Wo die Wissenschaft versagt hat

Bis zum heutigen Tag hat uns die Wissenschaft noch nicht mitgeteilt, wie viel Gummischnuller nötig sind, um einen Körper von 90 Kilo damit an einer Gardinenstange zu befestigen, und wie lange es dauert, bis der Körper dann voraussichtlich doch runter kommt, weil so ein Schnuller ja schneller ermüdet als ein Pfund Hack, das man in ein Kopfkissen stopft, denn da ist ja noch der Bezug außen rum. Bevor jetzt jemand sagt: Gute Renate, warum sollte so ein verrücktes Zeug denn jemand tun?, dann will ich in meiner Instanz als kluge Hausfrau darauf hinweisen, dass es ja möglich sein könnte, dass man sein Federkissen irgendwo verloren hat. So ein Pfund Hack hat man aber doch wohl immer parat, oder etwa nicht? Und wenn Sie sich scheuen, ihr Fleisch ins Bett zu tragen, denken Sie daran, dass Sie das im Grunde täglich tun, nur fressen Sie’s nachher nicht auf, weil Sie dann ja immer weniger würden, während so ein Schweinchen immer nachzuwachsen scheint, was den lieben Bauern zu verdanken ist, die die Tierchen mit Schlamm und Scheiße begießen, auf dass sie sich so freudig vermehren.

Aber zurück zum Schnuller: Ich hab doch tatsächlich irgendwo gelesen, dass es eine ausgesprochen entspannende Lage sein soll, da an der Gardinenstange zu baumeln. Und wie ich das so denke, fällt mir ein, dass man sich da ja nicht mit einem Zwirn befestigen kann, weil der richtig in die Haut schneidet bis zum allgemeinen Wehklagen. Da ist dann jede Entspannung beim Teufel, friends and foes (um einen bekannten Populärmusiker der 80er zu zitieren, wenn ich darf). So ein Gummibonbon, denk ich, als mein Kurt auf so einem rumdrückt, müsste doch geeignet sein, um endlich mal ein wenig Entspannung in den Mann zu bekommen. Und weil es die also auch als Schnullibonons mit einer Lasche gibt, kommt mir die pfiffige Idee sozusagen im gehen, ob ich jetzt sitze oder nicht. Nur wo sind die wissenschaftlichen Anweisungen hierzu? Man denkt dort wohl immer nur an sich. Aber Renate forscht weiter, das können Sie glauben!

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