Wer vollkommen ist hat keinen Namen

Sprecht mit mir, macht mir mein Geheimnis bitter! Nachtgespenster, lasst die Mitte mich an diesem Abend sein, die Mitte mich im Bette. Es sind Girlanden dort an jenen Schnüren festgemacht, die auf zum Galgen führen.

Die Frage, ob denn hier in der Rhode, im baumbestrumpften Reuth die Menschlein herausgeschwemmt, oder ob sie doch von hier in die Stadt gespült werden, auf den verborgenen Lippen. Die Startposition ist LOS, die Spielregeln ungültig, das Atemloch ganz rotplärrig schon. Im Wald und auf der Heide, Transport mit einem NSU Fiat 1100 in das Vakuum, in dem du der Beweis einer absoluten Leere bist, klitzeklein in der Wiege gehätschelt, starre Augen auf die Puppe, die eine Rasselschnur durch den Leib gespannt trägt. Es ist noch ein weiter Weg. Du könntest damit beginnen, zu kriechen, heute durchs Heute, morgen durchs Morgen, dich nicht von der Stelle rühren. Die Welt zieht an dir vorbei, strömt spielend durch dich, den nichtisolierten Leiter, hindurch. Strahlende Erlebnisse, mümmelnde Gesichter vor deinen runden Backen. Merke sie dir gut, es sind alles zukünftige Leichen. Du wirst sie nur auf Fotografien wiedersehen : Aufgestellt wie Zinnsoldaten, die jungen Fähnriche von Langemarck zu Beginn des ersten Weltkriegs, das Deutschlandlied auf den Lippen. In offener Formation, ohne Deckung marschieren sie in die feindlichen Gewehrsalven hinein und werden allesamt wie die Fliegen niedergemacht. Das Blut spritzt fröhlich über sich kräuselndes Gedärm, aus dem sich die marmorierte Scheiße herauswälzt, den jähen Pulvergeruch annimmt, um sich zu tarnen. Wer vollkommen ist, hat keinen Namen.

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