…. rasch rasch: die Über=raschung; schneller schneller ge=schnellt; mach auf! was ist da drin? Spiel des Schicksals: rot (oder): rot (oder): die Kiste (es sind noch immer Kisten, Fässer !); knarr knarr geht auf, überhäuft der Augen reifen Schauder mit Kinkerlitz, der dicker mästet, als in der Kiste Innen=Raum Platz gewesen wäre. 1 Trost: wie tröstet man ? – die Wolken zaudern nieder, interrupt=pausierend, wenn dann: rasch rasch die Über=raschung. So geschah’s im Keller: ich stand bloß da, um die Kirschen zu stehlen, die Steine zu spucken, weil sie so menschensüß. Im Regal: was Du köpfst – und sey es noch so groß – verzehre ! – trinke aus dem Hals das sprudelnde Bächlein Naab, den eingemachten Saft …. rasch rasch : es rasch=schellen die Hände am Klavier : Ding=Dong ! – es läutet, wenn das Weck=Glas fällt, zerbricht; es weckt jetzt: die schon schlafen sind, die jetzt schon liegen, schlafen wollen (kommt auf die Uhrzeit an: ein jeder hat sie an der Hand, doch in der Hand sie niemand.). Der elende Fant steht schlemmend, hemmungslos vor: Truhe & Regal; er reckt sich nicht, Glas regt sich nicht – und alle schlafen weiter oder ein.
Dort schwebte ich; heute ist es ein Wunder, Wie frei damals der Äther das Dorf zu trinken wusste, Ich (wenn Sie mir gestatten, 'Ich' zu sagen) Mit Honigperlen nieder riesle, als ein Bruder Des nächsten Grashalmes unter die Wolkendecke sank.
Die Häuser und Gehöfte erblühten neben mir, Als wäre die Erdkugel Saat, der steife Wind Das Rätsel allen Lebens, so auch der endlosen Straße. Führt sie dich hin, führt sie dich zurück in der Zeit, Erhebt sich über die gedankliche Miniatur, die so
Klein ist, dass ich noch darin lebe, die Kerzen Entflamme, die Flammen berühre - mögen sie mir Beleuchten, was hinter den raunenden Stimmen steht, Und mich heute so beobachten wie damals, ratlos. Ich bin in mehreren Träumen zuhause, in roten Beeren,
Deren Kerne eine Süße enthalten wie ihre Grenzen nicht, Obwohl diese irrlichtern; nie die ganze Figur, Vielmehr eine Peripherie der lauteren Gedanken, die Sich mit den Wurzeln eingegraben haben. Der Geruch Des auswendigen Saftes sträubt sich, davonzufliegen,
Die Hand nimmt dieselbe Farbe an wie beim Pflücken der köstlichen Lippen von den Büschen. Die Horizonte erscheinen hintereinander, getrennt Nur durch die Unruhe der Gezeiten, Ebbe und Flut des Himmels und der Bäume, die ihre Wächter nach vorne
Schicken, um zu beschützen, was man kaum sieht, das Neue Moos in Rehfarben, mit Augen wie Sternen, mit Ohren wie Furchen im Acker der endlosen Trophäen. Was der Geist hier vor dieser Kulisse entfacht Ist das Rätsel völliger Einnahme, Rätsel der Gerüche,
Der Flüsse (wohin treibt es sie, wenn sie vor der Nächsten Kurve stehen und zurückweichen, wissend, dass Wir uns wiedersehen?). Am Ende des Dorfes ändern Sich die Gebäude, tragen ihre alten Kleider auf, wenn Sie niemand ansieht, niemand mit ihnen rechnet.
Dann werden sie still wie ein Schlaf, der sich von Regnerischen Tagen erholt. Den Flüssen gleicht nur Der Schienenbus, der zwischen den Felsen nach Erinnerung sucht und seine Fenster geschlossen hält, Um nichts von seiner Ankunft zu verraten, aber auch,
Damit das wechselhafte Wetter nichts mit sich nimmt, Das Jahre später nicht mehr in den Briefen auftauchen wird. Noch ein Tag, und wir erkennen, wo wir nie Gewesen sind. Wo wir nie sein werden wächst das Gras Nicht, stehen die Elemente still. Auch deshalb hängen
Fremde Bilder an der ausgebeulten Wand, die ihre Scherben einteilt, sich vormittags vor den Vögeln versteckt; Niemand außer mir berührt die Brücke von dieser Seite aus, Erinnert sich an den abgetragenen Sand, an die sengende Sonne im Kamin, das Zittern der Rauchschwaden
Vor Buchseiten, die unsere Namen ergeben. Abermals Rufe ich dich, du kommst durch das Fenster mit Blanken Verzierungen, veränderten Worten, mit Spindeln Und Dochten, die zur Erklärung neigen. In der Hand hältst du ein Programm aus farbloser Asche,
Gesammelt von der Treppenstufe, wo ich lebe. Im Haus zetern Falter gegen die Scheiben, die Versprochen hatten, ihre Winkel niemals zu verändern. Distelschatten belagerten die Kellertür, die zu ahnen Ich dich bat. Ein Meridian zieht achselzuckend vorüber,
Die Taschen voller Tauben, eingesperrt in immer Kleiner werdenden Zimmern ohne Türen. Tageszeiten Erheben sich von ihren Bänken und trotten nach Hause, Bezahlen aber nicht, was sie beobachtet haben. Am Nächsten Tag stehlen wir endlich den Mut,
Einzutreten, wagen es nicht, zu zögern, verbarrikadieren Die Risse in der Wand mit Gelüsten unseres Hierseins. Er sucht bereits nach unserem Schicksal, heißt es, nach Einer Unendlichkeit, die dafür in Frage kommt, Den Schlüssel unter die Staubmatte zu legen.
Das kalte Gemäuer hat den Vorteil, auch die Helligkeit davon abzuhalten, kleine Unebenheiten in jeder Ritze ins Rampenlicht zu treten. Auf dem Boden steht – ganz plump – eine Truhe. Aber sie birgt nur den Wunsch, den du in ihr hast. Ein Vorher wird dich nicht retten, keine Erfahrung klafft hinter dir auf. Das Holz dringt in dich und schlägt dir viele Dinge vor – allesamt nutzlos und trocken – ein Kamin, der nicht nach Asche riecht.
Es ist nur der Gedanke einer langen großen Überfahrt, ein Verschwinden und ein beinahe-verschollen-sein. Eine reisende Truhe nimmt stets ein wenig Luft der alten Welt mit sich, und dadurch auch ein Stück unerzählter Geschichten, die sich mehr und mehr auflösen – es verdünnisiert sie der Trubel, manuell und ohne große Maschinenträume.
Ein weißer Schutz gegen die noch heißeren Sommernachtsträume. Es geht wohl überall hin mit dieser Barke – ein Drops auf steiler Bahn. Doch der Standort verändert sich nicht, er hat den Anspruch der Ewigkeit, konserviert durch das Vergessen monumentaler Merkwürdigkeiten.
Ich kann nicht sagen, wie viele Hände ins große Spargelfeld meiner zweiten Mutter gesickert sind, und ob sie dort noch liegen. Ich erinnere nur das:
Stets zur Mittagszeit refelten sich feinflechtig, an vier schwebenden Stühlen aufgespannt, zwei rote Beine auf. Ich blieb, um zu sehen, wie sie sich verflüchtigten. Konvex blieb um mich herum der Wald als große Lungenblase berstend gegen die Ortschaft stehen. Es dauerte bis in den Abend hinein bis die Spannung seiner Oberfläche einen Riss bekam, und er mir so sein dunkles Nadelmeer vor Augen spülte.
Es war wie eine gewaltige Traube, die barst. Ich fand mich unter den Rücken der Tannen wieder. Von Weitem rief Edith nach mir. Ich lief zu ihr. Sie nahm mich an ihre rechte Hand, einen schwarzen Eimer, gefüllt mit Spargeln, in der linken. Mich mit ihren durch die dickwandigen Gläser, die sie trug, stark vergrößerten Augen anschauend, nahm sie mich mit sich.
ich kann nicht an etwas denken das nicht bedacht werden will, das hinter der Mauer aus Schlaf existiert. Es gibt ein Reich ohne Worte, ein Transportmittel fährt exakt um 3 Uhr 13 ab. Der Bahnsteig nirgendwo, aber ich erreiche ihn kurz nachdem ich mich erbrach. In mir bleiben nur Dinge, die schon immer zu mir gehörten. Der Wecker klingelt und man zieht sich eine Realität über, die man bereits gestern trug, vorgestern – all die Tage in der Bettritze