Verschütt in schwarzen Wäldern

Ich hatte damals nur die Müdigkeit,
keine andere Substanz. Und die Musik.
Kein anderes Geräusch. Und ein Brot aus fernen Tagen,
die Jacke meiner Großmama
über der Lehne nah am Fleischbrett
und die Anrichte voller Pulver und Vitamine,
eine Schaukel am Baum vor dem Fenster,
ein Bad mit altem Schaum, ein Rasierwägelchen.
Also begann ich, auf Papier zu schreiben,
als handle das Leben von Liedern,
die man nur beim Tanze hört.

Ich arbeite im dunklen Milieu der Vampire, deren
abgepacktes Blutpulver und Hexenkosmetik zu stapeln und
in Bücher einzutragen war.
Die Illusion ging definitiv von diesen großen weißen Säcken aus.
Ein Wohlgeruch entfernte sich ungesehen, wurde
dann mit einer Peitschenlegende zusammengetan und
die Ruhe war wieder mein.
Ich erzürnte den Hort mit dem Diebstahl eines Herzens.
Der Ausklang der Nacht erfüllte sich durch das Erlöschen
der Kerzen. Drei Türme stachen in die höchsten Punkte
hinein, angetrieben vom Getöse zähnefletschender Motoren,
ein Knebel links, ein Knebel rechts. Schleifen bildeten sich
an den Fensterscheiben, die mit Kalk verunstaltet
anderweltliche Blumen nachformten.
In wenigen Jahren werden wir vergangen sein,
ich arbeite dann nicht mehr im dunklen Milieu der
Vampire, weil ihre schwarzen Wälder verschütt
gegangen sein werden. Die Ewigkeit hat vorgesorgt; sie
will kein blasses Antlitz in die Nacht entschwinden sehen.

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