Zustandskolorierung

Ich komme aus einer dunklen Ecke, eigentlich aus dem Nichts,
mindestens aber von weit außerhalb einer brummenden Kirmes,
die mit Zuckervögeln lockt. Das ist kein Tier das auffällt,
aber als Süßigkeit allerliebst bunt und natürlich weniger wert
als eine Mehlspeise. Diese Ecke ist ein Kipppunkt, die alte
Brücke hätte sich ins Fäustchen gelacht, aber abgerissen bleibt
abgerissen, auch wenn ihr Geist noch über dem Bach
herumspuken soll. So wurde sie etwa gesehen, wie sie
andere Geister über das sprudelnde Nass gehen ließ, denn
wie sonst sollte ein Omen im Mond zu denken sein?

Ich fror, aber ich bekam davon nichts mit, versteckte
mich noch in den Zellen – eine Einheit mit der grundsoliden
Schwärze, die eigentlich keine Farbe repräsentiert, die man
sich denken kann. Eine Zustandskolorierung, die sich bei
Abwesenheit besonders hervortut. Aber als die Störche begannen,
die Schorne abzuklappern, waren die verkannten Kleinode von
oben zu betrachten. Der Zenit stand aus und auch die Mägen
rumorten in ihrem eigenen Saft. Ein wirklich großes Lächeln
erschien auf Stangen wie ein Rotstift im Zölibat.

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