Ich habe noch eine Linse für den Apparat Ich drehe mich in dich Ich drehe mich in dich Der Tag war nicht zu erwarten gewesen, als du gestern – Als du ankamst, hattest du deine Schuhe in der Hand Und drehtest dich von der Sonne weg Die den Steg entflammte Er wurde für einen Augenblick zu einem anderen Augenblick
Wenn uns der Tanz ausgeht Habe ich noch eine Linse für den Apparat Ich drehe mich in dich Ich drehe mich in dich Die Zimmertüre lässt kein Licht herein, deine Konturen – Deine Umrisse bleiben dein Eigentum solange du lebst Es könnte jederzeit anders sein Es bräuchte nur eine kleine Erschütterung Ich kann mir keine andere Dimension vorstellen
Dies sind die Nägel, die, mit Kronkorken vernetzt, die Hütte bilden, in Der Schweiß produziert werden kann; wie es Der Hopfen zu etwas bringt, ist hier gewahr,
Ist hier ein Magnet für das vorbei Kommende Wasser, in dem sonntags die Fische Fehlen. Der Mund offen gehalten, die Sensation im Luxus gefangen, aber Einfachheit
Kennt viele Namen. Iriswelten, wenn man Das Auge sieht. Das Tremolo auf die Seite gerutscht, aber vorhanden. Dort Treiben die Genüsse ein Spiel mit
Haselnußzweigen. Da bist du hin, da Bist du gewesen. Dort befindet sich Rost An den Klinken & auf den Flaschenhälsen. Dürre stoppt das Auslaufen einiger Stunden.
Auch die Tauchbecken wurden mit einem Unsichtbaren Milieu gefüllt, um gemeinsam Auf die Sonne zu warten. Du treibst Blüten, Ein Ausnahmebezirk, Kreis der Geschehnisse
Am Apfelbaum, der Kerbe, zugeheilt in Gedanken. Wohin mit der Streuung? Sie Erteilt Aufmerksamkeit, gibt von Ihrer Hingebung das Besondere aus.
Vom christlichen Satan über den islamischen Iblis bis hin zum zoroastrischen Angra Mainyu taucht die Idee eines singulären Wesens, das das Böse repräsentiert, als kulturelle Allgegenwart immer wieder in den Annalen der Menschheit auf. Eine gegnerische Kraft, die sich im Kontext bestimmter Traditionen und Gesellschaften auf einzigartige Weise als Archetyp manifestiert. Der hinduistische Ravana etwa, jener zehnköpfige Dämonenkönig, der die Göttin Sita entführte – auch er trägt die Züge des ewigen Widersachers, der Ordnung in Chaos verkehrt. Zehn Köpfe und darin zehn Münder mit zehn verschiedene Versprechen, die alle auf dasselbe hinauslaufen: die Grenze überschreiten, die nicht überschritten werden darf.
Zeichnung von Julius Nisle
Der Pakt mit dem Teufel ist die formalisierte Variante dieser Überschreitung. Wenn man so will, ist er die Vertragsform der Sünde, ihre juristische Kodifizierung. Was im Garten Eden noch eine spontane Geste war – der Griff nach der Frucht –, wird hier zum Rechtsakt, komplett mit Gegenleistung, Bedingungen und Unterschrift. Die Geschichte kennt viele solcher Pakte, dokumentiert und undokumentiert, und zwei davon tauchen jetzt vor mir auf und liegen dokumentiert auf meinem Pult. Jenen des Benediktinermönchs Herman im Jahr 1229 einging und jenen, den Elizabeth Knapp im Jahr 1671 verweigerte.
Wir wissen so viel über Elizabeth Knapp, die in Groton, Massachusetts, lebte, weil die Schrift sie bewahrt hat – Reverend Samuel Willards akribische Aufzeichnungen machten sie unsterblich. Doch die Schrift, die sie für uns rettete, stand ihr selbst nicht zur Verfügung. Sie wusste nichts von jenem monumentalen Artefakt, das ihre Erfahrung hätte kontextualisieren können: dem Codex Gigas. Dieses kolossale Manuskript von 75 Kilogramm, angeblich in nur einer Nacht auf 160 Tierhäuten niedergeschrieben, existierte zu Elizabeths Zeit bereits seit über vierhundert Jahren. Es lag in einer Bibliothek, zugänglich nur für Gelehrte, für Mönche, für jene privilegierte Klasse von Menschen, die lesen konnten und durften. Welche Magd in Neuengland hätte je davon erfahren? Die Gelehrsamkeit war damals, wie heute, ein Privileg, und Elizabeth besaß davon so wenig wie von allem anderen. Sie konnte nicht wissen, dass Jahrhunderte vor ihr ein Mönch einen Pakt mit demselben Widersacher geschlossen hatte, unter anderen Umständen, mit anderen Bedingungen, doch mit derselben fundamentalen Struktur: die Seele als Währung, das Unmögliche als Preis. Sie musste glauben, sie sei die Erste, die Einzige, schließlich die Verdammte.
Dann wieder Stille, dann plötzlich ein Klang wie von einem Stimmwunder, dann erneut eine Zusammenkunft geringer Leute auf freiem Feld. In einen Stall gepfercht das erfundene Stück Erde, die Tanzfläche der Eurasia, der vorübergehenden Kontinentalplatte, dort am Rande schwemmt die Saale die Gülle gen Barby, auf das Scheißen eine Steuer, auf das Erbrechen von Flüchen eine bereits dritte Mahnung, danach das Schafott der Langeweile, der Katheter fremder Energie (die Ummantelung der Flüßchen und Bächchen mit Hohlorganen, ein Tunnel dehnbarer Charrière).
»Wir wollen alle nur dein Bestes!«
Der Bus, in dem gestanden wird, der Gestank als Morast künftiger Bildung.
»Wir wollen alle nur dein Bestes!«
Abschmieren der Nippel der Tugenden, das Arganöl der Anständigkeit.
Als ich anfing, ist’s (dann doch) ein Köter geworden. Aber Mary hatte einen Zahn. Die Wiese ging nur bis zum Baum und verschwand in dem ein oder anderen Garten, schließlich waren wir alle nicht besonders rücksichtsvoll und wollten gemeinsam die Alte Mutter ausgraben, die hier irgendwo liegen sollte. Ich grub zuerst (und es ist – dann doch) ein Köter geworden, den ich fand. Knochig und gelöst von Würmern und Dingen, die so bizarre Namen trugen wie Triosephosphatisomerase.
Er kam mit mageren Lenden, magerem Beinwerk, gar keine Macken außer seinen zuckersaugenden Lippen (wenn er denn Zucker fand, zu einem Würfel zusammengehauft). Die Rippen eher die Adern eines Blattes, Spanten eines versunkenen Schiffes : so schritt er den Gurtbogen entlang des Tonnengewölbes, kratzte sich die Kehle frei und schmetterte wie ein Bügelhorn : Jetzt bin ich so weit gekommen, und wenn ich mich umdrehe, erkenne ich die Hand vor lauter Augen nicht mehr, so nebelicht scheint mir der Weg, versponnen mit der Dunkelheit der Seele!
Nichts an uns war maßgeschneidert, die Lumpen besaßen ihr Eigenleben. So kam es vor, dass sich die Nahten selbständig machten, wenn sie an Ort und Stelle gebraucht wurden, um jene Teile zusammenzuhalten, die ebenfalls entschlossen waren, eine ganz andere Party zu feiern. Niemand kümmerte sich in jenen Tagen um die Reste der Nacht, die auf den Fensterbrettern lagen und bereits damit begannen, sich in den Urmorast zu verwandeln. Es wäre ein seltsamer Anblick gewesen, verkleinerte Darstellungen geschuppter Reptilien über den Teppich laufen zu sehen, denn es spukte ohnehin in all den Köpfen. Es wäre durchaus möglich gewesen, verschiedene Tassen umzudrehen, um Eindringlinge davon abzuhalten ihren Tee daraus zu trinken, aber wir fanden die Schlüssel nicht, die eine andere Welt aufsperrten, also beließen wir es bei der bloßen Hoffnung, es möge etwas geschehen, das mit uns rein gar nichts zu tun hatte.