Micky Maus als Ermittler

Eine Maus, die gar nicht als Detektiv gedacht war

Micky Maus war ursprünglich gar nicht als Detektiv vorgesehen. Als Walt Disney sie 1928 ins Leben rief, war sie als freche und anarchische Figur ausgelegt. Steamboat Willie zeigt uns einen ungestümen Abenteurer, der ein Dampfschiff kapert und Tiere auf kreative Weise in Musikinstrumente verwandelt. In den frühen Kurzfilmen der späten 1920er- und frühen 1930er-Jahre verkörpert Micky eine impulsive, fröhliche und einfallsreiche Persönlichkeit, die an Figuren wie Charlie Chaplin oder Buster Keaton erinnert, also weit entfernt ist von einem Sherlock Holmes.

Frühe Micky Maus-Skizzen
Frühe Micky Maus-Skizzen via https://d23.com © Disney
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Micky Maus (Die Ikone der Popkultur)

Micky Maus gehört sicherlich zu den bekanntesten popkulturellen Persönlichkeiten der Geschichte. Seit seiner Einführung im Jahre 1928 ist Disneys legendäres Wahrzeichen in ausschließlich allen Medien und Variationen zu haben. Künstler von Saul Steinberg bis Andy Warhol haben ihn gefeiert und kritisiert. Für manche ist die Micky Maus sogar der Comic-Charakter schlechthin. Auch wenn in den vergangenen Jahrzehnten der Stern etwas zu verblassen scheint, wäre es noch untertrieben, hier einfach nur von einer Erfolgsgeschichte zu sprechen.

Vielmehr ist Micky Maus ein Symbol, das über sich hinausragt, der Grundstein für eine einzigartige amerikanische Kunst, die Innovationen in Film, Musik und Malerei vereint (und sogar geschaffen) hat. Micky ist von einer Cartoon-Figur zu einer beeindruckenden Kulturmaschine geworden, die sich auch heute noch mit nichts vergleichen lässt. Diego Rivera bezeichnete Micky als echten Helden der amerikanischen Kunst und Walter Benjamin schrieb, dass sich die Öffentlichkeit bei Micky in seinen Handlungen wiedererkennt.

Die erste Maus war ein Kaninchen

Walt Disney
Walt Disney in Paris

Wären die Dinge in den 1920ern jedoch ein wenig anders gelaufen, wäre die große Ikone der Popkultur vielleicht ein Kaninchen gewesen. Disney war ein noch junger Animator, der eine Serie namens Alice Comedies produzierte, Kurzfilme, die echte Darsteller mit animierten Bildern kombinierten. Aber er war der Serie überdrüssig geworden und wollte komplett zum animierten Film übergehen. 1927 ging dieser Wunsch in Erfüllung und er durfte für Universal eine Cartoon-Serie produzieren. Disney wählte ein Kaninchen, dessen Name bei Universal tatsächlich aus einem Hut gezogen wurde.

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Donald Duck (Jeder ist eine Ente)

Der Cricket-Spieler

Walt Disney entlehnte den Namen Donald Ducks von der australischen Cricket-Legende Donald Bradman. Zumindest ließ er sich wahrscheinlich davon inspirieren, als er in einer Zeitung davon las, dass Bradman, der im Jahre 1932 mit seinem Team durch Nordamerika tourte, ohne einen einzigen Punkt bei einem Spiel gegen die New York West Indians als Schlagmann ausschied.

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