GrammaTau

  • Empfang der Varietät

    Spuren treten auf, wenn der Wille,
    Spuren zu gestalten, überhandnimmt.
    Das Zeichen ist sich stets der Welt
    gewahr, die unsichtbar, aber nahe,
    einen Zugang sucht, einen Begriff

    meist, handelbar, abnorm in seinem
    Abbild. Eine Antenne, die sich wölbt,
    keine Zuneigung kennt, keine Eignung
    des Verständnisses zulässt. Das ist eine
    Bankrotterklärung, die an allen

    Impulsen vorbeiläuft, die überhaupt
    empfangen werden können. Fortan
    verbleibt die Kümmernis hinter einer
    stacheligen Einfahrt, die der Geburts
    Schleuse so exakt gleicht, dass eine

    Verwechslung unwahrscheinlich, aber
    Möglich erscheint. Der Alleingang
    bleibt stetes Streben, Bottiche entleeren
    sich in den Sand, was bleibt, ist nicht
    mehr als eine matte Scheibe, deren

    Qualität Unendliches birgt. Der Winkel
    Gesteht dem Beobachter zu, sich irren
    Zu dürfen. Eine Frage von Präsenz und
    Absenz. Das Unikat dreht seine biederen
    Runden. Sind wir uns einig, bleibt

    Zumindest die Stille trocken. Ich dachte
    Tatsächlich, das habe nichts zu bedeuten,
    bis mir jemand das Maul auswusch.
    Also biss ich auf Granit
    und schmeckte schlanke Brüste.
  • Das Vabanque-Spiel

    I,

    Das Geklapper
    ist weise,

    erinnert sich an
    den Erinnerer.

    Es gab Zeiten, da war es
    unmöglich

    unmöglich war es,
    aufzuwachen

    wo man doch
    nicht einmal
    eingeschlafen war.

    II,

    Manche Steckdosen
    sehen harmlos aus.

    Wüssten wir doch nur
    wovon wir reden.
    Draht ist einer Schlinge ähnlich.

    Die Zahl wissen wir nicht,
    sie ist unteilbar.

    Sollte ich jemals diese
    Anekdote zu hören bekommen,
    weiß ich, wo ich mich befinde.

    In den Handritzen
    schwären die Vorhersagen,

    aber einer ist trotz allem
    losgezogen, sucht in
    Treppenaufgängen

    nach Schritten von dir.

    III,

    Ich musste noch schnell hinüber
    mit dem Blechkübel in der Hand,
    aus dem das Wetter wuchs,

    Salamander feilschten
    um das Felsenlicht
    und

    Augenschnee ließ sich
    aus den Köpfen waschen.

    IV,

    Es war auf der Mitte
    der Straße Richtung Baum,
    wo sich das Wasserglas entlud,

    dem jemand Tränen beigemischt
    in der Rolle des Menschenfängers.
    Außer mir war da noch

    ein Ereignis von
    niederer Qualität.

    V,

    Staub sind wir die längste
    Zeit gewesen, also wach jetzt auf,
    befolge die Anweisungen deiner
    Vorratskammer und folge den
    nuschelnden Trauben nach Süden.

    Entspringt dem ein Quell?
    Dann hast du dich verirrt.

    Die Burgen stehen leer
    wie auch die Aussagen
    über die Dinge,

    die Türen sind aus dem
    Holz vieler Särge
    der Duft hat noch
    die Besten betäubt

    ihre Haut trocknet
    auf Gestellen.

    VI,

    Jemand könnte aus der Nacht
    einen Pullover machen,
    ihn unter Dornen legen, die
    auf Betten nisten.

    Es wäre vermutlich etwas
    Unsichtbares auf der Schwelle

    "können wir reden?"

    mit Fieber in Flaschen
    ins Badewasser tauchen,

    wäre das ein Problem für dich?

    VII,

    natürlich versuche ich
    in der Zwischenzeit
    die Maschinen zu füttern,

    eine Garantie kann es nicht geben
    und auch nicht
    gibt es Beweise.

    Lassen wir das geschehen,
    bleibt uns der Ausweg
    durch Wände zu verdunsten

    oder

    VIII,

    Diese Stäbe sind
    Gitter oder Regenguss.

    Sind sie das eine,
    kommen wir davon,
    andererseits

    lässt sich kaum vorhersagen,
    wie sich die eigenen Belange
    in dieser Röhre machen.

    IX,

    Unsere Früchte sind
    holländische Versuche,
    Geld zu scheffeln.

    Sie schmecken nach
    keiner Chance einer Kindheit.

    Die vielen Kleider bedecken
    unsere Nacktheit nicht,

    sie zerren
    unsere Gesichter nach unten.