Der Menschenfresser

Eine Insel wie Madagaskar, voller biologischer Wunder wie
der satanische Blattschwanzgecko, das nachtaktive Aye-Aye,
riesige Springratten und eigentümliche Blattkäfernymphen
nimmt sich den Platz, den es vorher nicht gab, um die zentrale
Bedeutung des Lebens zu feiern, als wäre das Universum
ein ausgedachtes Ressort, das uns immer wieder verspottet.
Fremd sind die Welten auch ohne den Klang des Nimmermüden,
die Ranken eines Gewächses, das sich um ein Opfer schlingt
und die Bewegung in den Rhythmus des kaum merklichen Windes
einstimmt.

Dünne, empfindliche Gaumen bebten einen Moment lang,
als würden sie von hungrigen Stricken umschlungen,
und legen sich dann, wie von einem Instinkt geleitet und
mit teuflischer Raffinesse, in plötzlichen Windungen
um ihren Hals und ihre Arme. Dann, während ihre
schrecklichen Schreie und ihr noch schrecklicheres Lachen
immer wilder wurden, um augenblicklich wieder
in einem gurgelnden Mittelmaß zu ersticken, erhoben sich die Ranken,
eine nach der anderen, wie große grüne Schlangen, mit brutaler Kraft
und höllischer Schnelligkeit, zogen sich zurück
und umklammerten sie immer fester, mit der grausamen Schnelligkeit
und wilden Hartnäckigkeit von Anakondas, die sich an ihre Beute sichern.

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    Schwärzer als die
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    Symbol aus der dunklen Leere.

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    Skepsis uns fräße, wenn unsere
    eigene Natur eine Barriere bildete,
    die zu überwinden unmöglich ist?
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    zurückkehren, in den Traum vergangener
    Ungewissheiten kriechen, die allesamt
    besser sind als die Tatsache
    einer Endgültigkeit?
    Das Scheitern eines Planeten ist nicht laut.
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    eine Oktavenleiter hinauf oder
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    feststellen), das löchrige Netz der
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    denn draußen prasseln die Jahreszeiten vorbei,
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    hätte ich auch unten im Fluss baden können, dort aber stank es abscheulich

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    ist es ruhig, und auch das Schloss bewegt sich nicht. Unvorstellbar ist mir der Gedanke,
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    auf meinem Stövchen das einzige Ding, mit dem ich
    ein Gespräch beginnen konnte, vor allem
    um diese Uhrzeit, wo mir doch alle anderen Utensilien
    versuchten, einen Bären aufzubinden.

    Du reflektierts den Schein, sagte ich. Wie
    meine Augen auch. Glaubst du
    denn nicht auch, das Licht sei gekommen,
    um uns einen Weg zu bahnen in
    unbekanntes Territorium?

    Ich würde etwa fünf Minuten warten müssen,
    bis sein Wasser kochte und er eine
    pfeifende Antwort geben konnte. Derweil
    zählte ich die Schnecken in meinem Gesicht, die dort
    nach etwas suchten, das ich unter dem Teppich
    versteckt hielt. Ich hielt es vor ihnen geheim,
    denn falls sie auf die Idee kamen, unter den Teppich zu schlüpfen,
    um danach zu suchen, bestünde die
    Gefahr, dass ich sie zertrat.

    Als das Pfeifen den Raum erfüllt und Dampf aufwallte,
    stellte ich mein Gehör etwas nach rechts, fand
    erst nicht die korrekte Frequenz, konnte dann
    aber die Antwort meines Kessels klar und schwebend
    in diesem kargen Zimmer vernehmen, indem ich nun
    seit neun Jahren darauf wartete, dass
    sich ein Weg zurück fand. Das Sternenlicht war
    sicher ein neuer Hinweis, doch der Kessel spottete nur.

    Ich koche und kühle ab. Was außen schimmert
    erblickt in mir nur verkalkte Reste, so wie du. Ich
    kann dir dienen, du mich wienern, du trinkst Tee und
    ich pfeife dir die Bereitschaft einer Jahrhunderte alten Gabe.
    Aber im ausgeschenkten Wasser
    steckt immer auch ein Teil von mir selbst. Mit
    Lichtern bin ich weniger vertraut.

    Nun stolperte ich über die Heringe eines Zeltes,
    das nie aufgebaut worden war. Ich ließ sie liegen,
    damit ich mich daran erinnerte, dass es einst eine
    Welt gab, die ein Draußen kannte. Schwimmende Räume
    ohne Wasser sind instabile Gefährte, sie navigieren
    auf unbekannten Bahnen. Der Tee
    schmeckte wie Stroh, alt und trocken.