Donald Duck (Jeder ist eine Ente)

Der Cricket-Spieler

Walt Disney entlehnte den Namen Donald Ducks von der australischen Cricket-Legende Donald Bradman. Zumindest ließ er sich wahrscheinlich davon inspirieren, als er in einer Zeitung davon las, dass Bradman, der im Jahre 1932 mit seinem Team durch Nordamerika tourte, ohne einen einzigen Punkt bei einem Spiel gegen die New York West Indians als Schlagmann ausschied.

Weiterlesen

Riegenkerl

Riegenkerl; (c) Albera Anders, 2019

[…] „ein solcher riegenkerl saß einmal und goß knöpfe, da kam der teufel gegangen, grüßte und fragte „was machst du da“? – „ich gieße augen.“ – Grimm, Deutsche Mythologie, Band 1

Die Spur des Hexers

Heute geht es um Wolfgang Hohlbein und seinen Hexer von Salem. Das war eine Roman-Serie, die von 1985 bis 1987 im Bastei-Verlag erschien, vorher aber schon im legendären Gespenster-Krimi startete, auch wenn es dort nur zu sechs Ausgaben kam. Später wurde die Serie im Taschenbuch weitergeführt und zum Schluss wurden 24 überarbeitete Bücher daraus. Hohlbein musste sich in vielen kindischen Kommentaren der Kritik aussetzen, dass er sich ordentlich bei Lovecraft bedient hat. Interessanterweise ist das genau der Sinn der Sache, aber im Gegensatz zu den Vielen, die heutzutage versuchen, wie Lovecraft zu klingen oder sogar Lovecraft zu sein, spinnt Hohlbein eine ganz eigene Variante im kosmischen Horror zusammen, die natürlich auf Unterhaltung abzielt – auf was denn sonst? Ich möchte mir an dieser Stelle die Serie eine Zeitlang anschauen und beginne mit dem Buch Die Spur des Hexers. Hohlbein hat erst 1990 den eigentlichen Beginn seiner Geschichte veröffentlicht. In diesem Prequel treffen wir Robert Craven nur am Rande an, denn er ist dort erst drei Jahre alt. Hauptakteur ist demnach dessen Vater Roderick Andara.

Weiterlesen

Ritual / Widow

Innerhalb der heiligen Hallen der NWOBHM gibt es Kultbands, die im Sand der Zeit vergraben liegen und als großes Geheimnis gelten. Die britischen Ritual sind eines davon: Sie wurden 1973 gegründet, waren Zeitgenossen solcher Titanen wie AC/DC und Motörhead, spielten mit ihnen sogar schon 1975 im selben Pub (The Red Cow).

In jenen Jahren hatten es selbst Legenden wie AC/DC oder Motörhead schwer, in Bars zu spielen und sich bekannt zu machen, sie wurden schlecht bezahlt, wurden wegen der Musik, die sie spielten, von Radiostationen boykottiert; und trotz dieser Schwierigkeiten nahm die Geschichte der Rockmusik und des Metal ihren Lauf. Besagte Bands veränderten alles. Allerdings kann man das nicht von Ritual behaupten. Das lag vor allem daran, dass sie keinen revolutionären Sound wie ihre übrigen Kollegen im Gepäck hatten. Aber das ist nicht alles. Irgendein Unglück schien über der band zu schweben, das nicht mit herkömmlichen Pannen zu beschreiben ist. Zum Beispiel wurde auf ihrem Debüt nicht mal das Bandlogo abgedruckt, weshalb man glaubte, die Band hieße so wie ihr Album: Widow. Erst zehn Jahre nach Ihrer Gründung lag ihre erste Scheibe vor. Und die entstand unter prekären Bedingungen, so dass sie einen recht miesen Sound aufweist. Das einzige Glück, das Ritual beschieden war, ist die Tatsache, dass sie zu einer Kultband wurden.

Weiterlesen

Twisted Tower Dire – Wars in the Unknown

Man kann ohne Umschweife sagen, dass Twisted Tower Dire eine der wichtigsten Bands des US-Power Metal sind. Das liegt nicht alleine an ihrer hervorragenden Musik, sondern vor allem daran, dass sie da waren, als keiner mehr etwas von traditionellem Heavy Metal wissen wollte. 1995 gegründet, veröffentlichten sie 1999 ihr Debütalbum The Curse of Twisted Tower und blieben bis in die 2000er Jahre sehr aktiv. Sie starteten ihre Karriere also am absoluten Nullpunkt des Genres. Bis auf wenige Ausnahmen gab es kaum Aktivitäten in diese Richtung. Es war dunkel, und Twisted Tower Dire waren das Licht in dieser Dunkelheit und die Fackelträger des amerikanischen Power Metal, die dazu beitrugen, ihn überhaupt am Leben zu halten. Als Band haben sie eine lange und intensive Geschichte, gefüllt mit großen Anteilen an Erfolgen und Tragödien gleichermaßen. Seit acht Jahren hat man nun kaum mehr etwas von der Band gehört, aber die Wartezeit ist vorbei. Mit Wars of the Unknown kam Anfang des Jahres ihr sechstes Studioalbum heraus.

Weiterlesen