisches Gewicht, außer der Bedeutung selbst.
So entflieht sie uns auf einem Pferderücken; und ob wir sie auch
reiten sehen – weder unser Auge, noch unser Huf
wird da sein, wenn sie anlangt. Noch
einmal ist’s mir als sähe ich die Kreuzung unter Flutlicht
und rings herum um alles läge Glas, zerschmettert von den
Händen, die Gedanken bilden können und daran scheitern,
ein kleines Gefäß sich selbst zu überlassen. Zur Vermählung
im Mai hat diese Tradition für immer ihre Bedeutung erworben, ob man
höre, staune oder nicht. Die Scheiben radieren die Mitte der Luft.
Unter den Fundamenten reibt sich die Erde auf, verdichtet sich zu fremden Stein, der in Jahren ohne Sommer an die Oberfläche drängt. Die Erdeschütterungen auf ihrem Zenit haben die Gebäude gebrandmarkt, das Erkennen in den Erkern, die auf einen nutzlosen Garten spucken. Wo man wollte sah man Saat, die aufging und sich neu verstecken musste, weil eine neue Straße über die Hügel gezogen wurde. Die Menschen sind dem Unsinn so nahe wie die Gerüche aus den früheren Ställen, in denen jetzt Küchen betrieben werden. Auch wenn die Besucher in der Regel ausbleiben, möchte man vorher noch ins Bad eilen, einen Mantel anziehen – der kurze Blick in den Spiegel zeigt nichts Überraschendes – die Zähne mit den Fingern befeuchten und hinaus eilen, um das Defilieren zu beobachten. Könnte man etwas davon abbekommen, stünde man erst gar nicht hier. Ein bitterer Walzer ertönt und es ist unklar, in welchem Takt er enden wird, das Tanzbein steht still, man ist nur für die Pirouette zuständig, die lässig beginnt, dann aber das schnelle Rotieren der Achse nutzt, um sich in die Erde zu graben. Die große Freude bleibt aus, aber ein Schild, das vorher auf der Rückbank eines Pritschenwagens schlief, wird dort aufgestellt, wo es garantiert niemand sieht. Man kann seine eigene Schrift nicht mehr lesen, aber wer wüsste darüber besser Bescheid als der Fahrer, der immer nur geradeaus fahren will. Führte das nicht unweigerlich in die Stille wäre es nachgerade ein Wunder.
Wollten wir uns lossagen von der Freiheit, belogen auf Balkonen existieren, ihr Hauptgrund in der Luft, zu manchen Stunden Garten, dann käme das dem Frevel gleich, uns nicht von Antlitz zu Antlitz gegenübertreten zu wollen, ein Bedenken, das in keiner Maschine haust. Die vielen Hinweise, die unsere Hände erschaffen, führen durchaus in luftige Höhen – und das Panorama kann genauso zugeschaltet wie auch andere Farben ausgewählt werden, nur ist dann ein Filter erforderlich, der wie Essig schmeckt. Verlassen wir die Stadt, erkennen wir die wirkliche Rundung unserer aufgetakelten Erde, die mühsam versucht, uns in ihre Kimme zu schütteln, Flöhe, die am Rand des Sumpfes ihren Zirkus gründen und sich dabei die falschen Fragen stellen: Wohin führt?, Wie funktioniert?, Warum habe ich? Es kann der Nebel kaum gelassener an uns vorüber ziehen, sein Innerstes ist sicher. Sicher.
Die ganze Nacht polterte das Kettengespinst auf den ausgedehnten Treppenstufen, ging auf, flog mit Stufenberührung ab, harrte – ob sich etwas außer ihm bewegte – (Atem wie ein Unimogmotor bei Seilwinde in Betrieb) – und begann von vorne bei einer violetten Stunde. Es wollte eine Ruhe nicht ohne sein Gesäß an einer Tafel, die ausgeschmückt zur winterlichen Zeit mit Kuchen um Kuchen aus der Küche schellte. Da dies nicht infrage kam, besann es sich auf seine Nachttöpfe – in der richtigen Reihenfolge aufgestellt ergaben sie die Skyline einer Blechstadt, in der die Fassaden die einzigen Fluchten waren, die es sich entlangzuflanieren lohnte. So einen schönen Glühbirnenaufgang am Abend, eingewickelte Bonbons in den Backentaschen, Rotz am Ärmel, die Gemeinheiten einer Schlagzeile in den vorgeblichen Schaufenstern einer Besserungsanstalt: Herr Mutter erschlägt Frau Vater; da überkam den Flaneur der eigene Brechreiz von oben, der sich rotmeerisch spreizte, um die Ziehwägen zu locken und mit Brocken dann – die Geschichte ist ein Kreis – in den Schlampampel zu stoßen. Die lautere Absicht zu leugnen hieße, alles zu leugnen. Alles zu leugnen wiederum beträfe auch den eigenen Schlaf zwischen den Scharten ausgewählter Zinnen. Aber ja, wir sind in die Köpfe eingedrungen, wir fanden die Klamotten unserer Vorgänger unter den schwarzen Trauben, ihrer Kultur längst beraubt. Dennoch warten sie geduldig auf die Pflücker, die eines Tages fratzenhaft aus dem Gebüsch schreiten, schief, aus Gründen eines Opfers für Chac Mool, das erwartungsvoll in seiner besten Schale zu begaffen ist. Und sie harren dem Ende der Zeit. Und er liegt und harrt dem Neubeginn. Die steinerne Finsternis verheißt ein Leben in Ewigkeit, in den Erinnerungen, in den unbedachten Gedanken, die abschmieren wie ein Seifenkahn. Die gestiefelte Keramikschüssel, aller Dämpfe beraubt, allem Unglück ein Zeuge. Woher stammst du, Jungfernrebe? So wild schüttelst du deine Gifte und stolzierst rankend hinauf zu den erschütterten Vulkanen, zu den Schakalen, die mich stolz bewachen.
Die so entstandenen Wyrmfelder erzeugen Räume, in die man Dinge stellen kann, die dann verschwinden, denn wo es 1 Ding gibt, muss es auch 1 Ding nicht geben, vorzugsweise dasselbe – Ding – die Taschen sind gepackt, von oben nach unten, unter dem Henkel die Adresse: Flatiron Building. Erstaunlich, wie sich die Wäsche in die Löcher faltet, aus denen Lorbeerstrünke (Kugeln Kegeln Säulen) ragen. Nun muss der Geist aus den Flaschen entlassen werden, auf Holzfasern verzichtet die Chronik an dieser Stelle, das Pochen wird substanzlos, der Takt aber bleibt. Ich selbst konnte nicht sehen, wo sich die Zeit verbarg (die erste Ernte wurde an Menschen verschenkt, die keine eigenen Felder besaßen). Gewitterwolken zogen vorbei und nahmen die Gäste mit, die in Reihe auf der Terrasse standen. Jetzt konnten die Gepäckstücke sich durchsetzen, ihre lange Nacht begann wie verabredet.
Die Schwärze ist ohne Klang und sie ist allein; allein ist auch das Nichts, das kein Lebewesen denken kann. Möglicherweise ist es der Wille, der die Münder öffnet; der Rachen, der in die nicht vorhandene Schwärze führt, ohne Klang und allein, der sie durchdringt, ohne Klang und allein; der Wille, der neben der Schwärze haust, der neben dem Nichts zwar nicht existiert, aber will; vielleicht ist er es, der die Münder öffnet, die in dieser Stille auftauchen – und ihr Name ist Legion – die dann die Welt ins Dasein singen, zunächst allein, doch nicht ohne Klang, die Schwärze nicht mehr allein, nicht ohne Klang. Und vielleicht ist es der Wille, der die Münder öffnet, vielleicht ist es der Klang, der sich Münder in die Schwärze denkt, die dann singen, wie es war, so ohne Klang und allein, wie es war, so nicht zu sein, und wie der Wille ihre Lippen schuf; und Schwärze, die nun Rachen kennt.
Unsere Romantiker waren nicht so gut auf die französische Metropole zu sprechen. In seiner „Reise nach Frankreich“ notiert Friedrich Schlegel:
In Paris findet man alles für die Sinnlicheit, aber nichts für die Phantasie.
Verwundern darf das nicht; auch nicht, dass Kleist etwas Ästhetisches vermerkt, denn in der Großstadt zeigten sich anscheinend Entfremdung und psycho- wie soziopathische Zustände des modernen Menschen und seiner zweiten, von der Zivilisation deformierten Natur besonders krass.
Die Gasbeleuchtung gab es erst am 1817, die Boulevards waren ebenfalls noch nicht erbaut. Haußmann hatte das geniale Paris noch nicht geschaffen.
Was Kleist, Tieck und Eichendorff jedoch als Gemeinplatz in ihre Schriften einfließen ließen, war ja nicht zuletzt die Klage gegen die vorgefundene Dominanz des kalten Verstandes über die Empfindungen.
Eine Parallele zu heute hieße: vor lauter Pornographie entdecken wir den Körper nicht mehr. Wir fühlen uns frei, nach Herzenslust zu vögeln – jeder Körper ist austauschbar. Doch unter dem Schein dieser angeblichen Freiheit ist die Sinnlichkeit gänzlich abwesend und die Unzufriedenheit nimmt gefährliche Züge an.