King Kong (Das erste Filmmonster)

King Kong ist eine der berühmtesten Figuren der Kinogeschichte. Seit seinem ersten Erscheinen 1933 wird er wieder und wieder rezipiert, neu aufgelegt, anders erzählt – und hat, wie es einer echten Berühmtheit geziemt – sämtliche Medien in Beschlag genommen. Selbst mehrere Fahrgeschäfte in Freizeitparks brüsten sich mit dem gigantischen Gorilla.

In den frühen 1930er Jahren versuchten viele Produzenten, an den Erfolg der Verfilmung von Sir Arthur Conan Doyles Science Ficton-Roman „Die vergessene Welt“ anzuknüpfen, einem epischen Abenteuerfilm über eine Expedition zu einer Hochebene voller prähistorischer Tiere, die von Willis O’Brien zum Leben erweckt wurden, der später eine bedeutende Rolle spielen sollte. Merian C. Cooper und Edgar Wallace haben sich die Geschichte über eine Insel ausgedacht, die von Dinosauriern und natürlich einem riesigen Gorilla bevölkert ist. Die Geschichte handelt von Carl Denham, einem Filmemacher, der sich auf die abgelegene Insel „Skull Island“ begibt, um Kong zu fangen, eine riesige Kreatur, die von den Einheimischen mit einer gewaltigen Barriere in Schach gehalten wird, die das Tier in seinem ursprünglichen Dschungel gefangen hält. Ann Darrow und John Driscoll werden in das Abenteuer hineingezogen: Ann wird von Kong gefangen genommen und ins Innere seiner Insel verschleppt, und John leitet die Rettungsmission, um sie zurückzubringen. Unterwegs werden die Entdecker von verschiedenen Dinosauriern angegriffen. Schließlich fangen sie den Gorilla ein und bringen ihn mit in die Zivilisation, wo Kong sein Ende auf dem Empire State Building findet. Der Film ging als eines der großen Filmabenteuer in die Geschichte ein, die in dieser Zeit produziert wurden, und gilt heute als Klassiker.

Die Quellen der Idee

Die atemberaubenden Heldentaten des fiktiven Regisseurs Carl Denham und seine schicksalhafte Reise auf die Geburtsinsel von Kong waren jedoch das Ergebnis tatsächlicher Expeditionen. Wenn es nach den Produzenten gegangen wäre, wäre der Film ein Dokumentarfilm geworden. Merian C. Cooper war der Co-Regisseur und das eigentliche Mastermind hinter dem Film. Seine Faszination für die Filmkamera begann, als er seine Reisen mit dem Regisseur Ernest Schoedsack dokumentierte. Mit einem Gespür für das Showbusiness nahmen die beiden ihr Filmmaterial und konstruierten eine Handlung darum, was damals als „natürliche Dramen“ bezeichnet wurde. Und natürlich suchte er nach nach immer größeren Geschichten, die er auf die Leinwand bringen konnte. Hilfreich war dabei sein Interesse an den haarigen und angeblichen Vorfahren der Menschheit. Daraus wollte er etwas machen.

Doch die Ursprünge des King-Kong-Drehbuchs lagen in der Suche nach Komodowaranen, die lange als ausgestorben galten. Ein anderer Abenteurer und Freund Coopers hatte damals die Insel Komodo in Indonesien besucht, um als erster einen solchen Komodo, über die man sich die großartigsten Geschichten erzählte, zu suchen und zu fangen.

Hier wurde die Saat von Kong gepflanzt. Die Monster waren da und warteten nur darauf, gefangen zu werden. Das menschliche Element war vorhanden. Cooper konnte als Carl Denham gesehen werden, Burden war vielleicht ein Modell für den Helden Jack Driscoll. Aber was ist mit Ann Darrow, der aufstrebenden Schauspielerin, die, ohne es zu wissen, von einem riesigen Gorilla umworben werden sollte?

Die Rolle geht auf Catherine White Burden zurück, die mit ihrem Mann nach Komodo reiste und unerwartet nah an das Geschehen herankam. Sie war keine originelle Scream Queen wie Fay Wray, aber diese Gesellschaftsdame war eben auch nicht gerade zimperlich.

Die Komodowarane waren eine Kraft, mit der man rechnen musste, und das Paar hatte beobachtet, wie sie sich durch die schweren Gitterboxen fraßen und kratzten, in die man sie stecken wollte. Einmal ging Catherine auf Tuchfühlung mit einem dieser Drachen, und wenn nicht jemand gekommen wäre, um die Kreatur zu erschlagen, wäre Mr. Burden vielleicht mit einem Sarg statt mit einer Ehefrau nach Hause geflogen.

Cooper war begeistert von dieser Saga über wilde Tiere, wobei die Betonung auf „wild“ liegt. Zusätzlich zu drei Komodos hatte Burdens Team Tausende von Proben aus dem Ökosystem der Insel gesammelt, darunter Tiere, Vögel und Käfer. Zwei der Drachen waren die Hauptattraktion im Bronx Zoo, so wie Kong später im Film in Ketten gelegt und der Weltpresse präsentiert wurde.

Während das „Achte Weltwunder“ – wie Kong tituliert wurde – einen epischen Tod erlebte, als er von der Spitze des Empire State in den Tod stürzte, starben die Drachen als Ausstellungsstücke. Sie wurden zum Tierpräparator gebracht, damit sie als Besucherattraktionen weiterleben konnten.

Die Menschen wussten zu dieser Zeit nicht viel über Gorillas. Und darin sah Cooper seine Chance, aus ihnen zu machen, was immer er wollte. Seine erste Idee war ein beeindruckendes Naturdrama, indem er einen Gorilla im Kampf gegen einen Drachen zeigen wollte. Sein Plan wurde jedoch jäh zunichte gemacht, als die Weltwirtschaftskrise in den späten 1920ern hereinbrach. Kein Investor war bereit, Geld in einen Dschungelausflug zu stecken, also wandte sich Cooper anderen Dingen zu. Der Filmemacher landete bei RKO Radio Picture, wo ihm unter anderem ein Dinosaurier-Film mit dem Titel „Creation“ angeboten wurde.

Die Idee drehte sich um eine Abenteuergeschichte, in der moderne Menschen der damaligen Zeit auf einer Insel auf prähistorische Bedrohungen treffen. Gar nicht so weit entfernt also von dem, was Cooper vorschwebte. Allerdings sollte das Naturspektakel mit Hilfe der Stop-Motion zum Leben erweckt werden, eine Technik, bei der die Modelle nach und nach in Pose gesetzt und Bild für Bild aufgenommen werden. Wenn die Aufnahmen aneinandergereiht werden, entsteht also die Illusion von Bewegung.

Der Film wurde nie realisiert, aber Cooper hatte endlich den Mann gefunden, der seinen Kong umsetzen konnte: Willis O’Brien. Der Film wurde nicht nur wegen seines beeindruckenden Themas bekannt, sondern auch zum Maßstab für O’Briens Stop-Motion-Technik.

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    Findest du es lustig, gegen Dämonen zu kämpfen?

    Urbane Fantasy-Romane haben oft einen leichten, lässigen Ton. Humor ist omnipräsent, unabhängig davon, wie düster und dramatisch die Geschichte ist. Wir sehen es bereits in Moonheart (1984) von Charles de Lint, sowie in anderen frühe Beispielen urbaner Fantasy. Bittersüße Tode (1993) von Laurell K. Hamilton beginnt so:

    Willie McCoy war ein Idiot, bevor er starb. Dass er tot war, hatte daran nichts geändert.

    Während einige Urban Fantasy-Autoren einen relativ ernsten Ton anlegten (z.B. Kelley Armstrong in Die Nacht der Wölfin, Patricia Briggs in Moon Called), zögerten andere nicht, ihren Geschichten eine gute Portion Humor hinzuzufügen. Einige Passagen aus Sturmnacht kommen mir in den Sinn, z.B. wenn Harry Dresden mit Bob, einem Geist reinen Intellekts, der einen menschlichen Schädel bewohnt, diskutiert. Auch Neil Gaiman verfolgt in seinen Büchern einen augenzwinkernden Ansatz. „Ein gutes Omen“ (Good Omens: The Nice and Accurate Prophecies of Agnes Nutter, Witch), 1990 zusammen mit Terry Pratchett geschrieben, ist eine Komödie des Übersinnlichen, die den Glauben an die biblische Apokalypse verspottet. Niemalsland (1996) strotzt ebenfalls vor humorvoller Dialoge, und die Bösewichte der Geschichte sind ebenso urkomisch wie finster.

    Starke Frauen als Heldinnen

    Die überwiegende Mehrheit der urbanen Fantasy-Romane zeigt willensstarke weibliche Protagonistinnen. Die einzigen Ausnahmen, die ich kenne, sind die Dresden-Files und Fillroy – Die Zauberer, beide von männlichen Autoren geschrieben, was nicht gerade überraschend ist.

    Anita Blake ist eine ikonenhafte Figur, der Prototyp einer knallharten Heldin (siehe meinen vorherigen Beitrag zur Geschichte der urbanen Fantasy). Sie ist unabhängig, zielstrebig, mutig und in der Lage, sich zu verteidigen. Um das Ganze noch zu toppen, ist sie eine risikofreudige und adrenalinsüchtige Frau. Sie lässt sich von niemandem etwas gefallen und gerät wegen ihrer trotzigen Haltung oft in Schwierigkeiten. Unzählige urbane Fantasy-Heldinnen würden in dieses Profil passen: Elena Michaels (in der Otherworld-Serie von Kelley Armstrong), Mercy Thompson von Patricia Briggs), Rachel Morgan von Kim Harrison, Kate Daniels von Ilona Andrews), Selene (in der Underworld-Filmreihe) und so weiter.

    Einige weibliche Protagonistinnen sind femininer und verletzlicher, aber auch sie haben eine starke Persönlichkeit, zum Beispiel Sookie Stackhouse (Buchreihe von Charlaine Harris und TV-Serie True Blood) oder MacKayla Lane, genannt Mac (Fever-Serie von Karen Marie Moning). Sie können aussehen wie Barbie-Puppen, aber sie wissen, was sie wollen, und sie bekommen, was sie wollen. In Im Bann des Vampirs gibt die 22-jährige Mac ihre verschwenderische Lebensweise in Ashford, Georgia, auf und reist nach Dublin, um den Mord an ihrer Schwester zu untersuchen. Ohne Detektivausbildung und ohne Hilfe der Polizei ist es nicht verwunderlich, dass sie schnell in Schwierigkeiten gerät. Doch sie weigert sich, nachzugeben. Einige würden sagen, sie sei mutig und entschlossen, andere würden sie als stur oder hitzköpfig bezeichnen. Wie immer man das sieht.

    Das Thema weiblicher Emanzipation ist in der Literatur nicht neu. Die frühesten Beispiele, die ich kenne, sind Schauerromane vom Ende des 18. Jahrhunderts (siehe Ursprünge der Urban Fantasy). Interessanterweise erschien im selben Zeitraum (1792) Verteidigung der Frauenrechte von Mary Wollstonecraft, eines der frühesten Werke feministischer Philosophie. Wie ich bereits in meinem vorherigen Beitrag dargelegt habe, ist die urbane Fantasy das Äquivalent der Gothic Novel des 21. Jahrhunderts, in dem Sinne nämlich, dass diese beiden Genres viel gemeinsam haben. Die urbane Fantasy erlaubt es uns jedoch, das Problem der Frauenrechte aus einem neuen Blickwinkel zu betrachten.

    Werwolf-Geschichten sind in diesem Zusammenhang interessant, zum Beispiel Bitten von Kelley Armstrong, Moon Called von Patricia Briggs oder Kitty and the Midnight Hour von Carrie Vaughn. Sie zeigen weibliche Werwölfe oder Gestaltwandlerinnen und stellen ihre komplexen Beziehungen zu den Werwolf-Clans dar, zu denen sie gehören. Geschlechterrollen, Emanzipation, Homophobie, Autorität und Autoritätskonflikte – es gibt viel zu sagen über Werwolf-Geschichten.

    Geht es nur um Sex?

    Urban Fantasy hat den Ruf, attraktive Protagonisten, denen sinnliche Genüsse nicht fremd sind, mit ebenso attraktiven Partnern des anderen Geschlechts zu präsentieren. Der Grund dafür ist einfach. Von Anfang an wurde urbane Fantasy eng mit paranormaler Romantik verbunden, obwohl nicht alle urbanen Fantasy-Geschichten Romantik enthalten. Die meisten von ihnen tun das, und ich sehe das nicht als Problem. Wer genießt nicht eine gute Liebesgeschichte?

    Das Problem ist, dass sich Romantik in manchen urbanen Fantasy-Geschichten erzwungen anfühlt. Eine alte Vampirin verliebt sich plötzlich in einen Menschen. Warum? Weil es praktisch ist, das ist alles. Ich denke zum Beispiel an die Underworld-Serie. Im ersten Film verliebt sich Selene in Michael Corvin. Warum fühlt sie sich zu ihm hingezogen? Was macht ihn so besonders?

    Dreiecksbeziehungen sind auch in der zeitgenössischen Fantasy weit verbreitet. Das kann eine mächtige Erzählstrategie sein, wenn das Thema intelligent eingesetzt wird. In Bitten von Kelley Armstrong enthüllt die Dreiecksbeziehung zwischen Elena, den Protagonisten Phillip (einem Menschen) und Clay (einem Werwolf), die Dualität von Elenas Persönlichkeit. Sie ist ein Werwolf, der versucht, ein normales, menschliches Leben zu führen. Ihr Freund Philip weiß nicht, wer sie wirklich ist. Ihre Liebe zu Phillip rührt von ihrer Verbundenheit mit der Menschheit her und ihrem Wunsch, sich von ihrem Rudel zu emanzipieren. Ihre Sehnsucht nach Clay hingegen kommt von ihren fleischlichen, tierischen Instinkten. Mit anderen Worten, der Mensch in ihr liebt Phillip, während der Wolf in ihr Clay liebt. Welche Seite ihrer Persönlichkeit wird gewinnen? Lesen Sie das Buch, um es herauszufinden!

    Eskapismus oder eine andere Sichtweise auf die Realität?

    Urbane Fantasy – wie die meisten Fantasy-Subgenres – betont Heldentum und persönliche Leistung. In urbanen Fantasy-Geschichten werden gewöhnliche Menschen jedoch oft in übernatürlichen Machenschaften gefangen gehalten. Wie ich in meinem vorherigen Beitrag schrieb, mag die urbane Fantasy ein eskapistisches Genre sein, aber dies ist ein zweideutiger Eskapismus, der uns immer wieder in die Realität zurückbringt.

    Für mich ist der interessanteste Aspekt der urbanen Fantasie, wie dieses Genre mit dem Thema Dualität umgeht. Realität versus Fantasie, Modernität versus Tradition, Technologie versus Magie, Intellekt versus Instinkt. Dualität scheint der Kern jeder urbanen Fantasy-Geschichte zu sein. Die Gegensätze konkurrieren miteinander, um sich besser zu ergänzen. Ein gutes Beispiel für die Yin-Yang-Theorie, oder etwa nicht?

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    Auch wenn dieser erste Sherlock Holmes-Roman nicht der beste der vier auf uns gekommenen ist, steht er am Beginn einer denkwürdigen Genreentwicklung. Dass Arthur Conan Doyle sich bei Edgar Allan Poe bedient hat, weiß man, nur darf man das in diesem Fall nicht zu hoch hängen, denn Doyle hat aus der Idee des Detektivs etwas völlig anderes gemacht. Eine Studie in Scharlachrot wurde erstmals 1887 von Ward Lock und Co. im „Beeton’s Christmas Annual“ unter dem Titel „A Tangled Skein“ (etwa: Ein verheddertes Knäuel) veröffentlicht. Eine Ausgabe dieser Zeitschrift, die „A Study in Scarlet“ beinhaltet, ging 2007 bei Southeby’s für 15.600 US-Dollar über den Ladentisch. Mit solchen Summen können ansonsten nur seltene Comics konkurrieren. Bedenkt man, dass ohne Sherlock Holmes‘ Einschlag in die die Literaturgeschichte, dieses Magazin heute ganz und gar vergessen wäre (anders wie „The Strand“, das es noch heute gibt und wo Doyle ab 1891 regelmäßig veröffentlichte), ist das eine nette Verewigung.

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    In der Nacht vor seinem Tod

    JIMI HENDRIX at Isle Of Wight Festival 1970
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