Schmatzen

Weil ihr schneck
lein singt bin ich hier
hörte das schmatzen wohl
hörte das nass
schmatz
en wohl
aber ich hörte es wie denn?
ich hörte es durch den
besen am ohr durch den be
sen am ih-ah-ohr
und die flöte mensch flöte
nocheinmal die melodei
wollen tanzen / leber
haken verteilen und tanzen
die flöte im heck eine
waffe los hol sie schon
raus es brennt wo
das schneck
lein ich hörte zur
flöte & schmatzen

Ähnliche Beiträge

  • Sterbender Stern


    Sie hielt einen sterbenden Stern mit ihren Fingern fest und hauchte Worte, die im Atem schwangen. Sie könnte sich aus Stein befreien; wenn sie wollte, könnte sie den Stern zu neuen Lichtern führen

  • Alles Geisterhafte war mir von Anfang an vertraut

    Alles Geisterhafte war mir von Anfang an vertraut. Kein Ort, an dem ich jemals war, der nicht von einem Spuk heimgesucht worden wäre, auch wenn ich längst und viele Jahre schon mein eigener Dämon bin. Doch es könnte sein, dass Geister auch mit der Jugend verschwinden; sie verschwinden vor allem dann, wenn man sie nicht mehr sucht, weil man ein Teil von ihnen geworden ist. Dadurch kehrt eine äußerliche Ruhe ein.

    Im Gefüge herumkratzen. Es ist wie einen Körper betrachten. Es hat einen Grund, warum wir ausgerechnet diese Gestalt haben und keine andere. Wir sind immer und zu jeder Zeit, wer wir sein wollen. Und das Schöne ist: Nichts existiert wirklich, alles wird nur von Gedanken aufrecht erhalten, von unseren Beschreibungen und Erzählungen. Die aber wirken, weben also Welt.

  • Das blaue Kleid

    Seit langem schon wollten wir das verfallene Haus in der Mühlgasse aufsuchen, und obwohl uns der Mut der Gruppe schon an manche unheimliche Orte gelenkt hatte, fehlte uns dazu bisher die Unerschrockenheit. Von der Straße aus konnten wir es im Herbst oder Winter durch die laubfreien Äste betrachten, immer aber schien es uns kein richtiges Haus zu sein, sondern eine Karkasse, an der noch Fleisch und Hautreste hingen.

    Mehr lesen „Das blaue Kleid“
  • Fragment einer Nacht

    Durch die Gassen des Todes, durch den Abfall der Zivilisation torkelt er auf der Suche nach seiner Herkunft, einem Ziel, an das er sich klammern kann. Der Druck in seinem Kopf wird ihn töten, aber er weiß nicht einmal, dass sein Gehirn anschwillt. Er muss diese Straße entlang gehen, auch wenn er in regelmäßigen Abständen stürzt und es immer länger dauert, bis er sich wieder aufgerappelt hat. Sein Leben liegt nicht mehr in seiner Hand – in unser aller Hand liegt nie das Leben, sondern nur der Torf abgestorbener Pflanzenteile, die wir einst zur vollen Blüte bringen wollten. Vergeblich. Ein vergebliches Leben holt ihn ein, als er beschließt, sich nicht mehr zu erheben, bis er gefunden wird, um „renounce!“ zu brüllen, weil man ihn bald schon als den berüchtigten Trinker Poe identifizieren wird, den sämtliche Geister verlassen haben, weil sie nicht mehr erwarten können, in seinen makabren Geschichten aufzutauchen. Aber ein Mann, der nur allein von den Schatten gestützt wird, kann nicht auf sie verzichten, ohne zu Grunde zu gehen. Ein Pakt nicht mit Musen, sondern mit den Dämonen seiner eingeflochtenen Ängste vor Verlust und unerträglicher Einsamkeit.

    Wie alle Lebenselixiere, ist gerade das Feuerwasser das gefährlichste. Es stärkt den Geist durch flüssig gewordenes Blut, das Leben rast durch die Adern und bringt alle Eindrücke, die der Körper kaum mehr zu archivieren weiß, in magische Aufruhr. Sie werden überdacht und neu zusammengesetzt. Edgar war jedoch kein Trinker, er vertrug überhaupt keine massiven Stimulanzien, was ihn jedoch oft trunken auf seine Umwelt erscheinen ließ, die sich kaum mit seinen Qualen auskannten und sich nicht selten verängstigt von seinen Geschichten zeigten, die eine furchtbare Psychologie offenbarten.

  • Der Trompeter

    : durch Dornenfelder, hinter Wänden des Schlafs gelegen :

    kollabierende Zeitsphären, flügelzerschnittene Luft, in
    einer Grube der Impressionen, Miasma aus Staub, Quirl
    hochschießender Sphären, durch Dornenfelder, Flügelschlag
    mit Weltenklang
    (wie frei die Täler)
    nebelrein &
    alles ist als Spiel erdacht & wo
    ich meine Kerze trage, pustet man sie aus.

    Die Geister des Hauses
    ziehen sich auf die Höhe ihrer Erinnerung zurück, der
    schlechtgelaunte Ton der Stufen jammert durch das Lebe
    Wesen, das Wände hat, dass wir kommen, dass wir quietschen.

    Man wüsste es spätestens jetzt : Räume entstehen, radieren
    die Wirklichkeit hinfort, vor dem Haus tut die Welt so, als
    hätte sie das, was von den Wänden ummantelt wird, nicht verloren,

    als gäbe es noch einen Platz dazwischen, der ausreicht, dem
    Haus nicht zu nahe zu kommen. Alles ist Klang, ein Ton, doch war
    davor ein Rhythmus. Es ist nicht von der Hand zu weisen, dass
    die Trompeten trompten
    (denn trompeten kann nur der Trompeter)