Dein Haus

Spürst du, dass du dich dort oben befindest? Mitten auf dem Marktplatz der Stadt. Bemerkst du das Ungleichgewicht? Dein linker Arm ist kräftiger als der rechte. Deine Augenbinde ist dir die eigentliche Obsession und hat mit Gerechtigkeit nichts zu tun. Trotzdem haben sie dir einen falschen Namen gegeben. Das hat der Leibwächter im Anzug da unten überhaupt nicht geblickt. Auch er sieht, wie alle anderen, auf dem Weg in dein Haus, die Tauben, hat aber immer nur die gleiche Wahrnehmung von ihnen. Allenfalls deine freigelegten Brüste hat er, kurz einmal aufschauend, besehen. Anfassen kann er sie ja nicht, dafür stehst du zu hoch.

Ich sehe manchmal die Weibchen heraus, besonders an ihrem schönen Nacken erkenne ich sie. Oft ist ihr Kopf zierlich und schmal. Manche haben eine Halsbandzeichnung. Bewegen sich anders. Beobachten. Fliegen davon. Nimmst du deinen eigenen Körper noch wahr? Ja, das tust du. Denn dein linker Arm ist kräftiger als der rechte. Er hält ein Ungleichgewicht. Du spürst es. An ihm. Und überall. Dein Schmerz, das sog. Richtschwert, ist eigentlich kein Ding. So plakativ verleiht der Mensch dir Attribute. In deinem Haus.

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