Stephen King Re-Read: Drei

Alte Sendung aus dem „Phantastikon-Podcast“

Während das erste Buch als Vorbereitung auf das, was folgen sollte, gelesen werden kann, beginnt Roland in “Drei” seine Reisegefährten zusammenzusuchen, quasi sein zweites Ka-tet (zum ersten werden wir in Band 4 alles erfahren). Das tut er nicht ganz aus freien Stücken, denn das allmächtige Ka, diese seltsame Schicksalsmacht, hat einen erheblichen Anteil daran. Ka schließt Zufälle zwar nicht aus, aber das eine vom anderen zu trennen ist fast unmöglich. Die Verbindung zwischen unserer und anderen Welten wird zwar schon in “Schwarz” angedeutet, beginnt aber erst hier wirklich imposant zu werden (und bekommt in Band 4 seinen endgültigen philosophischen Unterbau).

War ich mit dem deutschen Titel des ersten Bandes nicht einverstanden, geht für mich der hier gewählte in Ordnung. Im Original heißt das Buch “The Drawing of the Three”, wörtlich übersetzt also: Das Ziehen der Drei, und das ist kein schöner Titel. Doch das dürfte eher Zufall sein, denn bereits der nächste Band “tot.” ist so idiotisch überschrieben wie eh und je.

„Drei“ nimmt die Handlung dort auf, wo „Schwarz“ beendet wurde. Roland von Gilead hatte den Mann in Schwarz durch die Wüste gejagt, bis es zu einem Palaver zwischen den beiden kommt, wo Tarotkarten gezogen werden. es ist zu diesem Zeitpunkt keineswegs klar, was sie zu bedeuten haben, denn entweder hat der Mann in Schwarz Roland bestimmte Ziele klar gemacht oder sie überhaupt erst in Bewegung gesetzt. Was sie also bedeuten, wird in „Drei“ allerdings klar werden. Roland schlief 10 Jahre lang nach dem denkwürdigen Treffen und der Mann in Schwarz entkam.

War der erste Band noch eine Odyssee durch ein dystopisches und sterbendes Land und gleichermaßen eine Hommage an Sergio Leone und Tolkien in drei Akten, kommen jetzt die Portale in Form von Türen ins Spiel. Solche Portale, die unsere Welt mit einer anderen verbinden, werden in der Literatur nicht selten thematisiert, ob nun C. S. Lewis das Portal nach Narnia öffnet oder Philip Pullman in seinem „Goldenen Kompass“ Türen in jede x-Beliebige Welt bereit hält. Selbst der Kaninchenbau bei Alice ist so ein Portal. Es funktioniert nicht selten nach dem Muster: Was wir denken können, das gibt es auch. Bei King hat ein Portal allerdings keinen märchenhaften Charakter.

Dass alle Welten miteinander in Verbindung stehen, ist ein höchst philosophischer Gedanke, der weniger mit Träumen zu tun hat. Obwohl der Begriff des Multiversums erst 1963 im Kontext auf Michael Moorcocks “Eternal Champion” zum ersten Mal Anwendung fand, gab es bereits im altgriechischen Atomismus entsprechende Denkkonzepte, die die Wirklichkeit betrafen.

Zunächst wird Roland von einem riesigen Hummer angegriffen und verliert zwei Finger seiner rechten Hand. Daraufhin wandert er im Fieber an diesem Strand entlang, der ihn mit drei Türen konfrontiert, von denen jede nach New York City führt, allerdings zu verschiedenen Zeiten.

Stephen King strukturiert seine drei Türen als jeweils eigenen Teil des Romans, der sich auf jede der Figuren konzentriert, der wir jenseits dieser Türen begegnen. Zu behaupten, er habe seinen Erzählmotor angeworfen, wie man das ab und zu lesen kann, steht in keinem Verhältnis zu der übersprudelnden Fabulierlust, der wir in diesem Buch beiwohnen. King feuert – wie man so schön sagt – aus allen ihm zu Verfügung stehenden Rohren. Und der Mann hat schlicht die größte Menge davon.

Im ersten und längsten Abschnitt des Buches trifft Roland zunächst auf Eddie Dean, einem Drogensüchtigen, dem Roland das Leben rettet, als er ihn aus seiner Situation als Drogenschmuggler heraus holt. Die zweite Tür führt zu Odetta Holmes, einer im Rollstuhl sitzenden schwarzen Bürgerrechtlerin mit multipler Persönlichkeitsstörung; die dritte Tür schließlich ist ein reines Ablenkungsmanöver. Sie führt zu Jack Mort und nicht zu einem Mitglied des künftigen Teams. Er war der Mann, der Odetta vor einen Zug warf, woraufhin sie ihre Beine verlor, und eine jener üblen Persönlichkeiten, dessen Handlungen weitreichende Auswirkungen auf die ganze Reihe haben – und AUSWIRKUNGEN ist genau das, worum es in diesem zweiten Band hauptsächlich geht.

Betrachtet man „Schwarz“ als den bizarren Prolog durch eine vage und verschwommene Geschichte, werden die Dinge hier konkret und nehmen ihre unverrückbare Form an. Das ist nicht nur durch den Inhalt gegeben, sondern auch durch Kings Tonalität. „Schwarz“ war eines von Kings weniger erfolgreichen Büchern, weil niemand wusste, dass King noch mehr vorhatte. Und auch King wusste es nicht immer. Wer allerdings den ersten band nicht gelesen hat, wird mit dem Verlust von Rolands Fingern nicht viel anfangen können, wer die späteren Bücher nicht liest, wird Morts Geschichte nicht vollumfänglich verstehen. Und wer nicht weiß, wer Jake ist, wird aus seiner Erwähnung in diesem Band ebensowenig schlau.

Tatsächlich ist das Zielpublikum des Dunklen Turms der sogenannte „Dauerleser“, wie Kings Stammleser genannt werden.

Es geht stehts um die Fäden und wie sie verknüpft werden – und das betrifft nicht nur die Saga, die im Zentrum von Kings Schaffen steht – sondern sein Werk an sich. Linien und Themen tauchen immer wieder auf, werden ein- und ausgeblendet, und für sich allein genommen bedeuten sie vielleicht nicht viel. Aber als Teil des Ganzen sind sie etwas Besonderes.

Das ist der Grund, warum die Serie so beliebt ist; wenn man sie als King-Kenner liest, hat man das Gefühl, ein Teil von etwas zu sein. Das ist gut zu beobachten, wenn man die Rezensionen jener liest, die sich mit King nie groß beschäftigt haben.

Jake Chambers stößt übrigens erst im nächsten Teil zur Gruppe. Es ist natürlich der gleich Jake, der nach seinem ersten Tod in New York nach Mittwelt kam und dort in einen Abgrund stürzte. Die Verbindung zwischen Jake und dem Revolvermann ist von Anfang an komplex, wobei “Drei” in dieser Beziehung nur eine kurze Zwischenstation markiert. Wie sehr das Lebend es Revolvermannes mit dem von Jake Chambers zusammenhängt, erfahren wir im nächsten Band.

Ähnliche Beiträge

  • Roderers Eröffnung / Guillermo Martinez

    Roderer ist ein „zerebraler Held“, der eifrig und manisch nach der Möglichkeit eines „neuen Denkens“ sucht, das der aristotelischen binären Logik (Sein oder Nichtsein), die er als starres Korsett und philosophisches Gefängnis betrachtet, entkommt, um das „ausgeschlossene Dritte“ zu finden. „Etwas“, wie er sagt, zwischen Sein und Nichtsein, vermutet er in den Schöpfungen der Kunst. Es ist eine Analyse des Seins des Menschen und des Seins der Sprache, die die tiefe Verbindung zwischen ihnen berücksichtigt, wie Michel Foucault sie in den 1970er Jahren vorschlug und ihr den Status einer entscheidenden Frage des zeitgenössischen Denkens zuschrieb. Im Schatten dieses Gedankens (und des Poststrukturalismus im Allgemeinen) scheint Roderers einsames und herzzerreißendes Genie zu wachsen, der binären Logik zu entkommen, Nietzsche folgend, sich im Wandel, in den Fluktuationen zu behaupten und die verlorenen Verbindungen, die Zwischenzustände des Denkens wiederzufinden.

    Roderers intellektuelles Bemühen gerät auf eine schiefe Bahn, wenn er sich seinen „Erleuchtungen” hingibt, sich im Konflikt mit den Göttern und der Zeit des Todes wähnt und mit seiner Krankheit, seinem Schmerz und seiner unvorstellbaren Einsamkeit nicht zurechtkommt. Das narrative Design, das Roderers Leben umgibt, folgt einer binären Logik, die in Gegensätzen und Zwielicht verharrt – wie das Leben selbst –, von dem er sich zu isolieren versucht, um seinen „Blick in den Abgrund“ zu wagen. Das luzide Schachspiel, das schulische Wissen und die Selbsterziehung, die Intelligenz und das Genie, Cambridge und die Falklandinseln, das universitäre Wissen und die heilige Vision von Machu Picchu, der Himmel und die Hölle – kurz: die Funktionsweise und Vereinfachung der Intelligenz – wiederholen sich bis zur Hartnäckigkeit. Roderer kämpft gegen diese Tradition an – allein und krank.

    Man könnte meinen, dass die Handlung dieses Romans ausschließlich aus der intellektuellen Beziehung zwischen Roderer und dem Erzähler besteht. Da es sich jedoch um eine Allusion handelt, ist dies ein guter Ausgangspunkt, um den Inhalt einer Beziehung zu verstehen, die nicht in den Bereich der Freundschaft, sondern in den eines eventuellen Wettstreits ungewöhnlicher Intelligenzen fällt und somit in die letzte Bedeutung der Suche nach Antworten auf den Schmerz des Daseins eintaucht.

    Roderer kommt in die Stadt Puente Viejo, um dort die weiterführende Schule zu besuchen. Er lebt allein mit seiner Mutter, einer aufopferungsvollen Frau, die versucht, alle Bedürfnisse des wissbegierigen Teenagers durch die zahllosen Bücher zu decken, die ihn überallhin begleiten – auch in die neue Schule. Dort sucht er Zuflucht in ihnen und versucht, seinen Platz und seinen Sinn im Leben zu entschlüsseln. Zu Beginn wird er in einem komplexen Kräftemessen in einer Schachpartie mit dem Erzähler konfrontiert. Dieser ist ein hervorragender Spieler und erlebt mit, wie Roderer ihn nach und nach geistig erstickt und schließlich besiegt – fast so, als wäre es eine reine Formalität gewesen.

    Doch ab diesem Moment wird der Protagonist und Erzähler Teil von Roderers Existenz – und umgekehrt. Die beiden befruchten sich in einem bisweilen einseitigen Dialog gegenseitig, denn Roderer scheint ein tragischer Erleuchteter zu sein. Er nimmt die Wirklichkeit jenseits des Unmittelbaren mit einer verblüffenden Klarheit wahr. Was Roderer bei diesem Kräftemessen wirklich antreibt, ist der Wunsch, eine Art Resonanzboden vor sich zu haben. Seine Gleichgültigkeit gegenüber der Welt erfordert jemanden, der die Tiefe seines Verstandes begreift.

    Roderer beschäftigt sich mit Autoren, die der Mehrheit unbekannt sind und die sein ungewöhnliches Wissen nähren. Zusammen mit seiner besonderen Intelligenz bringt es ihn an den Rand des Ungleichgewichts. Aus der Geschichte unseres Protagonisten ergibt sich, dass die anderen, weil sie substanzlose Wesen sind, eine banale Realität gestalten, die ihnen aber zusagt. Andererseits trägt Roderer den untrüglichen Stempel einer bestimmten Sorte von Genies, die sich nicht in ein menschliches Universum einfügen können und wollen, da sie dieses in Form und Inhalt verabscheuen.

    In der Schule wird er als seltsames, zurückgezogenes Individuum wahrgenommen, das sich von seinen Mitschülern entfernt. Dennoch übt er eine unausweichliche Anziehungskraft auf Frauen aus. Cristina, die schöne Schwester des Erzählers, ist schließlich von der geheimnisvollen Atmosphäre, die Roderer ausstrahlt, geblendet, ohne es zu wollen. In dieser Perspektive wird auch Daniela Rossi, ein junges Mädchen, eine ungesunde Verehrung für Roderer empfinden. Diese geht so weit, dass sie auf alarmierende Weise an Gewicht verliert, was in einer fulminanten Magersucht mündet, die mit ihrem Tod endet. Dieses beunruhigende Ereignis führt zu Roderers dauerhaftem Rückzug vom Studium.

    Seine Misanthropie verschlimmert sich. Er schließt sich in seinem Zimmer ein und verlässt es kaum noch. Tag und Nacht ist er in seine beklemmende Lektüre vertieft. Der Erzähler kommt zu ihm und sie führen umständliche Gespräche über Roderers unstillbare Suche. Dabei gehen sie Spinoza, Thomas de Quincey und seine Ausflüge in das Opium als Wunderdroge, Hölderlins Texte und seine strengen Analysen der Verbindung mit dem Teufel als Substrat seiner Werke sowie schließlich Nietzsche, Goethe und Heidegger durch. Schließlich gelangen sie zu dem großen fiktiven Satz von Seldom, der die Mathematik revolutionierte und den der Erzähler Roderer nach seinem Eintritt in die Universität nahebrachte.

    Dies ist auch ein wesentlicher Teil des unvorhersehbaren Schlusses des Romans. Roderers obsessive Suche nach dem Sinn des Daseins ist das, was Nietzsche als „die neue menschliche Erkenntnis” bezeichnete. Das Werk verführt uns nicht nur mit dem Talent seines Autors, sondern berührt uns auch mit dem trostlosen Leben Roderers: eine einzigartige Figur, die es nicht geschafft hat, irgendwo hinzugehören, obwohl sie vielleicht ihre eigene Welt gewonnen hat.

  • Ein Besucher in Van Meter

    In der ruhigen, ländlichen Stadt Van Meter in Iowa wurde die heitere Ruhe des späten 19. Jahrhunderts durch eine Reihe beunruhigender Begegnungen gestört, die die Stadt für immer auf die Karte der unerklärlichen Rätsel bringen sollten. Man schrieb das Jahr 1903, und in mehreren aufeinander folgenden Nächten wurden die Bewohner der Stadt Berichten zufolge von einer unheimlichen, geflügelten Kreatur heimgesucht, die ein blendendes Licht aus einem hornartigen Anhängsel auf der Stirn ausstrahlte. Diese Kreatur, die seither als „Van-Meter-Besucher“ bezeichnet wird, soll die Stadt in Angst und Schrecken versetzt und eine Reihe von verängstigten Augenzeugen sowie eine Reihe rätselhafter Fußspuren hinterlassen haben.

    Visitor in Van Meter
    Das Buch von Noah Voss , Chad Lewis , Kevin Lee Nelson 

    Den Berichten zufolge wurde die Kreatur zuerst von einem örtlichen Händler gesehen, der mitten in der Nacht von einem hellen Licht geweckt wurde. Als er der Sache nachging, sah er sich der Kreatur gegenüber, die er als halb Mensch, halb Tier mit großen, glatten Fledermausflügeln beschrieb. Die Kreatur soll von Gebäude zu Gebäude gesprungen sein und einen starken Lichtstrahl aus ihrer Stirn ausgestrahlt haben. In den folgenden Nächten berichteten weitere Einwohner, dass sie die Kreatur gesehen hatten, und jeder Bericht war erschreckender als der vorherige.

    Der Höhepunkt dieser Begegnungen ereignete sich in der letzten Nacht, als mehrere mit Gewehren bewaffnete Einwohner der Stadt das Wesen angeblich in einer örtlichen Ziegelei in die Enge trieben. Anstatt sich jedoch zu ergeben oder anzugreifen, soll die Kreatur in eine alte, verlassene Kohlenmine hinabgestiegen und auf Nimmerwiedersehen verschwunden sein.

    Mehr lesen „Ein Besucher in Van Meter“
  • Gewohnheit

    Es war nie wichtiger, seine Lesegewohnheiten zu ändern, als dies heute der Fall ist. Zwar hat die Höhenkammliteratur nie etwas anderes getan, als die Form und das Verhältnis zur Sprache in abstraktes Terrain zu führen, die Erzählverweigerung aber, die daraus resultierte, brachte kein wirklich gutes Ergebnis. Es sollte darum gehen, Erzählformen zu finden, die mit dem Überkommenen brechen, die aber niemals das Erzählenmüssen der Menschheit torpetieren. So kann eine Geschichte, die nirgends hinführt, das Scheitern einer Lebensprognose viel besser aufzeigen als die plakative Verweigerung. Ein Text kann nicht abgeschlossen sein, so etwas ist unmöglich. Aber wenn er existiert, hat er etwas zu erzählen, und wenn es seine Entstehung ist.

  • Jim Butcher: Sturmnacht (Die dunklen Fälle des Harry Dresden 1)

    Sturmnacht

    Harry Dresden ist zweifellos einer der besten Detektive aller Zeiten. Dass er auch noch Magier ist, mag ihm dabei helfen, tut es aber nicht. Jim Butcher hat Harry ins Leben gerufen, ohne zu ahnen, dass er damit die beste und erfolgreichste Urban-Fantasy-Serie aller Zeiten zu Papier gebracht hat. Inzwischen wurde sie zigfach kopiert, und ein Ende ist nicht in Sicht.

    Hierzulande hat die Veröffentlichungspolitik dieser über alle Maßen erfolgreichen Bücher leider einen unglücklichen Weg genommen, der nun aber beendet zu sein scheint. Die ersten Bände erschienen noch bei Knaur, bevor der Verlag das Interesse verlor und Harry zu Feder & Schwert wechselte. Wäre der Verlag nicht in Konkurs gegangen, hätte er es fast geschafft, alle 17 Bände zu veröffentlichen.

    Mehr lesen „Jim Butcher: Sturmnacht (Die dunklen Fälle des Harry Dresden 1)“
  • Leichtes Gefieder

    Tag 1. Stille in den Gassen. Früh. Der Sonne Wicht fährt aufwärts. Blick zu den Gesimsen links und rechts aus alter Zeit. Kein Staub tönt die Sicht. Alles blaubehimmelt, als würde es zeitig ein schönes Jahr.

    Im Märzen der Dichter die Blätter einspannt. Er setzt seine Feder durch Tinte in Stand.


    Als Phantast zieht man sich Träume über, sie sehen gut aus unter dem Kragen. (Ich komme nicht problemlos in die Ärmel, mein linker Arm ist noch immer Schrott.). Station vinzenzmurr : alle lebendig. Nicht nur Überreste, sondern eine wirkliche Welt. Meine tiefe Trauer hält an und verwandelt sich in leichtes Gefieder.

  • |

    Die drei ??? und der magische Kreis / M. V. Carey

    Wir haben die Halbzeit der Originalbücher mit der Nummer 27 natürlich längst überschritten und ich ziehe in Erwägung, dass auch die Höhepunkte der Serie langsam abglimmen, was dann ja 1989 auch zum Ende führte. Manche mögen Einwenden, dass es ja dann doch irgendwie weiterging, aber weder die Find Your Fait, noch die Crimebusters-Ära, noch die deutsche Fanfiction interessieren uns hier, sondern nur die eigentliche Reihe. Obwohl Der magische Kreis ein typisches Abenteuer aus der Feder von M. V. Carey ist, hat sie hier nicht gerade ihre Sternstunde abgeliefert, sondern eher einen Teig aus ihren Serienhighlights Der Zauberspiegel und Die singende Schlange. Allerdings wird das noch nicht Cereys Tiefpunkt gewesen sein, denn es folgt ja noch Die bedrohte Ranch, das dann aber auch mit Nick Wests Der unheimliche Drache um das Schlusslicht streitet. Hier stimmt zumindest noch die Richtung, aber man merkt, dass den Autoren langsam die Luft ausgeht,

    Mehr lesen „Die drei ??? und der magische Kreis / M. V. Carey“