wiesenwrack

kann aber zugänge zum lumpen in dir
mit wirklich hohen schuhen
enthalten was stumm

auf stelzen hoch und abwärts
besieht man sich dann
was nicht ein gran salz enthält

wiesenwrack unter den matten &
köttelvieh zieht suchend
niemand will jetzt los

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  • Kein großer Rummel

    Der Mond sank nicht aus sich selbst heraus unter seine Achse
    Manche Bretter stapelten sich zuletzt und von oben hatte man
    Ein ganz anderes Gesicht. Nummernlose Wolken. Kein Halsband
    Kein großer Rummel. Überhaupt nichts das man
    Zur Kenntnis zu nehmen sich befleißigte um Nutzen zwischen
    Den Käferleichen auf dem Rücken wippend also doch
    Noch nicht ganz Leichen zu verstecken.

    Die Vertrautheit verschwindet wie ein Naturgesetz und
    Mit einem Mal. Man sieht es nicht kommen weil es nicht kommt
    Schon immer dagewesen schleicht es um nichts anderes als
    Einen Knopf der an eine Hose gehört um die Abteilungen
    Geschlossen zu halten die sonst ja übervoll die Bäuche aus
    Ihren eigenen Fenstern hängen müssten. Das mit den Wegen
    Ist nur ein Gerücht. Dass sie sich beim Gehen formen.

    Nur die Attraktion der anvisierten Punkte pfadet einen Weg und
    Treibt die inneren Gäue wie eine Urlandschaft vor sich her
    Die Milch gibt wenn man sie höflich danach fragt und nicht
    Einfach in ihrem Wasser rührt. Manche Baldowereien müssen
    Unbedingt vor dem Essen ausgeführt werden – niemand denkt
    Wenn der Bauch nicht denkt. Und niemand kniet wenn
    Das Knie nicht kniet.

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    Esset nicht davon

    Teil 1

    Teil 2

    Vom christlichen Satan über den islamischen Iblis bis hin zum zoroastrischen Angra Mainyu taucht die Idee eines singulären Wesens, das das Böse repräsentiert, als kulturelle Allgegenwart immer wieder in den Annalen der Menschheit auf. Eine gegnerische Kraft, die sich im Kontext bestimmter Traditionen und Gesellschaften auf einzigartige Weise als Archetyp manifestiert. Der hinduistische Ravana etwa, jener zehnköpfige Dämonenkönig, der die Göttin Sita entführte – auch er trägt die Züge des ewigen Widersachers, der Ordnung in Chaos verkehrt. Zehn Köpfe und darin zehn Münder mit zehn verschiedene Versprechen, die alle auf dasselbe hinauslaufen: die Grenze überschreiten, die nicht überschritten werden darf.

    Julius Nisle
    Zeichnung von Julius Nisle

    Der Pakt mit dem Teufel ist die formalisierte Variante dieser Überschreitung. Wenn man so will, ist er die Vertragsform der Sünde, ihre juristische Kodifizierung. Was im Garten Eden noch eine spontane Geste war – der Griff nach der Frucht –, wird hier zum Rechtsakt, komplett mit Gegenleistung, Bedingungen und Unterschrift. Die Geschichte kennt viele solcher Pakte, dokumentiert und undokumentiert, und zwei davon tauchen jetzt vor mir auf und liegen dokumentiert auf meinem Pult. Jenen des Benediktinermönchs Herman im Jahr 1229 einging und jenen, den Elizabeth Knapp im Jahr 1671 verweigerte.

    Wir wissen so viel über Elizabeth Knapp, die in Groton, Massachusetts, lebte, weil die Schrift sie bewahrt hat – Reverend Samuel Willards akribische Aufzeichnungen machten sie unsterblich. Doch die Schrift, die sie für uns rettete, stand ihr selbst nicht zur Verfügung. Sie wusste nichts von jenem monumentalen Artefakt, das ihre Erfahrung hätte kontextualisieren können: dem Codex Gigas. Dieses kolossale Manuskript von 75 Kilogramm, angeblich in nur einer Nacht auf 160 Tierhäuten niedergeschrieben, existierte zu Elizabeths Zeit bereits seit über vierhundert Jahren. Es lag in einer Bibliothek, zugänglich nur für Gelehrte, für Mönche, für jene privilegierte Klasse von Menschen, die lesen konnten und durften. Welche Magd in Neuengland hätte je davon erfahren? Die Gelehrsamkeit war damals, wie heute, ein Privileg, und Elizabeth besaß davon so wenig wie von allem anderen. Sie konnte nicht wissen, dass Jahrhunderte vor ihr ein Mönch einen Pakt mit demselben Widersacher geschlossen hatte, unter anderen Umständen, mit anderen Bedingungen, doch mit derselben fundamentalen Struktur: die Seele als Währung, das Unmögliche als Preis. Sie musste glauben, sie sei die Erste, die Einzige, schließlich die Verdammte.

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